Währung

Kein langer Zinssenkungszyklus in den USA

USD: War’s das etwa schon? Einen langen Zinssenkungszyklus wollte Fed Chair Jerome Powell gestern nicht ankündigen. Die Wirtschaft sei gesund, die Senkung um 25 Basispunkte auf 2,00-2,25% sei eine “Versicherung” gegen Wachstumsschwäche. Denn der Ausblick für die US Wirtschaft sei weiterhin positiv, die Abwärtsrisiken kämen laut Powell von außen. Außerdem sind natürlich die niedrige Inflation und die Sorgen rund um den globalen Handelsstreit zwei weitere Gründe für die Zinssenkung. Zwei FOMC Mitglieder, Esther George (Kansas City Fed) und Eric Rosenren (Boston Fed) votierten sogar für unveränderte Zinsen. Hängen blieben in erster Linie die Worte Powells in der Pressekonferenz: “Es ist nicht der Anfang einer langen Serie von Zinssenkungen. Ich sagte nicht, es ist nur eine Zinssenkung”. Salopp gesagt: wir schauen mal, wie es weiter geht mit der globalen und heimischen Wirtschaft, bevor wir vielleicht noch einmal senken.

Die Zinssenkungserwartungen im Markt waren in letzter Zeit ja sowieso schon deutlich gefallen. Die Tatsache, dass die Fed die gestrige Zinssenkung als eine Anpassung in der Mitte des Zyklus (“mid-cycle adjustment”) und nicht als den Beginn eines langen Zinssenkungszyklus sieht, beflügelt den US Dollar, am US Aktienmarkt hingegen herrscht entsprechend trübe Stimmung. Dass der US Präsident jetzt gegen Powell wettert, er habe die USA im Stich gelassen, war zu erwarten und lässt den Markt kalt. Schließlich hat die Fed bewiesen, dass sie sich nicht von präsidialen Wünschen leiten lässt. Wichtiger werden zukünftig die US Konjunkturdaten sowie die Entwicklungen im Handelsstreit sein. Denn sie geben Hinweise darauf, ob seitens der Fed noch mehr kommt oder nicht. Entsprechend empfindlich wird der Dollar zukünftig auf sie reagieren, aber kurzfristig erst einmal im Aufwind bleiben.

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GBP: Die Bewegungen im Pund zu Wochenbeginn deuten ja schon an, was ihm blühen könnte, sollte es am Ende wirklich zu einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen kommen. Und sie verdeutlichen einmal mehr, wie stark der Brexit-Prozess und damit Boris Johnson die Bank of England (BoE) im Würgegriff hat. Im Inflationsbericht vom Mai hatte die BoE noch versucht, die Märkte davon zu überzeugen, dass die Zinsen steigen könnten. Das dürfte auf der BoE-Sitzung heute und im neuen Inflationsbericht kein Thema mehr sein. Der Markt sieht sowieso schon Zinssenkungen auf einen Zeithorizont von einem dreiviertel Jahr. Da der Brexit ein erhebliches Risiko für Wirtschaft und Währung bedeutet, muss die BoE einfach abwarten, wie es weitergeht und welche Verhandlungstaktik Johnson fährt. Denn kollabierte das Pfund im Falle eines No-Deals, könnten Zinserhöhungen zur Stützung der Währung und zur Verhinderung eines Inflationsschocks notwendig sein. Andererseits könnte ein Wirtschaftseinbruch infolge des No-Deals wiederum Zinssenkungen notwendig machen. Die BoE kann derzeit lediglich Szenarien und ihre eigenen möglichen Reaktionsfunktionen darauf skizzieren. Bis zum Datum des Austritts wird die BoE zwar ihre Prognosen für Wachstum und Inflation weiterhin veröffentlichen, aber, wie MPC-Mitglied Michael Saunders selbst zugab, könnten diese aufgrund der Brexit-Risiken „möglicherweise nicht der wichtigste Treiber“ für die Zinsentscheidung sein. Es macht sicherlich Sinn, den eventuellen Umgang der BoE mit den möglichen Brexit-Konsequenzen zu verfolgen. Aber bis das leidige Thema vom Tisch ist, sind ihr sowieso die Hände gebunden und wird für das Pfund aus der Geldpolitik kein Stimulus kommen. Dafür wird BoJo sorgen.

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CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CV0V4A Short EUR/GBP Faktor: -10
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NOK: Die NOK hatte schon am Dienstag unter schwachen Zahlen zum Einzelhandel im Juni gelitten. Schließlich sieht der Markt bei schlechten Konjunkturdaten sinkende Chancen auf eine weitere Zinsanhebung durch die Norges Bank. Wichtig ist aber neben dem Konsum, wie es in der Industrie läuft. Hier kann der Einkaufsmanagerindex für Juli, der heute veröffentlicht wird, Hinweise liefern. Bislang bewegt er sich zwar noch komfortabel über der 50-Marke und hat damit dem Index der Eurozone, der schon länger im Kontraktionsbereich liegt, einiges voraus. Aber auch in Norwegen ist der PMI seit einigen Monaten kontinuierlich gesunken. Rutscht er unter die 50-Marke und signalisiert Wachstumsschwäche in der Industrie, könnte die Norges Bank ihre Zinsanhebungspläne zeitlich weiter nach hinten verschieben oder gar ganz aufgeben. Ein schwacher PMI wird entsprechend auf der NOK lasten und EUR-NOK noch weiter nach oben schieben.

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CU2XMJ Long EUR/NOK Faktor: 10
CE9MCU Short EUR/NOK Faktor: -10
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