Rohstoffe

Konzertierte Freigabe strategischer Ölreserven

Energie: USA geben 50 Millionen Barrel Rohöl aus ihren strategischen Reserven frei

Der Brentölpreis stieg gestern um mehr als 3% auf 82 USD je Barrel. WTI verteuerte sich um gut 2% auf 78,5 USD. Dieser Preisanstieg ist auf den ersten Blick erstaunlich. Schließlich hat die US-Regierung gestern bekannt gegeben, 50 Millionen Barrel Rohöl aus den strategischen Reserven freigeben zu wollen. Das übertrifft die im Vorfeld kolportierte Menge. Die gestrige Preisreaktion kann damit erklärt werden, dass dieser Schritt seit Tagen erwartet wurde. Dieses Damoklesschwert hatte die Ölpreise zuvor deutlich fallen lassen. Neben den USA hat auch Indien die geplante Freigabe von 5 Millionen Barrel bekannt gegeben. Großbritannien will die Freigabe von 1,5 Millionen Barrel aus privaten Beständen ermöglichen, Japan bis zum Jahresende über Auktionen 4,2 Millionen Barrel. China und Südkorea, die von den USA ebenfalls angesprochen wurden, haben sich bislang noch nicht geäußert. Die für die USA im Raum stehenden 50 Millionen Barrel entsprechen einer Erhöhung des Ölangebots um 1,6 Millionen Barrel pro Tag für einen Monat und damit dem Vierfachen dessen, was die OPEC+ im kommenden Monat zusätzlich in den Markt geben will. Das noch bestehende Überangebot am Ölmarkt wäre damit verschwunden. Die OPEC+ könnte nun sogar die geplanten Produktionserhöhungen für zweieinhalb Monate aussetzen, ohne dass es zu einer Verknappung am Ölmarkt kommt. Ob die OPEC+ nun wie von Delegierten angedroht ihre Produktion tatsächlich weniger stark erhöht, wird sich beim Treffen in der nächsten Woche zeigen. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die USA die gesamte Menge überhaupt an den Markt bringen werden. Schließlich muss das von der Regierung angebotene Öl von den privaten Ölunternehmen zunächst abgenommen und dann zu einem späteren Zeitpunkt zuzüglich Zinszahlungen wieder eingeliefert werden. Wenn kein akuter Angebotsengpass besteht, werden die angesprochenen Unternehmen ohne einen zusätzlichen Anreiz von dieser Möglichkeit kaum Gebrauch machen. Es ist daher gut möglich, dass die angestrebten 50 Millionen Barrel bei weitem nicht ausgeschöpft werden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SD3358ShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Gold weiter stark unter Druck

Gold ist gestern weiter kräftig gefallen erst unter die Marke von 1.800 USD je Feinunze, danach unter die charttechnisch wichtigen 100- und 200-Tage-Linien, was den Preisrückgang wohl verstärkt hat. Im Tief notierte Gold nur etwas über 1.780 USD. Wir machen für den Rückgang in erster Linie die spekulativen Finanzinvestoren verantwortlich, die Gold offenbar gerade den Rücken kehren. Dies dürfte in der kommenden CFTC-Statistik am Freitag ersichtlich sein. Daneben sind die Anleiherenditen gestiegen (die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist auf ein 4-Wochenhoch geklettert). Der US-Dollar hat dagegen gestern nicht weiter aufgewertet. Gold in Euro gerechnet ist wieder unter die Marke von 1.600 EUR je Feinunze gefallen. Wie am Vortag wurden auch gestern die anderen Edelmetalle von Gold mit nach unten gezogen. Größter Verlierer war diesmal Platin mit zeitweise -4,5%. Heute Morgen erholen sich die Edelmetalle bis auf Silber leicht.

Globaler Platinmarkt 2021 und 2022 deutlich überversorgt

Der World Platinum Investment Council (WPIC) hat heute Morgen seinen Quartalsbericht zur Lage am globalen Platinmarkt präsentiert. Demnach weist der Markt in diesem Jahr einen Angebotsüberschuss von 769 Tausend Unzen auf. Damit hat der WPIC seine vorherige Schätzung (190 Tausend Unzen) massiv nach oben revidiert. Der Überschuss kommt laut WPIC zum einen durch eine starke Ausweitung der Produktion zustande (+24%). Im letzten Jahr stand in Südafrika eine große Verarbeitungsanlage vorübergehend still, was das Angebot stark eingeschränkt hatte. Dieser Rückstand wird in diesem Jahr aufgeholt. Zum anderen trägt die schwache Investmentnachfrage zum hohen Überschuss bei. Der WPIC setzt diese 2021 mit nur noch 225 Tausend Unzen an, 86% weniger als im Vorjahr. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll dagegen um 14% zulegen. Sie zeigt sich laut WPIC trotz der Chip-Knappheit widerstandsfähig, was daran liegt, dass mehr Material in den Katalysatoren verwendet wird, um strengere Emissionsrichtlinien zu erfüllen. Die industrielle Platinnachfrage außerhalb der Automobilindustrie soll sogar um 26% anziehen. Dies alles ist aber nicht genug, um die schwache Investmentnachfrage aufzufangen, so dass die gesamte Platinnachfrage rückläufig sein soll (-5%). Auch im nächsten Jahr soll der globale Platinmarkt deutlich überversorgt bleiben. Der WPIC setzt den erwarteten Überschuss mit 637 Tausend Unzen an. Das Angebot soll demnach weitgehend stabil bleiben, während die Nachfrage leicht um 3% steigen soll. Die Investmentnachfrage dürfte verhalten bleiben. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll hingegen weiter kräftig zulegen. Der Platinpreis hat auf den Bericht des WPIC nicht reagiert. Er erholt sich heute Morgen von seinem gestrigen Rutsch um etwa 1% auf 980 USD je Feinunze.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SF5DDVLongSilver FutureFaktor: 5
SF5DDEShortSilver FutureFaktor: -5
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Globale Stahlproduktion fällt auf 1,5-Jahrestief

Die globale Stahlproduktion ist gemäß Daten des Weltstahlverbands (WSA) im Oktober gegenüber Vorjahr um 10,6% auf 145,7 Millionen Tonnen gefallen. Dies entspricht einer Tagesproduktion von 4,7 Millionen Tonnen, was den niedrigsten Wert seit 1½ Jahren darstellt. Der Rückgang ist fast ausschließlich auf China zurückzuführen, wo die Produktion Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge um über 20% eingebrochen ist. Die chinesischen Daten waren bereits bekannt und wurden wie üblich von der WSA übernommen. In den meisten großen Produzentenländern außerhalb Chinas wurde im letzten Monat mehr Stahl hergestellt, teilweise deutlich mehr (USA +20%, Indien +14%). Da China auf der Weltbühne aber immer noch ein hohes Gewicht hat, war die Produktionsausweitung in den anderen Ländern bei weitem nicht genug, um den Rückgang in China aufzufangen. Chinas Anteil an der weltweiten Stahlproduktion ist allerdings erstmals seit März 2018 unter die Schwelle von 50% gefallen. Global betrachtet wurden in diesem Jahr bis einschließlich Oktober 1,61 Milliarden Tonnen Stahl produziert, fast 6% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Selbst wenn die Stahlproduktion für den Rest des Jahres auf dem niedrigen Oktober-Niveau verharrt, würde sie nicht nur die Corona-Delle ausbügeln, sondern auch auf ein neues Rekordhoch steigen. Neben der noch rückläufigen Produktion scheint die Nachfrage an Dynamik zu verlieren. Das auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierte Research-Institut MEPS berichtete jüngst von einem Abebben der Stahlnachfrage in China, den USA und in Europa. In Europa hätten sich demnach mittlerweile die Lieferzeiten für alle Stahlprodukte verkürzt und die Lagerbestände in der Wertschöpfungskette seien wieder aufgestockt worden. MEPS nennt explizit die Automobilindustrie, deren Aktivitäten auf einem niedrigen Niveau blieben.

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Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!