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Konservative Strategie für 2020 – Part II

Die – angesichts der weiterhin niedrigen Inflationsdaten – lockere Geldpolitik vieler Notenbanken, die IWF-Prognosen, dass die Weltkonjunktur im Jahr 2020 wieder etwas besser läuft, sowie das Teilabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China und eine Lösung beim Brexit haben die Weltaktienmärkte freundlich in das Jahr 2020 starten lassen. Unter der technischen Führung der Weltleitbörse in der New Yorker Wall Street haben sich auch in Europa die technischen Haussen an den Aktienmärkten fortgesetzt. Vor dem Hintergrund dieser Gesamtlage war zuletzt die „Konservative Strategie 2020“, ein gleichgewichteter Aktienkorb von Euro Stoxx 50-Titeln – diesmal bestehend aus Allianz, AXA, Bayer, ENI, ING und Sanofi – vorgestellt worden. Diese Titel weisen nach dem Motto „Aktien sind die besseren (Staats-)Anleihen“ jeweils die Kombination aus attraktiven Dividendenrenditen und einer ansprechenden, technischen Lage auf. Dieser gleichgewichtete Aktienkorb hat aktuell eine durchschnittliche (Brutto-)Jahresdividendenrendite 4,95%.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

AXA: Neuer, mittelfristiger Aufwärtstrend etabliert

Die französische AXA hatte von 2015 bis 2017 eine moderate relative Stärke im europäischen Versicherungssektor inne. Hierbei ergab sich – ausgehend von Kursen um €16,1 (Juli 2016) ein mittelfristiger Aufwärtstrend, der die Aktie bis auf Kurse um €27,7 Euro (Januar 2018; Widerstandszone) führte. Begleitet vom Wechsel im Top-Management und dem – vom Markt als viel zu teuer angesehenen – Zukauf von US-Aktivitäten kam es im ersten Quartal 2018 zu einem Verkaufssignal (z.B. Crossen der 200-Tage-Linie). Als Ergebnis war die moderate relative Stärke der Vorjahre schlagartig in eine ausgeprägte, relative Schwäche im Sektor umgeschlagen, und eine technische Zwischenbaisse drückte AXA bis auf ein Kurslow um €18,4 (Dezember 2018). Insgesamt kam es danach zu einer deutlichen Abschwächung des Abwärtsmomentums und AXA etablierte unterhalb der Resistance-Zone um €23,9 eine Seitwärtspendelbewegung, die den charttechnischen Charakter einer Kopf-Schulter-Kaufformation (linke Schulter bei €20,5 im Sommer 2018; Kopf bei €18,4 zum Jahreswechsel 2018/2019; rechte Schulter bei €21,2 im Sommer 2019) aufweist. Zum Jahresschluss 2019 ist AXA mit einem Kaufsignal aus dieser Formation herausgelaufen. Damit deutet sich ein technisches Kurspotential bis zur Widerstandszone um €27,7 an, wobei auch eine Aufarbeitung der relativen Schwäche (im Sektor) der letzten zwei Jahre anstehen sollte. Darüber hinaus hat AXA in den letzten 10 Jahren kontinuierlich die absolute Dividendenzahlung gesteigert, sodass aktuell eine (Brutto-)Jahresdividendenrendite von 5,5% vorliegt. Aufgrund dieser Gesamtlage wird AXA (strategischer Sicherungsstopp bei €18,0) in den Aktienkorb für die Konservative Strategie 2020 aufgenommen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ234M Long Axa Faktor: 4
CJ22BH Short Axa Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bayer: Kopf-Schulter-Kaufformation nach oben verlassen

Bayer war seit dem Start des laufenden Gesamtmarkt-Hausse-Zyklus im ersten Quartal 2009 bis zum April 2015 mit einer deutlich besseren Kursentwicklung als der EURO STOXX 50 aufgefallen, wobei die Aktie im April 2015 bei Kursen um €144,1 (neue, langfristige Resistance-Zone) ihr bisheriges All-Time-High erreicht hat. Parallel zur damals einsetzenden Gesamtmarktschwäche kam auch Bayer – begleitet von Take-Profit-Signalen – unter Druck und etablierte zunächst eine technische Korrektur. Nach der Zwischenerholung bis €121,0 (Juni 2017) kam Bayer – zusätzlich belastet durch die allgemeine Diskussion rund um die Übernahme der amerikanischen Monsanto – mit Verkaufssignalen wieder unter Druck, sodass dann zusätzlich eine mittelfristige, relative Schwäche gegenüber dem EURO STOXX 50 entstanden ist. Im Jahr 2018 mündete diese beschleunigte Baisse in einem „Sell-Off“ um €52,0 (neue, langfristige Support-Zone). Aufgrund der mittelfristig stark überverkauften Lage und der Investorenerwartung, dass Bayer eine finanziell tragbare Lösung für die laufenden US-Herausforderungen erreichen kann, war der Titel im Jahr 2019 in eine (Trading-)Kopf-Schulter-Kaufformation mit einer leicht fallenden Nackenlinie bei zuletzt €65,0 hineingelaufen. Mit dem ersten Investment-Kaufsignal (Kursetablierung oberhalb der 200-Tage-Linie; Abschluss der Trading-Bodenformation) startete die technische Aufarbeitung der jahrelangen Baisse. Zuletzt hat Bayer, die eine erwartete (Brutto-)Jahresdividendenrendite von ungefähr 3,7% aufweist, ein weiteres Investment-Kaufsignal geliefert, sodass sich als nächstes mittelfristiges, technisches Etappenziel der Bereich um €82,0 andeutet. Aufgrund dieser Gesamtlage wird Bayer mit dem strategischen Sicherungsstopp bei €51,0 mit in den diesjährigen Aktienkorb aufgenommen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU7BPR Call Bayer AG Hebel: 5,0
CL0JKR Put Bayer AG Hebel: 5,0
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Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

ING: Baisse-Trend beendet

Die niederländische ING Groep NV ist eine global tätige Finanzinstitution, die sich seit dem Jahr 2014 in einer langfristigen, breiten Seitwärtspendelbewegung befindet. Diese wird einerseits durch die gestaffelte Support-Zone von €8,0 bis €8,3 und andererseits durch die gestaffelte Resistance-Zone von €16,0 bis €16,7 begrenzt. Innerhalb dieser Seitwärtspendel­bewegung ist es zu einem Wechselspiel von mittelfristigen, technischen Hausse- und Baisse-Bewegungen gekommen. Ausgehend von Kursen um €16,7 (Januar 2018) kam auch ING – parallel zur Entwicklung im europäischen Bankensektor – mit Verkaufssignalen unter Druck und etablierte einen Baisse-Trend, der die Aktie bis zum August 2019 wieder in die langfristige Support-Zone gedrückt hat. Begleitet von der mittelfristig überverkauften Struktur kam es an dem Support-Bereich zu einer Stabilisierung. Hierbei hat ING den zweijährigen Baisse-Trend zumindest zur Seite verlassen. Damit deutet sich eine mittelfristige Stabilsierungsausweitung und – als erstes, technisches Etappenziel – der Test der weiteren Resistance-Zone um €12,1 an. Nach den vorjährigen Kursverlusten weist ING zusätzlich eine attraktive (Brutto-)Jahresdividendenrendite von 6,0% auf, wobei die Dividendenzahlungen im Regelfall zweimal im Jahr mit unterschiedlicher, absoluter Höhe vorgenommen werden. Aufgrund dieser Gesamtsituation stellt eine ING-Position, die einen strategischen Sicherungsstopp von €7,5 erhält, in diesem Jahr das antizyklische, technische Element im Aktienkorb für die Konservative Strategie 2020 dar.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0CAA Long ING Faktor: 3
CJ22AY Short ING Faktor: -3
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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