Rohstoffe

Lagerdaten belasten den Ölpreis

Energie: API-Lagerdaten belasten den Ölpreis, Einigung über Nord Stream 2 den Gaspreis

Wir gehen davon aus, dass der jüngste scharfe Preisrückgang am Ölmarkt in erster Linie auf eine höhere Risikowahrnehmung der Terminmarkt-Teilnehmer zurückzuführen war. Doch von der gestrigen Rückkehr des Optimismus in die Aktienmärkte konnten die Ölpreise nicht profitieren. Der Brentölpreis ist gestern erstmals seit fast zwei Monaten zeitweise unter 67,5 USD je Barrel gefallen, der September-Future für WTI-Rohöl, der ab heute als nächstfälliger Kontrakt gehandelt wird, fiel sogar bis auf 65 USD. Scheinbar drückt die negative Nachrichtenlage wegen der Corona-Krise stärker auf die Stimmung der Ölmarktteilnehmer. Außerdem hat das API gestern erstmals seit acht Wochen stetiger Rückgänge einen wenngleich nur geringen Anstieg der Rohölbestände in den USA von rund 800 Tsd. Barrel in der letzten Woche berichtet. Darüber hinaus sind laut API die US-Benzinbestände kräftig um 3,3 Mio. Barrel gestiegen, was auf einen gut versorgten Markt hindeutet. Bei der heutigen Veröffentlichung der DOE-Lagerdaten rechnet der Bloomberg-Konsens mit einem Abbau der Bestände von Rohöl um 3,9 Mio. Barrel und von Benzin um 1 Mio. Barrel. Sollten die DOE-Daten die API-Daten bestätigen und ebenfalls einen Anstieg der Rohöl- und Benzinbestände zeigen, könnte dies die Ölpreise weiter belasten.

Es gibt offenbar eine grundsätzliche Einigung zwischen den USA und Deutschland in Bezug auf die Gas-Pipeline Nord Stream 2. Diese darf nun zu Ende gebaut und in Betrieb genommen werden, wenn man das Drohpotenzial des neuen Transportweges seitens Russlands gegenüber den osteuropäischen Transitländern, allen voran die Ukraine, minimiert. Die Nachricht über den Kompromiss dürfte zum gestrigen Rückgang des EU-Gaspreises (TTF, month ahead) beigetragen haben, der vom Rekordhoch von 37 EUR je MWh unter 35 EUR gefallen ist. Aber auch damit liegt er fast zehnmal so hoch wie im Tief im letzten Jahr, wobei wir mit einer weiteren Korrektur in den nächsten Monaten rechnen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD1XJALongOil Brent FutureFaktor: 4
SD13N6ShortOil Brent FutureFaktor: -4
SD265DLongOil WTI Light FutureFaktor: 4
SD265JShortOil WTI Light FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Gold erleidet Rückschlag, Silber auf 3-Monatstief gefallen

Gold stieg gestern zunächst auf 1.825 USD je Feinunze, geriet dann aber aufgrund eines erneut festeren US-Dollar und steigender Anleiherenditen unter Druck. Der Preis fiel daraufhin am Nachmittag ca. 20 USD zurück. Von diesem Rückschlag hat sich Gold bis zum Morgen nicht erholt. Aktuell handelt es bei rund 1.810 USD. Der Anstieg der US-Anleiherenditen von 1,15% auf 1,2% reichte somit aus, die Gewinne wieder aufzuzehren. Der vorherige viel stärkere Renditerückgang hatte den Goldpreis dagegen kaum tangiert. Dass das Renditeniveau noch immer absurd niedrig ist, insbesondere im Vergleich zur aktuellen Inflation und auch zu den Inflationserwartungen, und die Realrendite basierend auf den Inflationserwartungen weiterhin deutlich unter -1% liegt, scheint zumindest momentan keine Rolle zu spielen. Der USD wird trotz des Malus einer deutlich negativen Realverzinsung aktuell als der „bessere“ sichere Hafen angesehen, wie die gestrige Entwicklung erneut verdeutlichte. Erkennbar ist dies ebenfalls am weiterhin brach liegenden Interesse der ETF-Anleger. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten auch gestern keine Zuflüsse. Silber rutschte gestern sogar auf ein 3-Monatstief von weniger als 25 USD je Feinunze ab. Heute Morgen zeigt es sich leicht erholt und handelt wieder etwas oberhalb dieser Marke. Die schwächere Preisentwicklung von Silber zeigt sich ebenfalls bei einem Blick auf das Gold/Silber-Verhältnis, das gestern auf 73 stieg, das höchste Niveau seit Ende Januar. Auch ein kräftiger ETF-Zufluss von gut 220 Tonnen, den Bloomberg für gestern vermeldete, konnte daran nichts ändern. Dieser Zufluss erfolgte allerdings schon einen Tag zuvor in den weltgrößten Silber-ETF, iShares Silver Trust, in den USA. Schwerer wiegt offenbar aktuell die Sorge vor neuerlichen wirtschaftlichen Einschränkungen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus. Davon betroffen wäre auch die industrielle Silbernachfrage, die gut die Hälfte der gesamten Nachfrage nach Silber ausmacht. Wir erachten diese Sorgen als übertrieben und rechnen mit einer baldigen Erholung des Silberpreises. Am Jahresende sehen wir Silber bei 30 USD je Feinunze.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold FutureFaktor: 6
SD3YJSShortGold FutureFaktor: -6
SD3APJLongSilver FutureFaktor: 6
SD3ALXShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Globale Aluminiumproduktion läuft weiter auf vollen Touren

Wie das International Aluminium Institute (IAI) gestern berichtete, ist die globale Aluminiumproduktion im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% auf 5,55 Mio. Tonnen gestiegen. Dies sieht auf den ersten Blick zwar wenig im Vergleich zu Mai (5,75 Mio. Tonnen) aus, der Juni hatte aber einen Arbeitstag weniger. Auf Tagesbasis (185 Tsd. Tonnen) lag die weltweite Aluminiumproduktion daher auch nur marginal unter dem Rekordwert des Vormonats. Auf die Aluminiumpreise hatten die Daten des IAI kaum Auswirkungen. An der LME in London notiert Aluminium heute Morgen bei rund 2.430 USD je Tonne. An der SHFE in Shanghai kostet die Tonne Aluminium knapp 19.000 CNY (umgerechnet 2.930 USD). Treiber der gestiegenen Aluminiumproduktion im Juni war China (+7,2%), dessen Daten vom Nationalen Statistikbüro bereits letzte Woche veröffentlicht wurden (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 15.07.). Außerhalb Chinas wurde die Aluminiumproduktion gemäß den IAI-Daten um 1% gesteigert. Zumindest der chinesische Aluminiummarkt scheint weiterhin gut versorgt zu sein, denn China hat im Juni Daten der Zollbehörde zufolge viel Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert. Die Ausfuhren hatten mit gut 454 Tsd. Tonnen den zweithöchsten Wert in diesem Jahr erreicht. Dies deutet unseres Erachtens zum einen auf eine gewisse Sättigung des heimischen Marktes hin, zum anderen spricht dies für eine solide Aluminiumnachfrage außerhalb Chinas. In Europa und in den USA sind die physischen Prämien zur unmittelbaren Lieferung von Aluminium bis zuletzt weiter gestiegen und liegen mit rund 360 USD bzw. rund 660 USD je Tonne auf Rekordniveaus. Auch die in den letzten Monaten höheren internationalen Preise (im Vergleich zur SHFE) haben Exporte wohl attraktiv gemacht. Im ersten Halbjahr hat China mit 2,62 Mio. Tonnen gut 10% mehr Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

So partizipieren Sie an der Wertentwicklung von CO2-Zertifikaten

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Diskussion über die globale Erderwärmung führt dabei immer wieder auf einen Hauptverursacher zurück: Kohlenstoffdioxid (CO2). Aber was ist CO2 genau, wie funktioniert der Handel mit Emissionsrechten und wie können Anleger in CO2-Zertifikate investieren? Hier lesen!