Marktüberblick

Marktüberblick: Bayer erfreut mit positivem Ausblick

Börsen in den USA aufgrund eines Trauertages zu Ehren des verstorbenen Präsidenten George Bush Senior geschlossen und lieferten somit keine Impulse. Der DAX fiel den zweiten Tag in Folge um diesmal 1,19 Prozent auf 11.200 Punkte. MDAX und TecDAX verzeichneten Abgaben von 0,92 und 1,66 Prozent. In den drei Indizes gab es 27 Gewinner und 74 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 73 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 75,7 Millionen Aktien (Vortag: 86,4) im Wert von 3,17 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,57). Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten sich lediglich die als defensiv geltenden Versorger (+0,32%) dem Negativtrend entziehen. Am deutlichsten fielen die Abgaben bei Technologiewerten (-2,13%), Versicherungen (-2,08%) und Softwaretiteln (-1,81%) aus. HeidelbergCement stieg an der DAX-Spitze um 0,45 Prozent. Bayer legte am Kapitalmarkttag um 0,42 Prozent zu. Der Konzern konnte vor allem mit über den Erwartungen liegenden Prognosen zum freien Cashflow zwischen 2019 und 2022 überzeugen. Zudem wurden höhere Dividenden und Aktienrückkäufe in Aussicht gestellt. RWE und E.ON kletterten als einzige weitere DAX-Gewinner um 0,41 und 0,30 Prozent. Die rote Laterne hielt Wirecard mit einem Minus von 2,67 Prozent. Infineon und FMC büßten 2,39 respektive 2,18 Prozent ein. Die Evotec-Aktie stürzte als Schlusslicht im TecDAX und MDAX um 16,88 Prozent ab. Beobachter verwiesen zur Begründung auf die Ankündigung möglicher Zukäufe sowie höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Rahmen einer Investorenveranstaltung.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index am Abend 0,06 Prozent fester bei 97,01 Punkten. Der Euro konnte gegenüber den moisten anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD rückte um 0,06 Prozent auf 1,1346 USD vor. Stark gesucht war das britische Pfund. Deutlich unter Druck standen hingegen die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 0,23 Prozent auf 416,12 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich vor dem mit Spannung erwarteten heutigen OPEC-Treffen um 0,60 Prozent auf 61,71 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,18 Prozent auf 4,45 USD nach. Comex-Kupfer stieg um 0,56 Prozent auf 2,77 USD. Gold handelte 0,36 Prozent tiefer bei 1.242 USD (1.090 EUR). Silber verlor 0,55 Prozent auf 14,56 USD.

Am Rentenmarkt sank die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um vier Basispunkte auf 0,11 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen 7-Monats-Tiefs (0,24) im frühen Geschäft bis zum Ende des Handels um drei Basispunkte auf 0,28 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,12 Prozent tiefer bei 162,05 Punkten.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front deutlich schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index sackte um 1,86 Prozent auf 150,61 Punkte ab. Der S&P 500 Future notierte mit 1,30 Prozent im Minus. Auf der Stimmung lastete die Verhaftung des Finanzvorstands und zugleich Tochter des Unternehmensgründers des chinesischen Huawei-Konzerns Meng Wanzhou in Kanada. Der Haftbefehl dient der möglichen Auslieferung an die USA. Hintergrund ist der angebliche Bruch der Sanktionen gegen den Iran.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie im Fokus. Die Ölpreise könnten wichtige Impulse vom OPEC-Ministertreffen in Wien erhalten. Es wird überwiegend erwartet, dass die Organisation mit Russland (OPEC+) eine Kürzung der Ölproduktion beschließen wird, um das Überangebot zu beseitigen. Unternehmensseitig liefert Vonovia als Nachzügler im DAX die 9-Monats-Zahlen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ236E Long Bayer Faktor 5
CJ23TA Short Bayer Faktor -5

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.