Marktüberblick

Marktüberblick: adidas schwächelt nach Zahlen

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zur Wochenmitte die positiven Vorzeichen. Der DAX schloss 0,23 Prozent fester bei 13.180 Punkten. MDAX und TecDAX verbuchten Zugewinne von 0,33 und 0,20 Prozent. In den drei Indizes gab es 58 Gewinner und 40 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. Im DAX wechselten 80,0 Millionen Aktien (Vortag: 83,2) im Wert von 3,78 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,55) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektoren-Performance waren Softwaretitel, Versicherungen und Versorger am stärksten gesucht. Am schwächsten tendierten Konsumwerte, Technologietitel und Rohstoffaktien. Ohne Nachrichten belegte DAX-Neuling MTU die Spitze im Leitindex mit einem Plus von 1,99 Prozent. Henkel und Beiersdorf stiegen dahinter um 1,94 und 1,85 Prozent. BMW kletterte nach Quartalszahlen um 0,98 Prozent. Die rote Laterne hielt adidas mit einem Abschlag von 5,34 Prozent. Die Aktie rutschte damit unter die gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen 20, 50 und 100 Tage auf ein 5-Wochen-Tief. Der Sportartikelhersteller hatte Geschäftszahlen am oberen Ende der Erwartungen vorgelegt. Händler verwiesen zur Begründung der Kursverluste auf Gewinnmitnahmen. Wirecard notierte ebenfalls nach Geschäftszahlen 1,18 Prozent tiefer. Im TecDAX sackte Dialog Semiconductor nach der Bilanzvorlage um 6,68 Prozent ab.

An der Wall Street sorgte ein Bericht über eine mögliche Verzögerung des Teilabkommens im Handelskonflikt zwischen den USA und China auf den Dezember für einen Stimmungsdämpfer. Der Dow Jones Industrial schloss unverändert bei 27.493 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,17 Prozent auf 8.196 Punkte abwärts. 53 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Verluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Es gab 106 neue 52-Wochen-Hochs und 33 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Finanzen und Immobilien. Stark unter Druck stand der Energiesektor mit deutlich nachgebenden Ölpreisen.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,03 Prozent fester bei 97,93 Punkten. EUR/USD handelte 0,04 Prozent tiefer bei 1,1069 USD. Stark gesucht waren der Yen sowie der Franken als sichere Häfen. Das Pfund Sterling sowie der Kanada-Dollar fielen derweil durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 1,18 Prozent auf 416,93 Punkte und rutschte damit wieder unter die tags zuvor überwundene 200-Tage-Linie. Die Ölpreise standen nach den US-Lagerbestandsdaten unter Druck. Die EIA meldete einen Anstieg der Rohölbestände um 7,9 Millionen Barrel auf Wochensicht. Die Konsensschätzung hatte hingegen auf ein Plus von lediglich 1,5 Millionen Barrel gelautet. Brent-Öl verbilligte sich um 1,75 Prozent auf 61,86 USD. Die US-Sorte WTI büßte 1,24 Prozent auf 56,52 USD ein. Der Preis für US-Erdgas notierte nach Gewinnmitnahmen 1,26 Prozent tiefer bei 2,83 USD. Comex-Kupfer verlor 1,17 Prozent auf 2,67 USD. Die Edelmetallpreise konnten von der gestiegenen Risikoscheu profitieren. Gold verteuerte sich um 0,60 Prozent auf 1.493 USD (1.347 EUR). Silber, Platin und Palladium verzeichneten Zugewinne von 0,21 bis 0,99 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,32 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines 4-Monats-Hochs bis zum Abend um drei Basispunkte auf minus 0,34 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,28 Prozent höher bei 170,89 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um fünf Basispunkte auf 1,81 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh nach der Meldung einer möglichen Verschiebung der Unterzeichnung einer Teileinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China auf den Dezember uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte nahezu unverändert bei 166,06 Punkten. Deutliche Zugewinne sah der australische ASX 200 nach positiven Handelsbilanzdaten. Belastet von schwachen Chipwerten zeigte der Taipai in Taiwan deutliche Abschläge.

Heute stehen von der Makroseite die September-Daten zur deutschen Industrieproduktion im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Siemens, Deutsche Telekom, Lufthansa, Heidelbergcement, Munich Re und der Commerzbank.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3GJK Long adidas AG Faktor: 4
CJ8GZ1 Short adidas AG Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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