Marktüberblick

Marktüberblick: Boeing-Kurssturz setzt sich fort

Am deutschen Aktienmarkt herrschte am Dienstag kurz vor der Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus Zurückhaltung vor. Der DAX schloss nach zwischenzeitlichen Zugewinnen 0,16 Prozent tiefer bei 11.524 Punkten. Der TecDAX verlor 0,45 Prozent auf 2.656 Punkte. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es hingegen um 0,36 Prozent nach oben auf 24.651 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 59 Gewinner und 40 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 61 Prozent. Im DAX wechselten 90,1 Millionen Aktien (Vortag: 73,8) im Wert von 3,63 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,20) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Rohstoffwerte (+2,32%) vor Transportwerten (+1,20%) und Industrietiteln (+0,79%). Die größten Abschläge waren bei Banken (-1,74%), Medienwerten (-0,90%) und Softwaretiteln (-0,79%) zu beobachten. Die Aktie von Fresenius Medical Care konnte an der DAX-Spitze um 1,72 Prozent zulegen. Das Papier profitierte von der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms. Wirecard verlor nach Gewinnmitnahmen 4,72 Prozent und hielt damit die rote Laterne im Leitindex. Volkswagen notierte nach der Präsentation von Geschäftszahlen 1,82 Prozent schwächer.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial belastet von einer Fortsetzung des Kursrutsches bei der schwer gewichteten Boeing-Aktie (-6,14%) 0,37 Prozent tiefer bei 25.555 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verbesserte sich hingegen um 0,29 Prozent auf 2.792 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,52 Prozent nach oben auf 7.201 Zähler. 57 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. 143 neuen 52-Wochen-Hochs standen lediglich 14 neue Tiefs gegenüber. Bei den Sektorenindizes gab es mit Ausnahme des Industriesektors ausschließlich Gewinner. Am deutlichsten aufwärts ging es mit Healthcare und Versorgern.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels um 0,16 Prozent auf 96,97 Punkte nach. Belastend wirkten schwache US-Verbraucherpreisdaten. EUR/USD kletterte um 0,22 Prozent auf 1,1288 USD. Kräftig unter Druck stand das Pfund Sterling nach einem volatilen Geschäft in Reaktion auf die erneute Niederlage von Premierministerin Theresa May bei der Abstimmung im britischen Unterhaus über die Brexit-Vereinbarung.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,53 Prozent auf 426,05 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,14 Prozent auf 66,67 USD. Gold stieg um 0,24 Prozent auf 1.301 USD (1.152 EUR). Silber notierte 0,21 Prozent fester bei 15,45 USD.

Am Rentenmarkt kletterte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,00 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab bis zum Abend um zwei Basispunkte auf 0,05 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,16 Prozent fester bei 164,66 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 2,61 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,61 Prozent auf 157,90 Punkte. Besonders deutliche Abschläge zeigte der Nikkei 225. Die Core-Machinery-Orders für den Januar in Japan enttäuschten die Markterwartungen.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im Fokus. Impulse könnten sich daneben vor allem von der Abstimmung über einen No-Deal-Brexit im britischen Unterhaus ergeben. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von adidas und E.ON.

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