Rohstoffe

Ist der Silber-Spuk vorbei?

Energie: Brentölpreis nimmt Kurs auf 11-Monatshoch

Der Brentölpreis steigt am Morgen über 57 USD je Barrel und nähert sich damit wieder dem 11-Monatshoch von Mitte Januar. Für Rückenwind sorgen freundliche Aktienmärkte, Konjunkturoptimismus und die hohe Förderdisziplin der “OPEC+”-Gruppe. Wie wir bereits gestern berichtet hatten, war die OPEC-Ölproduktion im Januar weniger stark gestiegen als erwartet. Auch wenn dies größtenteils auf Sonderfaktoren wie unfreiwillige Produktionsausfälle in Nigeria zurückzuführen war, wurde diese Nachricht positiv vom Markt aufgenommen. Denn auch ohne diese Umstände lag die Umsetzung der Produktionskürzung bis auf wenige Ausnahmen bei rund 100%. Russland erhöhte seine Ölproduktion laut Daten des Energieministeriums im Januar um 120 Tsd. auf 10,16 Mio. Barrel pro Tag. Gemäß “OPEC+”-Vereinbarung hätte Russland seine Produktion um 125 Tsd. Barrel pro Tag erhöhen können. Zudem sind in den genannten Zahlen Kondensate enthalten, die bei den Produktionskürzungen nicht mitzählen. Die für die Kürzungen maßgebliche Rohölproduktion ist somit vermutlich noch etwas weniger gestiegen. Das ebenfalls zum “OPEC+”-Abkommen zählende Kasachstan berichtete für Januar sogar einen Rückgang der Ölproduktion um 2% auf 1,384 Mio. Barrel pro Tag. Grund hierfür waren zwischenzeitliche Unterbrechungen bei der Stromversorgung, die mittlerweile wieder behoben sind. Ursprünglich wollte das Land seine Ölproduktion im letzten Monat im Einklang mit dem Abkommen auf 1,417 Mio. Barrel pro Tag erhöhen. Sowohl Russland als auch Kasachstan wurde beim “OPEC+”-Treffen Anfang Januar erlaubt, die Ölproduktion auch im Februar weiter graduell zu erhöhen. Die US-Energiebehörde berichtete unterdessen einen Anstieg der US-Ölproduktion im November auf 11,124 Mio. Barrel pro Tag. Verglichen mit der aktuellen EIA-Projektion für das laufende Jahr würde die Produktion damit bis Ende 2021 kaum noch nennenswert steigen. Angesichts der bis zuletzt weiter steigenden Bohraktivität könnte sich diese Prognose aber als zu pessimistisch erweisen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Ist der Silber-Spuk vorbei?

Nachdem der Silberpreis gestern die psychologisch wichtige Marke von 30 USD je Feinunze kurzzeitig überschritten hat, ist er wieder gefallen und notiert heute sogar unter 28 USD. Offensichtlich erwies sich der Silbermarkt für manch einen Privatanleger schwieriger zu “knacken” als manche Aktien. Dafür gibt es wohl mehrere Gründe: Zum einen ist der Terminmarkt bei Silber recht groß und liquide, was ihn weniger anfällig für spekulative “Angriffe” macht. Der Angriff selbst war außerdem nicht so stark und koordiniert wie bei den betroffenen Aktien. Viele Privatanleger haben den Sinn des Angriffs angezweifelt und zu Recht darauf hingewiesen, dass die “bösen” Hedge Fonds am Silbermarkt im Gegenteil zu den Aktien auf steigende und nicht fallende Preise setzen würden. In der Tat sind die Großanleger bei Silber per Saldo positiv gestimmt und halten seit eh und je recht hohe Netto-Long-Positionen, d.h. Überschüsse an Long-Kontrakten. Daher ist das Potenzial für die Eindeckungen von Leerverkäufen sehr begrenzt. Bei manchen Silberaktien mag es anders gewesen sein, weshalb diese im Zuge des Silberpreissprungs auch meist deutlich stärker zugelegt haben. Doch für den synchronen großflächigen Angriff am Futures-Markt selbst, auf Silber-Aktien und am physischen Markt reichte das Pulver der Privatanleger zumindest vorerst nicht aus. Den größten “Erfolg” hat u.E. der Weg über die Silber-ETFs versprochen, wobei allein am Freitag der iShares Silver Trust einen Rekordzufluss von 1.070 Tonnen meldete. Zum Vergleich liegt die weltweite Produktionsmenge bei weniger als 75 Tonnen täglich. Zwar könnte auch der kurzfristige Preisanstieg gepaart mit einer höheren Volatilität einige industrielle Kunden verscheuchen. Doch letztendlich dürfte der mittel- bis langfristige Effekt der jüngsten Aktion positiv für den Silberpreis sein. Denn sie hat die Attraktivität von Silber als Anlagemetall deutlich gemacht, wobei viele neue Marktteilnehmer den Silbermarkt für sich entdeckt haben. Auch hat sie die Preise für Gold und Silber in den letzten Tagen unterstützt, die trotz eines stärkeren US-Dollar zulegten. Eine höhere Risikowahrnehmung der Anleger wegen möglicher Blasenbildung und höherer Schwankungen am Aktien- oder Rohstoffmarkt dürfte den Goldpreis auch langfristig unterstützen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold FutureFaktor: 6
SB3T6TShortGold FutureFaktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SD3ALYShortSilver FutureFaktor: -6
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Industriemetalle: Chilenische Kupferproduktion trotzt Corona

Kupfer & Co. zeigen sich stabil und handeln weitgehend seitwärts. Bei vielen Metallen ist der Aufwärtstrend der letzten Monate zwar ins Stocken geraten, bis auf wenige Ausnahmen hat es bislang aber auch noch keine nachhaltige Korrektur gegeben. So wurden die Metallpreise gestern nicht groß vom schwächeren ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA beeinflusst, der im Januar stärker als erwartet gefallen ist. Insbesondere die Auftragskomponente war schwach. Der Kupferpreis notiert heute Morgen bei rund 7.800 USD je Tonne auf einem unseres Erachtens noch immer hohen Niveau. Wie die chilenische Statistikbehörde INE mitteilte, ist die Kupferproduktion in Chile im Dezember zwar im Jahresvergleich um 8,7% auf 507 Tsd. Tonnen gefallen. Dies war aber dennoch der höchste Monatswert im letzten Jahr. Zudem wurde im Dezember 2019 eine nahezu rekordhohe Menge Kupfer produziert. INE führt den Rückgang neben niedrigeren Metallgehalten in den Erzen auf schwierigere Abbaubedingungen zurück. Die Gesamtjahresproduktion lag mit 5,8 Mio. Tonnen trotz der Corona-bedingten Einschränkungen nur 0,7% unter Vorjahr. Obwohl aufgeschobene Investitionen während der Corona-Phase im letzten Jahr die Produktion in den kommenden Quartalen beeinträchtigen könnte, schaut die chilenische Kupferkommission Cochilco zuversichtlich in die Zukunft: Die Produktion soll laut ihrer Einschätzung in diesem Jahr ein Rekordhoch erreichen und 2022 weiter auf 6,1 Mio. Tonnen steigen. Auch für den globalen Kupfermarkt zeigt sich Cochilco optimistisch: Dank einer starken Angebotsausweitung in diesem und im nächsten Jahr (+3,7% bzw. +5%), die das Nachfragewachstum übertrifft (+3% bzw. +2,8%), soll 2021 das Angebotsdefizit schrumpfen und der Markt 2022 in einen Überschuss drehen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!