Rohstoffe

Klima-Politik spielt OPEC in die Hände

Energie: Brentöl hat 70 USD weiter fest im Visier

Der Brentölpreis scheiterte am Freitag zum wiederholten Mal an der psychologisch wichtigen Marke von 70 USD je Barrel. Im Vorfeld des morgigen Treffens der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) präsentiert sich der Ölmarkt jedoch in einer sehr guten Verfassung. Trotz der nach wie vor vorhandenen Mobilitätseinschränkungen erholt sich die Ölnachfrage weltweit dynamisch. In den USA beginnt mit dem verlängerten Memorial Day Wochenende die sog. Sommerfahrsaison, wobei die Erstindikationen trotz der hohen Tankstellenpreise auf einen starken Start hindeuten. Daher befindet sich die OPEC+ aktuell in einer sehr angenehmen Ausgangssituation. Denn im Gegensatz zur Vergangenheit, als sich das Nicht-OPEC-Angebot ebenfalls rasch wieder erholte, dürfte die Produktionssteigerung insbesondere in der westlichen Welt recht holprig verlaufen. Zum einen verlangen die Anleger (insbesondere die der Schieferölfirmen), dass man den Fokus weg von der Expansion um jeden Preis hin zu Profitabilität, Schuldenabbau und nachhaltigem Wachstum legt. Der weitere Anstieg der Anzahl aktiver Ölbohrungen in den USA in der letzten Woche auf nun 359 bzw. den höchsten Wert seit April letzten Jahres sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese weiterhin nur rund halb so hoch ist wie noch im März 2020. Zum anderen rücken insbesondere in den letzten Wochen die Themen Klimaschutz, CO2-Emissionen und der Umbau der internationalen Ölkonzerne zu “klimaneutralen” Energieproduzenten immer stärker in den Fokus der jeweiligen Managements und Aktionäre. Dies dürfte die Investitionspläne der Konzerne schon kurzfristig massiv beeinträchtigen, wobei eine stark steigende Ölproduktion angesichts der hohen Politisierung, der Stigmatisierung fossiler Energieträger und der Sensibilisierung des Themas Umwelt- und Klimaschutz aktuell kaum vermittelbar ist. Die OPEC+ dürfte daher u.E. an ihren Plänen zur Produktionsausweitung trotz der möglichen Rückkehr der iranischen Ölexporte festhalten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD13PBLongOil Brent FutureFaktor: 5
SD3353ShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light FutureFaktor: 5
SD3357ShortOil WTI Light FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold steigt nach US-Inflationsdaten über 1.900 USD

Der Aufwärtstrend bei Gold setzt sich fort. Nachdem am Freitagabend der erneute Sprung über die Marke von 1.900 USD je Feinunze gelang, handelt der Preis am Morgen nur noch unweit eines 5-Monatshochs. Der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) überraschte am Freitag wie schon die US-Verbraucherpreise zwei Wochen zuvor nach oben, was den Goldpreis im Zuge eines festeren US-Dollar kurzzeitig belastete. Da der US-Dollar schnell wieder an Boden verlor, drehte Gold nach oben und legte letztlich deutlich zu. Denn solange die Fed auf die steigende Inflation nicht mit einer Änderung ihrer Geldpolitik reagiert, sinken die Realzinsen weiter in den negativen Bereich ab, was positiv für Gold ist. In der Fed hat gerade erst eine Diskussion darüber eingesetzt, wann man über eine Rückführung der Anleihekäufe nachdenken sollte. Bis es tatsächlich dazu kommt, wird es somit noch einige Zeit dauern, von einer ersten Zinserhöhung ganz zu schweigen. Dass man auch weiterhin nicht mit einer schnellen Richtungsänderung der US-Notenbank rechnet, zeigt ein Blick auf die US-Anleiherenditen. Diese sind nach der Veröffentlichung des PCE-Deflators wieder unter 1,6% gefallen. Das positive Umfeld für Gold lässt auch die spekulativen Finanzanleger verstärkt auf steigende Preise setzen. Deren Netto-Long-Positionen stiegen laut CFTC in der Woche zum 25. Mai auf 107 Tsd. Kontrakte, das höchste Niveau seit Anfang Januar. In den letzten vier Berichtswochen haben sich die Netto-Long-Positionen mehr als verdoppelt. Dies entspricht Käufen von umgerechnet 176 Tonnen. Die Netto-Long-Positionen sind noch nicht auf einem außergewöhnlich hohen Niveau, so dass von einer Übertreibung noch keine Rede sein kann und ein weiterer Positionsaufbau unproblematisch wäre. Auch die anderen Edelmetalle verzeichnen Preiszuwächse: Silber steigt auf 28 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis liegt allerdings kaum verändert bei 68. Platin legt auf 1.190 USD je Feinunze zu und ist damit weiterhin gut 700 USD billiger als Gold. Palladium verteuert sich auf 2.850 USD je Feinunze. Seit dem Tief Anfang letzter Woche bedeutet das einen Anstieg um mehr als 100 USD.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T54LongGold FutureFaktor: 4
SB42W8ShortGold FutureFaktor: -4
SB3T53LongSilver FutureFaktor: 4
SB37KJShortSilver FutureFaktor: -4
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
SB42XALongPalladium FutureFaktor: 4
SB3T8BShortPalladium FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Metalle vor datenarmer Woche, Bankfeiertag in UK

In Großbritannien und in den USA genießen die Händler ein langes Wochenende. Wegen eines Bankfeiertages bleibt die Londoner Metallbörse heute geschlossen und an der Comex in New York findet wegen des Memorial Day-Feiertages nur ein eingeschränkter Handel statt. Daher lohnt sich heute nur der Blick an die SHFE nach Shanghai. Und dort zeigen sich die Metallpreise wenig bewegt. Das heißt aber auch, sie verteidigen ihre hohen Niveaus. Nennenswert legen nur Stahl und an der DCE in Dalian Eisenerz zu, womit diese ihre vorherigen Verluste weiter aufholen. Neben den Feiertagen ist für die Metallpreise zumindest auf dem Papier eine ruhige Woche zu erwarten, da auch kaum Daten veröffentlicht werden. Ein wichtiger Datenpunkt wurde bereits veröffentlicht, und zwar der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in China. Dieser ist im Mai um ein Zehntel auf 51 gefallen, was im Rahmen der Erwartungen lag. Der PMI deutet auf eine Normalisierung der industriellen Aktivitäten hin und konnte die Metallpreise nicht bewegen. Mehr und mehr Unternehmen fühlen laut der Umfrage allerdings den Druck der steigenden Rohstoffpreise. Dies könnte die Gewinnmargen der Unternehmen schmälern, sollten die höheren Kosten nicht an die Endverbraucher weitergegeben werden. Werden sie allerdings durchgereicht, besteht die Gefahr, dass neben der Produzentenpreisinflationauch die Verbraucherpreisinflation anzieht. Morgen wird der von Caixin erhobene PMI bekannt gegeben, für den im Gegensatz zum offiziellen PMI kleinere und mittlere sowie private Unternehmen befragt werden. Aber auch für diesen wird kaum eine Veränderung zum Vormonat erwartet. Gleiches gilt für den ISM-Index in den USA, der ebenfalls morgen veröffentlicht wird.

Positive Perspektiven für den deutschen Aktienmarkt

Trotz aller Risiken wie der Inflationsdebatte, Covid-19 oder hoher Bewertung, deretwegen es an den Aktienmärkten holprig werden könnte, ist der grundsätzliche Aufwärtstrend intakt. Lesen Sie hier, wie die weiteren Aussichten für den deutschen Aktienmarkt sind.