Währung

Konjunktureinbruch belastet das Pfund

Fallender US-Realzins

Die moderate USD-Schwäche gestern erhielt etwas mehr Schwung nach den US-Inflationsdaten, die einen deutlich stärkeren Preisauftrieb im Juli auswiesen als erwartet. Wie meine Kollegin an dieser Stelle gestern schon erwähnte, sollten die Zahlen aktuell aufgrund der Datenlage wohl aber nicht überinterpretiert werden. Zudem handelte es nicht um das von der US-Notenbank präferierte Inflationsmaß auf Basis der privaten Konsumausgaben. Dieses weist in der Regel eine etwas schwächere Teuerung aus als die Verbraucherpreisinflation. Insofern ist der gestern angezeigte Anstieg der Kerninflation auf 1,6% noch kein Grund zur Panik.

Interessant ist dennoch die, wenn auch nur moderate, Reaktion der USD-Wechselkurse auf die Daten. Klar, eine zu hohe Inflation ist für eine Währung schädlich. Aber eben nur dann, wenn nicht erwartet wird, dass die Notenbank auf die Inflationsrisiken mittels einer strafferen Geldpolitik reagiert. Normalerweise reagiert eine Währung aufgrund der Aussicht auf steigende Zinsen daher positiv auf höhere Inflationszahlen. Dass dies gestern beim Dollar nicht der Fall war, zeigt, dass sich der Markt hinsichtlich einer zu expansiven Geldpolitik der Fed sorgt. Diese Sorge ist zum Teil nachvollziehbar. Einige FOMC-Mitglieder haben schließlich bereits signalisiert, dass sie sich gar ein temporäres Überschießen der Inflation wünschen, um die niedrige Inflation der letzten Jahre zu kompensieren. Zudem hat die Coronakrise aus Sicht der Fed das Risiko einer zu niedrigen und nicht einer zu hohen Inflation erhöht, was alles in allem dafür spricht, dass sie die Leitzinsen wohl nicht so schnell anheben wird. Bei einer steigenden Inflation hieße das aber, dass die US-Realrendite erodiert würde, was wiederum alles andere als positiv für den Dollar wäre.

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SB2ENACallEUR/USDHebel: 7,5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Der AUD hat erstmal seine Hochs gesehen

Der AUD hat über Nacht nur kurz positiv auf die über den Erwartungen liegenden Arbeitsmarktdaten für Juli reagiert. Es wurden knapp 115.000 neue Jobs geschaffen und die Arbeitslosenquote stieg weniger als erwartet trotz eines Anstiegs der Partizipationsrate. Aber die Zahlen sollten auch nicht überinterpretiert werden. Sie zeigen in erster Linie, dass sich die Wirtschaft wie in vielen anderen Ländern auch zwar schnell aus der Krise herausarbeitet. Aber beide, Wirtschaft und damit der Arbeitsmarkt, sind trotz allem noch weit entfernt von den Vorkrisenniveaus und haben noch einen langen Weg vor sich. Außerdem dürften sich die erneuten Lockdowns im Zuge der zweiten Welle in Australien erst in den nächsten Arbeitsmarktdaten widerspiegeln. Die Vorsicht des Markts ist also gerechtfertigt und der AUD dürfte mit Niveaus um 0.7250 gegenüber dem Dollar auf kurze Sicht erst einmal seine Hochs gesehen haben.

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CL9BMUCallAUD/USDHebel: 8,6
CJ1SDXPutAUD/USDHebel: 8,2
CJ4VCNCallEUR/AUDHebel: 8,2
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Konjunktureinbruch belastet das Pfund

Das britische Pfund kam gestern nach der Veröffentlichung der BIP-Daten für das zweite Quartal unter Abwertungsdruck. Eigentlich lag die BIP-Veröffentlichung im Rahmen der Erwartungen. Allerdings sind 20% Rückgang gegenüber Vorquartal schon eine Hausnummer. Zwar müssen auch andere Länder einen starken Einbruch ihrer Wirtschaft verkraften, Großbritannien hat es aber doch noch etwas härter getroffen. Der starke Einbruch war vor allem im April zu verzeichnen, während sich die Konjunktur im Mai und Juni bereits etwas erholt hat. Grund für zu viel Optimismus besteht aber dennoch nicht. Denn in den kommenden Monaten könnte der Arbeitsmarkt stärker in Mitleidenschaft gezogen werden. Bisher hat die Regierung die Folgen der Corona-Pandemie durch das Job Retention Scheme (eine Art Kurzarbeitergeld) ein stückweit abgefedert. Dieses Programm läuft aber nun schrittweise aus. Die Zahl der Entlassungen dürfte in den kommenden Monaten steigen und die konjunkturelle Erholung dämpfen. Zudem besteht auch für Großbritannien die Gefahr einer zweiten Pandemie-Welle mit möglichen negativen Folgen für die Wirtschaft, sollte es zu erneuten Beschränkungen kommen. Und nicht zuletzt trübt das Thema Brexit die Aussichten für die britische Wirtschaft, nachdem es bislang noch keine Fortschritte in Bezug auf ein Handelsabkommen mit der EU gibt. Solange es hier keine ermutigenden Entwicklungen gibt, dürfte das Pfund unter Abwertungsdruck stehen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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CNY: Die Tagesordnung

Die halbjährliche Überprüfungssitzung zwischen den USA und China steht kurz bevor und wird sich auf den Fortschritt bei der Umsetzung des Phase-1-Handelsabkommens konzentrieren. Medien berichteten, dass die Sitzung bereits in der laufenden Woche stattfinden könnte. Insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftsbeziehungen wird diese virtuelle Sitzung wohl für die weiteren Beziehungen zwischen den USA und China bestimmend sein. Bisher stehen Themen wie die Umsetzung des Handelsabkommens und der Renminbi-Wechselkurs auf der Tagesordnung. Berichten zufolge plant China jedoch die Aufnahme weiterer Themen, wie die jüngsten Sperren von Apps chinesischer Unternehmen. Das deutet an, dass Peking seinem Unmut gegenüber Washington wohl Luft machen wird. Auch die Entscheidungsträger der USA dürften weitere Forderungen an China stellen. Die mit der Sitzung verbundenen Risiken bleiben daher hoch. Für USD-CNY bleibt die Lage auf jeden Fall unruhig.

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CJ1YD2CallEUR/CNHHebel: 8,0
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