Marktüberblick

Marktüberblick: Alphabet nachbörslich nach Zahlen schwach

Am deutschen Aktienmarkt hielten sich die Gewinner und Verlierer zum Wochenstart in einem richtungslosen Handel in etwa die Waage. Belastet wurde die Stimmung von einem enttäuschend schwachen ifo-Weltwirtschaftsklima. Der entsprechende Index sank unter die Nulllinie auf den tiefsten Stand seit 2014. Auch der sentix-Konjunkturindex für Deutschland zeigte sich mit dem vierten Rückgang in Folge auf den niedrigsten Stand seit 2012 schwach. Der DAX schloss vor diesem Hintergrund 0,03 Prozent tiefer bei 11.177 Punkten. MDAX und TecDAX konnten hingegen um 0,18 und 1,61 Prozent zulegen. In den drei Indizes gab es 50 Gewinner und 49 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 70 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 76,5 Millionen Aktien (Vortag: 104,8) im Wert von 3,58 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,61). Mit Blick auf die Sektorenperformance lag Software (+1,77%) vor Pharma & Healthcare (+0,83%) und Immobilien (+0,43%). Deutliche Schwäche zeigten Automobile (-1,41%), Rohstoffe (-0,75%) und Banken (-0,65%). Im nachrichtlichen Fokus blieb die Aktie von Wirecard, die an der DAX-Spitze 13,73 Prozent hinzugewann. Das Unternehmen hat den jüngsten Vorwurf eines Bilanzierungsverstoßes weit von sich gewiesen. Merck, Beiersdorf und Bayer verbesserten sich dahinter zwischen 0,89 und 1,95 Prozent. ThyssenKrupp verlor – zum Teil der Dividendenausschüttung geschuldet – am Indexende 2,07 Prozent. Daneben wurde die Stahlbranche durch Warnstreiks belastet. Daimler, Volkswagen und BMW gaben zwischen 1,21 und 1,62 Prozent nach. Im TecDAX haussierte Compugroup Medical nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen und einem optimistischen Ausblick 9,68 Prozent.

An der Wall Street konnte der Dow Jones Industrial um 0,70 Prozent auf 25.239 Punkte zulegen. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,22 Prozent auf 6.960 Zähler nach oben. 65 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 69 Prozent. Es gab 62 neue 52-Wochen-Hochs und sechs neue Tiefs. Alle Sektorindizes bis auf HealthCare und Rohstoffe konnten zulegen. Am kräftigsten aufwärts ging es mit den Sektoren Technologie und Industrie.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar trotz enttäuschender Auftragsdaten aus der amerikanischen Industrie gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,23 Prozent fester bei 95,83 Punkten. EUR/USD gab um 0,18 Prozent auf 1,1434 USD nach.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sank um 0,19 Prozent auf 412,52 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,53 Prozent auf 62,42 USD. Der Preis für US-Erdgas fiel um 2,12 Prozent auf 2,68 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,96 Prozent auf 2,80 USD. Gold handelte 0,29 Prozent schwächer bei 1.318 USD (1.149 EUR). Silber verlor 0,35 Prozent auf 15,88 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,04 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,17 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,10 Prozent tiefer bei 165,39 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um drei Basispunkte auf 2,73 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei dünnem Handel freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,37 Prozent auf 156,88 Punkte. Besonders kräftige Zugewinne waren in Australien dank fester Bankwerte zu beobachten. Die Börsen in China, Hongkong, Südkorea, Malaysia und Indonesien blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die Eurozone, Großbritannien und die USA im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Infineon, Software AG, BP und Walt Disney. Bereits gestern nach US-Börsenschluss berichtete die Google-Mutter Alphabet über den Geschäftsverlauf im vierten Quartal. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um rund 2,7 Prozent nach. Anleger störten sich vor allem an den deutlich gestiegenen Ausgaben des Unternehmens.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ22LA Long Alphabet Faktor: 5
CJ28HH Short Alphabet Faktor: -5

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