Marktüberblick

Marktüberblick: Bayer weiter im Rallymodus

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenausklang die negativen Vorzeichen. Belastend wirkten schwache Konjunkturdaten aus Europa, eine Verschärfung der Regierungskrise in Italien sowie die Furcht vor einer weiteren Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China. Der DAX schloss 1,27 Prozent tiefer bei 11.694 Punkten. Auf Wochensicht büßte der Leitindex damit 1,51 Prozent ein. MDAX und TecDAX gaben am Berichtstag um 0,93 und 1,56 Prozent nach. In den drei genannten Indizes gab es 20 Gewinner und 81 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 87 Prozent. Im DAX wechselten 110,5 Millionen Aktien (Vortag: 104,3) im Wert von 4,33 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,98) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenindizes konnten sich lediglich Pharma & Healthcare (+0,91%) und Immobilienwerte (+0,08%) dem Negativtrend entziehen. Am schwächsten tendierten Rohstoffwerte (-4,85%), Banken (-2,76%) und Automobile (-2,64%). Die Bayer-Aktie setzte an der DAX-Spitze ihre Rally mit einem Plus von 2,63 Prozent fort. Zwischenzeitlich hatte das Papier sogar noch wesentlich deutlichere Aufschläge verzeichnet. Kurstreibend wirkte hier die Spekulation auf einen möglichen Vergleich zur Beilegung der Glyphosat-Schadensersatzprozesse in den USA. Vonovia, Munich Re und Merck verbesserten sich dahinter als einzige weitere Indexgewinner zwischen 0,31 und 0,49 Prozent. ThyssenKrupp sackte als Schlusslicht im Index um 6,47 Prozent ab. Continental und Deutsche Bank verloren 3,27 und 3,18 Prozent.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,34 Prozent tiefer bei 26.287 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 1,01 Prozent abwärts auf 7.646 Zähler. 64 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 76 Prozent. Es gab 177 neue 52-Wochen-Hochs und 114 neue Tiefs. Bei den Sektoren schafften es lediglich Healthcare und Versorger in den grünen Bereich. Am deutlichsten fielen die Abschläge bei Technologiewerten und Kommunikationsdienstleistern aus.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index um 0,56 Prozent auf ein 3-Wochen-Tief bei 97,03 Punkten nach. EUR/USD stieg um 0,17 Prozent auf 1,1198 USD. Stark gesucht waren die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken. Sehr schwach tendierte hingegen das Pfund Sterling, das sowohl zum Euro als auch zum Greenback ein neues Jahrestief markierte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise kletterte gestützt vom schwächeren Dollar um 1,39 Prozent auf 399,73 Punkte. Brent-Öl legte um 2,00 Prozent auf 58,53 USD zu. Laut der IEA hat sich das globale Nachfragewachstum nach Öl seit Jahresbeginn auf das niedrigste Niveau seit der Finanzmarktkrise 2008 abgeschwächt. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,42 Prozent auf 2,12 USD nach. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,71 Prozent auf 2,59 USD. Gold notierte nahezu unverändert bei 1.509 USD (1.337 EUR). Silber verharrte bei 16,93 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf ein Rekordtief bei minus 0,60 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete unverändert bei minus 0,57 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,20 Prozent tiefer bei 177,04 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um zwei Basispunkte auf 1,74 Prozent zu.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific ex Japan Index notierte unverändert bei 490,39 Punkten. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Salzgitter, Talanx und PBB Deutsche Pfandbriefbank.

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