Währung

Inflationssorgen lassen Volatilität ansteigen – jetzt kommt Bewegung in die Märkte!

Kommt sie nun die Inflation? Das scheint zumindest die Angst zu sein, die sich langsam in die Köpfe einiger Investoren einschleicht. Am Devisenmarkt lassen sich die Sorgen des Marktes insbesondere an den vom Optionsmarkt eingepreisten Wechselkursvolatilitäten ablesen, die jüngst nun doch spürbar angezogen haben. Diese waren in den letzten Jahren in der Tendenz eher gefallen und hatten zuletzt sogar nahe ihrer historischen Tiefs notiert. Schuld war die anhaltend expansive Geldpolitik. Selbst die Notenbanken, die damit begonnen hatten, ihre Geldpolitik zu normalisieren, taten dies im Schneckentempo. Der Markt wurde darauf konditioniert, mit keinen größeren und plötzlichen Änderungen der Zinsen und damit der Wechselkurse zu rechnen. Bestes Beispiel: Die US-Notenbank. Zu Beginn des Zinserhöhungszyklus hatte der Markt noch mit einem recht hohen Zinserhöhungstempo gerechnet – so wie man es nun einmal aus früheren Zyklen kannte. Doch mit der Zeit musste er seine Erwartungen kontinuierlich nach unten revidieren, da die Fed die Zinsen weitaus langsamer anhob als vom Markt (und von ihr selber) angenommen. Der Grund für das vorsichtige Vorgehen war wiederum die enttäuschend schwache Inflationsentwicklung, die für viele der Notenbanker unerklärlich war (und bis jetzt wohl noch zum Großteil ist). Trotzdem zeigte sich die Fed zuversichtlich und signalisierte, dass sie ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzen werde. Nur wurde dies vom Markt zwischenzeitlich deutlich angezweifelt. Erst ab Herbst letzten Jahres schien sich die Meinung zu wandeln und sowohl die Inflations- als auch Zinserwartungen zogen langsam an. Jetzt droht die Stimmung am Markt allerdings zu kippen und es wird befürchtet, dass die Inflation viel zu schnell kommt, woraufhin die Fed damit beginnen müsste, ihre Zinsen aggressiv nach oben zu schrauben.

Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass es so schlimm kommen wird. Zum einen hat die Fed in den letzten Jahren bewiesen, dass sie größere Verwerfungen an den Finanzmärkten möglichst vermeiden möchte, zu denen es zweifellos kommen würde, wenn sie plötzlich beginnen würde, ihre Zinsen hochzureißen. Und zum anderen wird sie nach Jahren der zu niedrigen Inflation mit einer zeitweise zu hohen Inflation vermutlich gar nicht so unglücklich sein. Gleichzeitig befürchte ich, dass die Inflationsängste am Markt nicht so schnell verfliegen werden. Dazu müssten schon eine Reihe von Indikatoren in der nächsten Zeit in die gegenteilige Richtung weisen. Insofern würden ich mich darauf einstellen, dass die Wechselkursvolatilitäten zunächst auf höheren Niveaus verharren oder sogar noch weiter anziehen könnten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CV43JZ Long EUR/USD Faktor: 5
CD910C Short EUR/USD Faktor: -5

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