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Keine Entwarnung vom US-Arbeitsmarkt

Keine Entwarnung vom US-Arbeitsmarkt

Der EUR-USD-Wechselkurs hat sich in der Handelsspanne von 1,01-1,03 festgesetzt. Nach oben begrenzt die Sorge vor einer europäischen Energiekriese die Risikobereitschaft der Handelnden, nach unten die Befürchtung einer deutlichen Abkühlung der US-Wirtschaft und einer dann zu erwartenden Kehrtwende der US-Geldpolitik.

Der heutige US-Arbeitsmarkt für Juli ist nach der Fed-Sitzung und den US-Wachstumszahlen nun das nächste Großereignis, dass das Potenzial hat EUR-USD aus seinem Seitwärtshandel hinauszukatapultieren.

Dabei stellt erstaunlicherweise ein zu guter Arbeitsmarkt die Fed vor Herausforderungen. Denn während beispielsweise das BIP-Wachstum bereits eine Abkühlung der US-Wirtschaft mutmaßlich auch aufgrund der bisherigen Zinserhöhungen signalisiert, halten sich die Bremsspuren am Arbeitsmarkt noch in Grenzen.

Der anhaltend enge Arbeitsmarkt befeuert stattdessen das Lohnwachstum und konterkariert damit die Bemühungen der Fed die Inflation einzudämmen. Dabei ist Vorsicht geboten! Die im heutigen Bericht veröffentlichten Durchschnittslöhne zeigen tatsächlich eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Andere,weniger störungsanfällige Lohnindikatoren verzeichnen aber weiterhin einen deutlichen Anstieg (siehe Abbildung 1) und unterstreichen damit das anhaltende Risiko einer Lohn-Preis-Spirale. Die Lohninflation müsste wohl noch deutlich sinken bevor die Fed davon ausgehen kann, dass auch die Inflation nachhaltig auf ihr 2%-Ziel zurückfällt.

Es dürfte also ein Zusammenspiel aus einer Vielzahl von Arbeitsmarktkomponenten, wie soliden Stellenzuwächsen und stabiler Arbeitslosenquote, sein, die die USD-Stimmung heute bestimmen werden. Je besser das Gesamtbild des Arbeitsmarktes, desto wahrscheinlicher wird, dass die Fed noch deutlich stärker an der Zinsschraube drehen muss, bis sie die geforderten “stichhaltigen Belege” sieht, dass die Inflation nachhaltig fällt.

Nun dürften sich die USD-Gewinne zwar in Grenzen halten, solange sich nichts an dem grundsätzlichen Bild ändert, dass die Fed im kommenden Jahr aufgrund zunehmenden realwirtschaftlichen Gegenwindes (und einer günstigen Inflationsdynamik) ihren Leitzins wieder senken wird. Doch je deutlicher sich die Fed trotz des aktuellen Umfeldes zu weiteren Zinserhöhungen verpflichtet, desto eher könnte der Markt diesen längerfristigen Ausblick hinterfragen oder anpassen. Und davon könnte der US Dollar zumindest vorübergehend profitieren.

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CAD: Erste Bremsspuren am Arbeitsmarkt?

Die hohe und weiter steigende Inflation wie auch die aggressiven Leitzinserhöhungen der Bank of Canada zeigen Wirkung. So signalisieren die monatlichen Daten zum Bruttoinlandsprodukt seit Februar eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik. Wenngleich die Wirtschaft im Vergleich zu den USA, die in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres geschrumpft ist, besser dasteht – die kanadische Wirtschaft dürfte nach den bislang vorliegenden Daten auch im zweiten Quartal zugelegt haben –, sind Rezessionssorgen auch für Kanada ein Thema.

Bei den heute anstehenden Arbeitsmarktdaten für Juli dürfte der Markt daher darauf fokussieren, ob hier bereits deutlichere Bremsspuren erkennbar sind. Wir gehen nicht davon aus, denn der Arbeitsmarkt reagiert üblicherweise nachlaufend.

Auch bei den von Bloomberg befragten Analysten erwartet nur eine knappe Mehrheit, dass die auf ein Rekordtief von 4,9% gesunkene Arbeitslosenquote leicht auf 5% anzieht. Immerhin sechs von 14 rechnen mit einer gleichbleibendenQuote. Für die Beschäftigung erwartet der Konsens eine Zunahme um 15 Tsd., womit der überraschende Rückgang im Juni um rund 43 Tsd. teilweise kompensiert würde.

Sollten die heutigen Arbeitsmarktdaten entgegen unseren Erwartungen überraschend schwach ausfallen, dürfte dies den Zinserhöhungserwartungen hinsichtlich der BoC einen Dämpfer verpassen und den Loonie belasten. Umgekehrt könnte ein überraschend starker Arbeitsmarktbericht die Zinsfantasien und damit den CAD zumindest kurzzeitig beflügeln.

Am Markt scheint derzeit gemäß den OIS-basierten Zinserwartungen für September ein weiterer 50-Basispunkte Schritt der BoC weitgehend eingepreist. Dies entspricht auch unseren Erwartungen.

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BoE-Entscheidung weckt Erinnerungen an die Fed

Die Bank of England hat auf den verschlechterten Inflationsausblick reagiert und gestern ihren Leitzins um 50 statt wie bisher 25 Basispunkte angehoben. Den Devisenmarkt konnte sie jedoch nicht beeindrucken. Obwohl BoE-Governeur Andrew Bailey betonte, alles daranzusetzen, die Inflation wieder auf ihr Ziel zurückzuführen, wertete das Pfund initial ab.

Diese Reaktion weckt Erinnerungen an die USD-Bewegung nach der letzten Fed-Sitzung. Und tatsächlich ist der Ausblick ähnlich. Die BoE musste gestern ihren Wachstumsausblick noch einmal deutlich nach unten korrigieren und erwartet nun ab Jahresende eine länger anhaltende Rezession.

Angesichts dessen geht der Markt davon aus, dass die BoE schon im kommenden Jahr wieder die Zinsen senken wird (Abbildung 2). Das begrenzt den GBP-positiven Effekt aktueller Zinserhöhungen.

Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich. Denn während sich die Rezessionsrisiken in den USA vor allem aus der strafferen Geldpolitik ergeben, trüben im UK vor allem auch exogene Faktoren – insbesondere der Ukraine-Krieg, eine mögliche Energiekrise in Europa und der anhaltende Gegenwind vom Brexit – den konjunkturellen Ausblick. Das erschwert der BoE die Arbeit und begrenzt das Aufwertungspotenzial des Pfundes.

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