Marktüberblick

Marktüberblick: Banken unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt orientierte sich zur Wochenmitte klar aufwärts. Inflationsraten diesseits und jenseits des Atlantiks auf Dekadenhochs belasteten nicht. Der DAX schloss 0,67 Prozent fester bei 15.249 Punkten. MDAX und TecDAX verbuchten Aufschläge von 0,39 und 1,84 Prozent. In den drei Indizes gab es 62 Gewinner und 31 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch mit 58 Prozent. Mit Blick auf die Sektoren-Performance führten Softwareaktien (+3,47) nach erfreulichen SAP-Zahlen klar die Gewinnerliste an. Daneben waren vor allem Technologiewerte gesucht. Banken (-4,12%) litten derweil unter schwachen Branchenvorgaben aus den USA, nachdem der Bankenriese JPMorgan Chase mit seinen Quartalszahlen die Anleger nicht zu überzeugen vermochte. SAP haussierte als zweitstärkster Wert im DAX um 3,90 Prozent. Noch kräftiger aufwärts tendierte lediglich die Aktie von Sartorius nach einer Analystenempfehlung. Deutsche Bank sackte am DAX-Ende um 4,27 Prozent ab. Commerzbank verlor als Schlusslicht im MDAX 5,52 Prozent.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial praktisch unverändert bei 34.378 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 haussierte derweil gestützt von sinkenden Zinsen um 0,76 Prozent auf 14.775 Zähler. 59 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 58 Prozent. 71 neuen 52-Wochen-Hochs standen 35 Tiefs gegenüber. Unter Druck standen die zuletzt gut gelaufenen Bankaktien (-0,57%). Zwar hatte der Branchenprimus JPMorgan Chase die Konsensschätzungen bei Umsatz und Gewinn übertreffen können, doch bemängelten Beobachter das schwache Kreditgeschäft. Versorger (+1,17%) und Rohstoffwerte (+0,75%) konnten hingegen deutliche Zugewinne verbuchen.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,44 Prozent höher bei 195,69 Punkten. Die Inflation bei den chinesischen Erzeugerpreisen kletterte im September mit 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf den höchsten Stand seit 1995. Experten hatten im Schnitt einen Anstieg um 10,5 Prozent prognostiziert. Die Börsen in Hongkong blieben feiertagsbedingt geschlossen. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Aufschlag von 0,32 Prozent. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.314) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite hierzulande auf das Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute. In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Erzeugerpreisdaten relevant. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Südzucker, Unitedhealth Group, Bank of America, Walgreens Boots Alliance, Morgan Stanley, Wells Fargo und Citigroup.

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