Währung

Ist der Brexit der Befreiungsschlag für den Euro?

GBP – Endspurt bei den Brexit-Verhandlungen, aber was macht das britische Parlament?

Endspurt bei den Brexit-Verhandungen! Von beiden Seiten, EU und Großbritannien, ist zu vernehmen, dass es wohl heute noch zu einem Deal kommen könnte. Es gibt angeblich nur noch einige kleine Details zu klären, beispielsweise die Frage der Mehrwertsteuerregelung. Am Ende wird aber wohl eher eine Art politische Erklärung als ein ausformulierter Text stehen, denn dafür braucht es laut EU-Kreisen noch ein paar Wochen mehr Zeit.

Im Großen und Ganzen basiert die Einigung laut Presseberichten auf der jüngsten Idee einer regulatorischen und Zollgrenze in der irischen See, wobei Nordirland im Zollgebiet Großbritanniens bliebe, aber die EU-Regeln zu Zöllen und Quoten befolge. Außerdem habe das Nordirische Parlament nach vier Jahren Übergangsperiode ein Zustimmungsrecht. Boris Johnson wiederum habe akzeptiert, dass ein eventuelles Freihandelsabkommen mit der EU darauf basieren wird, dass die Regelungen und Standards der EU (insbesondere in Sachen Umwelt, Steuern, Arbeitnehmerrechten) eingehalten werden – eine wichtige Forderung der EU.

Die Chancen für eine Einigung stehen offensichtlich gut. Danach geht es in erster Linie darum, ob das britische Parlament diesem Deal am Samstag zustimmen wird. Denn das ist nicht sicher, da Johnson im Parlament keine Mehrheit hat und von Kritikern bemängelt werden könnte, dass noch kein vollständig ausformulierter Text zum Deal vorliegt. Außerdem war die Idee einer Art Zollpartnerschaft bereits unter Theresa May in der Diskussion und wurde von dieser damals vehement abgelehnt. Johnson bemüht sich in diesen Stunden angeblich um die Zustimmung der nordirischen DUP, nachdem er einige harte Brexiteers hinter sich scharen konnte, diese scheint sich aber noch zu zieren.

Das Happy End ist in greifbarer Nähe und das Pfund im Höhenflug. Hoffen wir, dass in den kommenden Stunden eine Einigung steht, und hoffen wir auf ein vernünftiges britisches Parlament, damit am Ende des Monats der weiche Brexit Realität wird und das Pfund nicht zum Ikarus mutiert.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CU54Y5 Short EUR/GBP Faktor: -10
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

EUR/USD – Ist der Brexit der Befreiungsschlag für den Euro?

Aktuell ist der Brexit der hauptsächliche Treiber am Devisenmarkt, der Dollar ist nur Beifahrer. Interessant ist dabei zu sehen, dass EUR-USD auf die Hoffnung, es könne zu einem Deal zwischen Großbritannien und der EU kommen, bereits am Dienstag wieder über 1,10 sprang und auch gestern ordentlich Auftrieb erhielt, so dass wir heute früh um die 1,1080 handeln. Ganz offensichtlich war die Sorge am Devisenmarkt erheblich, dass ein harter Brexit die Wirtschaft der Eurozone über den Abgrund in den Rezessionsgraben stürzen könnte, was den Euro belastete. Gleichzeitig hat die Annäherung zwischen den USA und China mit der Chance auf einen Mini-Deal die Angst davor, dass es auf Handelsebene zum Schlimmsten zwischen den beiden Kontrahenten kommen könnte, zu einem Aufatmen am Devisenmarkt und zu Dollarverkäufen geführt.

Die US-Daten der jüngsten Vergangenheit waren tendenziell eher enttäuschend, aber es gibt keine Anzeichen für eine drohende Rezession. Der Markt erwartet sowieso, dass die Fed Ende des Monats den Leitzins weiter senkt, um die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft abzufedern, weshalb weder aktuelle Datenveröffentlichungen noch Aussagen von FOMC-Mitgliedern den Markt sehr beeindrucken. Unterm Strich bleibt sowieso festzustellen, dass die Fed die aktivere Zentralbank im Vergleich zur EZB ist, selbst wenn diese im Frühjahr noch einmal nachlegen sollte, was eher für einen schwächeren Dollar spricht. Dabei könnte sich die Brexit-Last, die lange auf den Schultern des Euro ruhte, jetzt als Befreiungsschlag entpuppen und zu dauerhaft höheren EUR-USD Notierungen führen.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
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CAD – Inflation kein Problem für die Bank of Canada

Die Inflation war und ist kein Problem für die Bank of Canada (BoC), wie die Daten zum September gestern untermauerten. Sowohl die Gesamtrate als auch die Kernrate liegen komfortabel in der Mitte des Zielbands von 1-3%. Größtes Risiko ist nach wie vor der Handelsstreit zwischen den USA und China. Zwar blieb die BoC im September bei ihrer neutralen Haltung, hörte sich aber angesichts der globalen Risiken schon deutlich vorsichtiger an. Auf ihrer Sitzung Ende Oktober wird sie ihre neuen Prognosen veröffentlichen und sicherlich erneut auf diese Risiken hinweisen. Da sich aber eine gewisse Entspannung im Handelsstreit abzeichnet, dürfte die BoC nur langsam von ihrer neutralen Haltung abrücken und erst Anfang nächsten Jahres den Leitzins senken. Diesen Schritt wird sie dann vermutlich als präventiven Schritt verkaufen, um die möglichen Abwärtsrisiken für die Wirtschaft abzufedern. Da die Fed aber die deutlich aktivere Notenbank als die BoC ist, dürfte der CAD mittelfristig gegenüber dem USD moderat aufwerten können.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLW Long EUR/CAD Faktor: 10
CU54YU Short EUR/CAD Faktor: -10
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SEK – Heute bitte keine bösen Überraschungen!

Eine derart böse Überraschung wünscht sich heute keiner: im August sprang die Arbeitslosenquote in Schweden auf 7,1% (saisonbereinigt sogar auf 7,4%) und schockierte die Anleger, nachdem der Einkaufsmanagerindex für September auch schon eingebrochen war. War die hohe Arbeitslosenquote im August nur ein Ausreißer? Ansonsten könnte es eng werden für die Riksbank, die nach wie vor eine restriktive Haltung fährt. Schon Anfang September hatte sich die schwedische Zentralbank etwas vorsichtiger angehört und ihren Zinspfad am langen Ende gesenkt. Allerdings blieb sie restriktiv und signalisierte wie zuvor eine weitere Zinserhöhung für Ende des Jahres oder Anfang kommenden Jahres. Zumindest die Inflationszahlen für September stützten diese Haltung. Ob dies ausreichen wird, sich in Zeiten des ungewissen Brexits und des ungelösten Handelskonfliktes dauerhaft dem globalen Trend in Richtung niedrigere Zinsen zu entziehen, ist unsicher. Unseres Erachtens wird die Riksbank ihre Zinserhöhungspläne letztlich aufgeben müssen. Zumal auch in Schweden die Inflationserwartungen zuletzt wieder gesunken sind. Die SEK kann aber nicht von der zur EZB vergleichsweise restriktiveren Haltung der Riksbank profitieren. Die globalen Faktoren (Risikostimmung, Brexit) dominieren nach wie vor den EUR-SEK-Kurs und machen der Krone das Leben schwer. Insofern dürften auch positive Arbeitsmarktdaten der SEK heute nur kurzfristig unter die Arme greifen können.

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CU2XMM Long EUR/SEK Faktor: 5
CU54ZN Short EUR/SEK Faktor: -5
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