Marktüberblick

Marktüberblick: Anleiherenditen haussieren

Der deutsche Aktienmarkt zeigte zum Start der Handelswoche eine Kursexplosion. Neben dem Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl wurde vor allem die Meldung euphorisch gefeiert, dass der von Biontech und Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von 90 Prozent aufweist. Daraufhin fanden weltweit massive Umschichtungen von Growth-Aktien und „Stay-at-home-Aktien“ in zyklische Aktien statt. Der DAX schloss mit einem Aufschlag von 4,93 Prozent bei 13.096 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte verbuchte einen Zugewinn von 1,63 Prozent auf 27.794 Punkte. Gegen den Trend gab der TecDAX um 1,30 Prozent nach auf 2.975 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 71 Gewinner und 27 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 88 Prozent. Im DAX wechselten 189,3 Millionen Aktien (Vortag: 80,5) im Wert von 9,26 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,31) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Versicherungen, Industrie und Banken. Auffällige Schwäche zeigten die Sektoren Einzelhandel, Bau und Immobilien. MTU, Munich Re und Fresenius belegten mit Kurssprüngen von 12,13 bis 16,53 Prozent die obersten Plätze im DAX-Tableau. Deutsche Wohnen hielt mit einem Minus von 6,75 Prozent die rote Laterne im Leitindex. Delivery Hero und Vonovia verloren 5,83 respektive 4,83 Prozent.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 2,94 Prozent höher bei 29.158 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es hingegen um 2,15 Prozent abwärts auf 11.830 Zähler. 77 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 84 Prozent. Es gab 345 neue 52-Wochen-Hochs und zwölf neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Energie (+14,28%), Finanzen (+8,21%) und Industrie (+3,41%). Schwach präsentierten sich Kommunikationsdienstleister (-0,85%) und Technologiewerte (-0,72%).

Am Devisenmarkt kletterte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels um 0,54 Prozent auf 92,73 Punkte. EUR/USD verlor 0,35 Prozent auf 1,1830 USD. Stark unter Druck standen die Fluchtwährungen Yen und Franken. Die stärksten Hauptwährungen waren die Rohstoffdevisen Kanada-Dollar und Austral-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann 3,36 Prozent hinzu auf 361,36 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 7,40 Prozent auf 42,37 USD. Comex-Kupfer notierte 0,11 Prozent tiefer bei 3,15 USD. Gold sackte aufgrund der gestiegenen Risikofreude und den haussierenden Anleiherenditen um 4,27 Prozent auf 1.868 USD (1.579 EUR) ab. Silber und Platin verloren 5,29 und 3,25 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite bei minus 0,64 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen haussierte ab dem Nachmittag bis zum Abend um zehn Basispunkte auf ein 5-Wochen-Hoch bei minus 0,52 Prozent. Der Euro-Bund-Future gab um 0,91 Prozent auf 174,52 Punkte nach und testet nun die Aufwärtstrendlinie vom März-Tief. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um 13 Basispunkte nach oben auf ein 8-Monats-Hoch bei 0,96 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,50 Prozent fester bei 184,24 Punkten.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für November. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Deutsche Post, Henkel und adidas.

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