Marktüberblick

Marktüberblick: Apple leidet unter Gewinnmitnahmen

Der deutsche Aktienmarkt zeigte am Dienstag bei dünnen Umsätzen ein uneinheitliches Bild. Der DAX schloss nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen Rekordhochs und anschließenden Gewinnmitnahmen 0,20 Prozent tiefer bei 13.761 Punkten. MDAX und TecDAX sahen hingegen Zugewinne von 0,83 und 0,17 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 56 Gewinner und 41 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog mit 54 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 43,2 Millionen Aktien (Vortag: 49,3) im Wert von 2,14 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,88). Stärkste Sektoren waren Software und Einzelhandel. Am deutlichsten nach unten ging es mit den Sektoren Bau und Banken. MTU konnte als bester DAX-Wert um 1,68 Prozent zulegen. SAP und Deutsche Wohnen folgten mit Aufschlägen von 1,46 und 0,74 Prozent. Die rote Laterne im Leitindex hielt die Deutsche Bank mit einem Minus von 2,97 Prozent. Delivery Hero und Siemens büßten 2,90 und 1,59 Prozent ein.

An der Wall Street notierte der Dow Jones zur Schlussglocke 0,22 Prozent tiefer bei 30.336 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,03 Prozent fester bei 12.843 Zählern. 63 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten negative Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen betrug ebenfalls 63 Prozent. 107 neuen 52-Wochen-Hochs standen fünf Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren HealthCare-Werte gesucht. Die deutlichsten Abschläge auf der Sektorenebene waren bei Immobilienwerten und Energiewerten zu beobachten. Intel gewann als stärkster Dow-Wert 4,93 Prozent. Angetrieben wurde die Chip-Aktie vom Aufruf zu strategischen Änderungen seitens des Hedgefonds und Anteilseigners Third Point. Am Dow-Ende verlor Apple nach Gewinnmitnahmen am technischen Widerstand des im September notierten Rekordhochs 1,33 Prozent. Seit Jahresbeginn konnte der Wert jedoch um knapp 84 Prozent zulegen und stellt damit die stärkste Dow-Aktie des Jahres dar.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar in Erwartung eines neuen Corona-Konjunkturprogramms gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,31 Prozent tiefer bei 90,00 Punkten. EUR/USD stieg um 0,31 Prozent auf 1,2252 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg um 0,71 Prozent auf 404,68 Punkte. Brent-Öl notierte 0,73 Prozent höher bei 51,23 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 5,37 Prozent nach oben auf 2,45 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,60 Prozent auf 3,55 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.881 USD (1.533 EUR).

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,58 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte am Abend einen Basispunkt tiefer bei ebenfalls minus 0,58 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,01 Prozent tiefer bei 177,71 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 0,94 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,83 Prozent fester bei 199,34 Punkten. Gegen den Trend zeigten der Nikkei 225 und der ASX 200 Schwäche.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den Chicagoer Einkaufsmanagerindex. Unternehmensseitig veranstaltet Tele Columbus seine Online-Hauptversammlung. Der Handel an den deutschen Börsen und auch bei allen Société Générale-Derivaten endet heute bereits um 14:00 Uhr.

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