Währung

Jahresstart 2021: Der Dollar bleibt schwach

Der Dollar bleibt schwach

Da hat EUR-USD in den letzten Handelstagen des alten Jahres sogar noch die Marke von 1,23 geknackt. Auch wenn sich der Wechselkurs am Donnerstag nicht auf diesem Niveau halten konnte und in den Bereich nur knapp über 1,22 zurückfiel, zeigt doch die Marktbewegung heute Morgen zur Eröffnung in Asien, dass diese EUR-Stärke keineswegs ein Jahresendeffekt war, sondern dass Europas Gemeinschaftswährung durchaus Potenzial für nachhaltigen Auftrieb gegenüber dem Greenback hat. Was freilich eher an der US-Währung als am Euro liegen dürfte.

Was zu den US-Präsidentschaftswahlen noch als utopisch klang, ist jetzt ein realistisches Szenario geworden: dass die Demokraten sich morgen beide Senats-Sitze bei den Stichwahlen in Georgia holen könnten. Der Devisenmarkt schaut darauf, weil ein Doppelsieg der demokratischen Kandidaten ihrer Partei auch die Kontrolle des Senats einbringen könnte. Bislang galt für die USA die Faustformel, dass die unterschiedlichen Mehrheiten in Senat und Kongress eine expansive Fiskalpolitik erschwerten. Klar, in aussergewöhnlichen Zeiten rauft man sich zusammen (wie letzte Woche bei der Verabschiedung des nächsten Corona-Fiskalpaketes), doch würde ein republikanischer Senat auf Sicht der nächsten vier Jahre ein demokratisches Politik-Programm wohl erheblich torpedieren – und damit die Fiskalpolitik restriktiver ausfallen lassen. Eine demokratische “Trifeca” (Weißes Haus und beide Kongress-Kammern) hingegen würde den Demokraten die Chance eröffnen, mittels expansiver Fiskalpolitik ihre politischen Vorstellungen umzusetzen.

Dass der Devisenmarkt das mit USD-Schwäche quittiert, heißt keinesfalls, dass er grundsätzlich restriktive Fiskalpolitik präferiert oder gar einen parteipolitischen Bias hätte. Im Gegenteil. Da expansive Fiskalpolitik wachstumsförderlich ist und da ein hohes Pro-Kopf-BIP einer Volkswirtschaft ihrer Währung guttut, ist expansive Fiskalpolitik (wenn sie nicht allzu exzessiv ausfällt) an sich sogar eher förderlich für die jeweilige Währung. Nur halt momentan nicht. Peu à peu klettern die Markterwartungen für die US-Inflation nach oben, während gleichzeitig die US-Notenbank Fed glaubhaft dargelegt hat, dass sie einer inflationären Entwicklung nicht mit höheren Zinsen entgegentreten würde. Der Ausblick auf eine mittelfristig expansive Fiskalpolitik (auch über die Corona-Phase hinaus) würde die Inflationserwartungen des Marktes weiter untermauern und damit den Dollar weiter ankratzen.

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Enttäuschend geringe GBP-Erholung

Gerade vor Jahresende hat’s der EUR-GBP-Wechselkurs dann doch noch geschafft, unter die Marke von 0,90 zu rutschen. Nach dem Brexit-Deal vom Heiligabend war das aber auch das Mindeste, was man vom Pfund erwarten durfte! Klar, es mag einige langsame Marktteilnehmer geben, die erst jetzt aus den Feuertagen zurückkehren und damit auch erst jetzt beginnen, ihre GBP-Absicherungen abzubauen. Das mag der britischen Währung in den nächsten Tagen noch etwas Unterstützung geben. Andererseits:

  • Wer langfristig orientiert ist, könnte sich mit fortbestehender GBP-Absicherung auch weiterhin ganz wohl fühlen. Dass britische Assets nun zum großen Renner werden, da das Königreich sich “von den Fesseln Brüssels befreit hat” glaubt heute (so scheint mir) nur noch eine verschwindend kleine Minderheit der Marktteilnehmer und -Beobachter. Bei langfristig orientierten Marktteilnehmern dürfte eher die Sorge überwiegen, dass der Brexit den Anfang eines neuerlichen wirtschaftlichen Niedergangs der UK-Volkswirtschaft markiert.
  • Es mag auch viele Marktteilnehmer geben, die darauf gesetzt haben, dass das Pfund nach überstandener Brexit-Klippe weitaus deutlicher zulegt. Je länger die wirklich große GBP-Rallye nun aber ausbleibt, desto eher könnten auch die kapitulieren.

Alles in allem: Ich bin der letzte, der dem Pfund nicht noch mehr kurzfristiges Erholungspotenzial zugesteht. Schließlich hatten wir Mitte Dezember (ausgehend von der Annahme, dass es nicht zu einem harten Brexit kommt) EUR-GBP Potenzial bis 0,87 zugestanden. Aber schon damals haben wir solch niedrige GBP-Kurse als nicht nachhaltig angesehen. Chapeau einem Devisenmarkt, der auf die Falle der umschifften Brexit-Klippe nicht hereinfällt!

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Neue Gewichtung des CNY-Währungskorbs

Das China Foreign Exchange Trade System (CFETS) senkt die Gewichtung des US-Dollars im offiziellen CNY-Korb das zweite Jahr in Folge. Im neuen Korb wird die Gewichtung des US-Dollars um über zwei Prozentpunkte auf 18,79% verringert. Gleichzeitig wurde die EUR-Gewichtung das zweite Jahr in Folge auf nunmehr 18,15% angehoben. Die Entscheidungsträger erklärten, dass die Anpassung die Handelsdynamik widerspiegelt. Dies veranschaulicht wachsende Handelsströme zwischen der EU und China, während das Handelsvolumen zwischen den USA und China nachgibt. Die Anpassung deutet an, dass sich EUR-Kursschwankungen zukünftig stärker auf den CNY-Index auswirken werden, während der US-Dollar-Einfluss etwas nachgeben wird.

Außerdem gab Chinas privater Caixin-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe überraschend von 54,9 Punkten im Vormonat auf 53,0 Punkte im Dezember nach. Da zuletzt sowohl die amtlichen als auch die privaten PMIs gesunken sind, verlangsamt sich die Wachstumsdynamik wohl insgesamt.

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