Marktüberblick

Marktüberblick: Amazon nachbörslich gesucht

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag von der schwachen Seite. Belastet wurde die Stimmung vom deutlich nachgebenden Automobilsektor. Dieser litt unter Aussagen von Ford, wonach die derzeitige Chip-Knappheit in der Branche die zukünftigen Gewinne drücken werde. Daneben belasteten steigende Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen markierte ein 13-Monats-Hoch bei minus 0,19 Prozent und beendete damit eine mittelfristige Konsolidierung. Der DAX verlor 0,90 Prozent auf 15.154 Punkte. MDAX und TecDAX verbuchten Verluste von 0,65 und 0,68 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 28 Gewinner und 67 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. Gegen den Gesamttrend gesucht waren die Sektoren Banken und Konsum. Deutsche Bank knüpfte an der DAX-Spitze mit einem Plus von 3,05 Prozent an die von positiven Quartalszahlen getriebene Vortagesrally an.

An der Wall Street stieg der Dow Jones Industrial um 0,70 Prozent auf 34.060 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,67 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 4.211 Punkten nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 0,49 Prozent auf 13.970 Punkte vor. An der NYSE gab es 1.741 Kursgewinner und 1.575 Verlierer. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich die Waage. 444 neuen 52-Wochen-Hochs standen 17 Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Kommunikationsdienstleister und Finanzwerte. Gegen den Trend schwach waren lediglich HealthCare und Technologiewerte. Facebook haussierte nach Zahlen um 7,30 Prozent. Qualcomm sprang ebenfalls nach der Bilanzvorlage um 4,47 Prozent nach oben. Ebay sackte in Reaktion auf die Quartalsbilanz um 10,03 Prozent ab.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh auf breiter Front südwärts. Chinesische Einkaufsmanagerindizes kamen schwächer als erwartet herein. Zudem lasteten geplante staatliche Restriktionen für die großen chinesischen Technologieunternehmen an den Börsen in China und Hongkong auf der Anlegerstimmung. Der S&P Future notierte zuletzt 0,39 Prozent tiefer. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.181) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite zunächst auf die BIP-Daten und Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone. In den USA sind die persönlichen Ausgaben und Einkommen, der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago sowie der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan relevant. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von MTU, BNP Paribas, Chevron und Exxon Mobil. Bereits gestern nach US-Börsenschluss hatte der Online-Händler Amazon seine Quartalszahlen vorgelegt. Der Konzern konnte im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn mit kräftigen Steigerungen die Markterwartungen noch übertreffen. Die Aktie zog im nachbörslichen Handel um rund 2,4 Prozent an. Für die Twitter-Aktie ging es hingegen nach positiven Quartalszahlen, die jedoch leicht unterhalb der Konsensschätzung hereinkamen, nachbörslich um rund 11,5 Prozent abwärts.

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