Marktüberblick

Marktüberblick: Aktienindizes im Rallymodus

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag trotz rekordtiefer Einkaufsmanagerindizes kräftige Kursgewinne verbuchen. Für Kauflaune sorgte das geplante billionenschwere Konjunkturpaket in den USA. Der DAX sprang um 10,97 Prozent nach oben auf 9.701 Punkte. MDAX und TecDAX stiegen um 7,13 und 7,53 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es ausschließlich Gewinner. Im DAX wechselten 203,8 Millionen Aktien (Vortag: 197,2) im Wert von 7,27 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 8,74) den Besitzer. Alle Sektorenindizes konnten zulegen. Am stärksten aufwärts ging es mit Automobilen (+19,14%), Versicherungen (+17,00%) und Technologiewerten (+13,34%). Daimler haussierte an der DAX-Spitze um 27,27 Prozent. Der Konzern hatte betont, aufgrund seiner bilanziellen Stärke keine Staatshilfen zu benötigen. Munich Re und Volkswagen verbesserten sich dahinter um 20,17 und 19,04 Prozent.

An der Wall Street verzeichnete der Dow Jones Industrial mit 11,36 Prozent den größten Tagesgewinn seit dem Jahr 1933. Am Ende notierte der Leitindex bei 20.705 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 7,80 Prozent auf 7.554 Zähler nach oben. Die Marktbreite gestaltete sich extrem positiv. 92 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 93 Prozent. Es gab ein neues 52-Wochen-Hoch und 87 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes zeigten Zugewinne jenseits von 5 Prozent. Am deutlichsten aufwärts tendierten die zuletzt am stärksten gebeutelten Energiewerte (+16,04%).

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar im Konsolidierungsmodus nach der jüngsten Rally. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,30 Prozent tiefer bei 101,80 Punkten. EUR/USD stieg um 0,67 Prozent auf 1,0797 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen war der Austral-Dollar am stärksten gesucht. Am schwächsten tendierte der als sicherer Hafen geltende Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex konnte um 2,64 Prozent auf 270,58 Punkte zulegen. Brent-Öl verteuerte sich um 1,96 Prozent auf 27,56 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 4,24 Prozent auf 1,74 USD. Comex-Kupfer verbesserte sich um 4,88 Prozent auf 2,20 USD. Gold haussierte um 6,19 Prozent auf 1.665 USD (1.509 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten sogar Aufschläge zwischen 8,59 und 17,54 Prozent verbuchen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,40 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog um vier Basispunkte auf minus 0,35 Prozent an. Der Euro-Bund-Future verlor 0,47 Prozent auf 170,46 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um acht Basispunkte auf 0,84 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 5,12 Prozent auf 133,90 Punkte. Die Nachricht, dass es im US-Kongress zu einer Einigung beim billionenschweren Hilfspaket zur Bekämpfung der Coronakrise gekommen ist, konnte die Notierungen weiter beflügeln.

Heute stehen von der Makroseite die endgültigen Daten zum ifo-Geschäftsklimaindex sowie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Blick. Unternehmensseitig stehen unter anderem Geschäftszahlen von E.ON zur Veröffentlichung an. Nike steht mit gestern nach US-Börsenschluss präsentierten Zahlen im Fokus. Das Unternehmen konnte die Markterwartungen übertreffen. Das Papier sprang im nachbörslichen Handel in Reaktion auf das Zahlenwerk um rund 10 Prozent nach oben.

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