Marktüberblick

Marktüberblick: Amazon-Aktie taucht nachbörslich ab

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag von seiner freundlichen Seite. Stützend wirkten eine auf einen Rekordstand gestiegene Wirtschaftsstimmung in der Eurozone und positiv aufgenommene Unternehmenszahlen. Ein viel stärker als erwarteter Anstieg der Verbraucherpreisinflation in Deutschland und enttäuschend schwache Konjunkturdaten aus den USA wurden hingegen ignoriert. Der DAX schloss 0,45 Prozent fester bei 15.640 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,20 und 0,49 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 57 Gewinner und 39 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Mit Blick auf die Sektoren-Performance waren vor allem Banken (+2,67%), Automobilwerte (+2,00%) und Technologietitel (+1,89%) gesucht. Gegen den Trend schwach tendierten hingegen vor allem Medienwerte (-1,05%), Einzelhandelstitel (-0,95%) und Transportwerte (-0,73%). Deutsche Bank haussierte an der DAX-Spitze um 3,03 Prozent. Daimler und Infineon zogen dahinter um 2,82 und 2,59 Prozent an. Volkswagen verbesserte sich nach der Vorlage der Quartalszahlen und der Anhebung der Renditeziele um 1,57 Prozent. Das Schlusslicht im Leitindex bildete nachrichtenlos MTU mit einem Minus von 1,12 Prozent. Morphosys sprang im MDAX nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 4,85 Prozent nach oben. GEA zog dahinter dank positiver Aussagen zur Umsatzentwicklung im laufenden Jahr um 4,38 Prozent an.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,43 Prozent fester bei 35.085 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 0,20 Prozent auf 15.048 Zähler vor. 66 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kurgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 65 Prozent. 207 neuen 52-Wochen-Hochs standen 24 Tiefs gegenüber. Am Devisenmarkt stand der US-Dollar nach schwachen Konjunkturdaten gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. EUR/USD stieg um 0,41 Prozent auf ein 4-Wochen-Hoch bei 1,1890 USD. Gold haussierte um 1,75 Prozent auf 1.831 USD. Brent-Öl verteuerte sich um 1,75 Prozent auf 76,05 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries kletterte um zwei Basispunkte auf 1,28 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 1,29 Prozent tiefer bei 197,22 Punkten. Der S&P Future notierte zuletzt mit einem Abschlag von 0,90 Prozent (Nasdaq Future: -1,47%). Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (15.531) ein Handelsstart im Minus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die BIP-Daten für Deutschland, die Verbraucherpreise für die Eurozone und die persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Siemens Healthineers, FMCFresenius SE, BNP Paribas, MTU Aero EnginesLinde, Chevron, Caterpillar, Procter & Gamble und Exxon Mobil. Amazon stand bereits gestern Abend nach US-Börsenschluss mit der Quartalsbilanz im Fokus. Der Online-Riese enttäuschte erstmals seit 2018 die Markterwartungen. Auch die Umsatzprognose blieb hinter der Konsensschätzung zurück. Im nachbörslichen Handel brach die Aktie um 7,44 Prozent ein.

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