Marktüberblick

Marktüberblick: Boeing-Hausse treibt den Dow Jones Index

Nach einem schwankungsreichen Handel dominierten am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte die positiven Vorzeichen. Stützend wirkten freundliche Vorgaben aus Asien und von der Wall Street. Ein enttäuschend ausgefallener ifo-Geschäftsklimaindex wirkte sich nicht auf das Kursgeschehen aus. Die Anleger setzten auf einen Erfolg der gewaltigen Konjunkturpakete diesseits und jenseits des Atlantiks. Der DAX schloss 1,79 Prozent fester bei 8.874 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 2,87 und 2,07 Prozent. In den drei Indizes gab es 70 Gewinner und 28 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 72 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 204,7 Millionen Aktien (Vortag: 203,8) im Wert von 7,18 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 8,47). Stärkste Sektoren waren Technologie, Konsum und Versorger. Am schwächsten präsentierten sich Telekommunikationswerte und Bautitel. MTU haussierte nachrichtenlos um 13,80 Prozent und belegte damit die DAX-Spitze. Für adidas ging es dahinter um 8,02 Prozent nach oben. Hier beflügelten positive Geschäftszahlen vom Konkurrenten Nike. Branchenkollege Puma sprang im MDAX um 13,38 Prozent. Schwächste Titel im Leitindex waren Lufthansa und BASF nach negativen Analystenkommentaren mit Abschlägen von 3,25 und 2,00 Prozent.

An der Wall Street konnte der Dow Jones Index um 2,39 Prozent auf 21.201 Punkte zulegen. Gestützt wurde das Plus vor allem von der schwer gewichteten Boeing-Aktie, die dank der Spekulation auf staatliche Hilfe um 24,31 Prozent haussierte. Der technologielastige Nasdaq 100 gab derweil um 1,11 Prozent auf 7.470 Zähler nach. Die Marktbreite blieb jedoch sowohl an der NYSE als auch an der Technologiebörse Nasdaq positiv. 80 Prozent der Werte an der NYSE verabschiedeten sich mit positiven Vorzeichen aus dem Handel. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 80 Prozent. Es gab drei neue 52-Wochen-Hochs und 54 neue Tiefs.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,74 Prozent tiefer bei 100,91 Punkten. EUR/USD legte um 0,94 Prozent auf ein Wochenhoch bei 1,0887 USD zu. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen waren der Kanada-Dollar sowie das Pfund Sterling stark gesucht. Schwach tendierte hingegen der als sicherer Hafen geltende Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise notierte 1,03 Prozent fester bei 273,38 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,51 Prozent auf 27,56 USD. Die US-Sorte WTI gewann nach einem schwächer als erwartet ausgefallenen Anstieg der Rohöllagerbestände 1,17 Prozent auf 24,29 USD hinzu. US-Erdgas verbilligte sich um 0,46 Prozent auf 1,72 USD. Comex-Kupfer stieg um 1,49 Prozent auf 2,21 USD. Gold gab nach Gewinnmitnahmen um 1,32 Prozent auf 1.639 USD (1.479 EUR) nach. Silber und Platin konnten derweil Zugewinne von 3,18 und 5,71 Prozent verbuchen. Der Preis für Palladium explodierte aufgrund von Angebotssorgen um 23,71 Prozent auf 2.211 USD.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um sieben Basispunkte auf minus 0,33 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog um ebenfalls sieben Basispunkte auf minus 0,28 Prozent an. Der Euro-Bund-Future schloss 0,46 Prozent tiefer bei 169,67 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verbesserte sich um vier Basispunkte auf 0,88 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,36 Prozent auf 134,01 Punkte nach.

Heute stehen von der Makroseite die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA im Fokus. Experten erwarten im Schnitt aufgrund der Maßnahmen gegen das Coronavirus einen Sprung auf 1.500.000 nach zuvor 281.000. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von United Internet und 1&1 Drillisch.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0AGQ Long Boeing Faktor: 2
CJ28JD Short Boeing Faktor: -2
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.