Marktüberblick

Marktüberblick: adidas überzeugt nicht

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zur Wochenmitte nach einem zurückhaltenden Handel die positiven Vorzeichen. Für Unsicherheit sorgte die bevorstehende Abstimmung im britischen Unterhaus über einen No-Deal-Brexit. Der DAX schloss 0,41 Prozent fester bei 11.572 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte verbesserte sich um 0,83 Prozent auf 24.857 Punkte. Für den TecDAX ging es hingegen um 0,10 Prozent abwärts auf 2.653 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 70 Gewinner und 29 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 64 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 80,8 Millionen Aktien (Vortag: 90,1) im Wert von 3,45 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,23). Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+1,38%), Banken (+1,19%) und Transport (+1,04%). Die deutlichsten Abgaben waren bei Versorgern (-1,75%), Konsumwerten (-0,95%) und Technologietiteln (-0,39%) zu beobachten. Als stärkster DAX-Wert stieg Fresenius Medical Care nachrichtenlos um 2,19 Prozent. Das Papier der Konzernmutter Fresenius SE rückte dahinter um 1,67 Prozent vor. Bayer verbesserte sich um 1,49 Prozent. Das Schlusslicht im Index bildete Wirecard mit einem Minus von 6,57 Prozent. Hier belastete die Meldung, dass das Unternehmen einen Manager in Singapur suspendiert haben soll. Zu den schwächsten Werten zählte auch adidas mit einem Abschlag von 2,38 Prozent. Händler bemängelten nach der Zahlenvorlage vor allem den Ausblick des Sportartikelkonzerns. E.ON verlor ebenfalls nach Geschäftszahlen 2,10 Prozent.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 25.703 Punkten aus dem Handel. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,77 Prozent nach oben auf ein 5-Monats-Hoch bei 7.257 Zählern. Der technologielastige Index konnte damit den Widerstand bei 7.209 Punkten aus dem Weg räumen. 66 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 78 Prozent. Es gab 171 neue 52-Wochen-Hochs und lediglich 15 neue Tiefs. Alle Sektoren endeten im positiven Terrain. Am deutlichsten aufwärts ging es mit Healthcare und Energie.

Am Devisenmarkt wurde der US-Dollar von schwachen Inflationsdaten belastet. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,54 Prozent tiefer bei 96,49 Punkten. EUR/USD kletterte um 0,40 Prozent auf 1,1331 USD. Stark gesucht war das Pfund Sterling mit Aufschlägen von über einem Prozent gegenüber dem Greenback und dem Euro. Die Inselwährung reagierte damit auf die am Abend erfolgte Entscheidung gegen einen No-Deal-Brexit im britischen Unterhaus.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 1,28 Prozent auf 431,49 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 1,47 Prozent. Die US-Sorte WTI notierte nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten 2,60 Prozent fester bei 58,35 USD. Die Rohölbestände waren laut EIA um 3,9 Millionen Barrel gefallen. Die Konsensschätzung hatte auf ein Plus von 2,7 Millionen Barrel gelautet. Der Preis für US-Erdgas legte um 1,36 Prozent auf 2,82 Prozent zu. Gold handelte 0,99 Prozent fester bei 1.311 USD (1.157 EUR). Silber, Platin und Palladium rückten zwischen 0,40 und 1,65 Prozent vor.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,01 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um zwei Basispunkte auf 0,07 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future schloss 0,27 Prozent tiefer bei 164,21 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes handelte unverändert bei 2,61 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh bei dünnem Handel überwiegend moderat schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,33 Prozent auf 157,74 Punkte. Die Daten zur chinesischen Industrieproduktion in den ersten beiden Monaten des Jahres fielen schwächer aus als vom Markt erwartet.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in Deutschland sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA im Fokus. Daneben blicken die Anleger auf die am Abend stattfindende Abstimmung über die Verschiebung des Brexit-Austrittsdatums im britischen Unterhaus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von RWE und Lufthansa. Die Aktie von Sixt Leasing dürfte unter der gestern Abend erfolgten Senkung der Unternehmensprognose leiden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ236B Long adidas Faktor: 5
CJ8G0S Short adidas Faktor: -5

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