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Inflationsdruck zwingt Notenbanken zum Handeln

Der Preisdruck hat in den Industrieländern massiv zugenommen. Der starke Energiepreisanstieg und Lieferengpässe haben in erster Linie dazu geführt. In den USA stieg die Inflationsrate im Jahresvergleich (J/J) im November auf 6,8 Prozent, den höchsten Stand seit 1982. Im Euroraum erhöhte sich die Inflationsrate zuletzt auf 4,9 Prozent J/J und in Großbritannien auf 5,1 Prozent J/J. Nur Japan scheint relativ wenig davon betroffen zu sein. Dort betrug die Inflationsrate im Oktober gerade einmal 0,1 Prozent J/J.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Fed will nächstes Jahr Leitzinsen anheben
Die US-Notenbank hat in der letzten Sitzung beschlossen, das Volumen ihrer monatlichen Anleihenkäufe sogar um 30 Mrd. US-Dollar pro Monat zu senken, statt wie bisher nur um 15 Mrd. US-Dollar. Die Fed würde bei Beibehaltung des Tempos der Reduzierung bereits im März 2022 die Käufe einstellen. Gleichzeitig gab sie ein klares Signal für Zinserhöhungen im nächsten Jahr. Kein einziges Fed-Mitglied geht jetzt noch von unveränderten Leitzinsen im nächsten Jahr aus.

In der Pressekonferenz sagte Fed-Chef Powell, dass die Wirtschaft in robustem Tempo wachse und der Arbeitsmarkt sich weiter gut zum Ziel Vollbeschäftigung erhole. Daher und wegen der höheren Inflationsraten sei eine Straffung der Geldpolitik angezeigt. Ein mögliches Abwärtsrisiko sei aber der weitere Verlauf der Pandemie.

Die Fed wird den Leitzins noch solange unverändert bei 0,00 bis 0,25 Prozent halten, bis auch das Ziel Vollbeschäftigung erreicht ist, was im nächsten Jahr zu erwarten ist. Das beschleunigte Ende der Anleihekäufe macht den Weg für mehrere Zinserhöhungen im nächsten Jahr frei. Wir rechnen mit der ersten Zinsanhebung im Frühjahr nächsten Jahres und erwarten drei Zinsschritte.

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EZB: keine Zinserhöhung im nächsten Jahr
In der letzten Sitzung in diesem Jahr hat die EZB wie angekündigt beschlossen, das Corona-Kaufprogramm PEPP Ende März 2022 zu beenden. Bei Bedarf kann es jedoch jederzeit wieder aufgenommen werden. Um den Wegfall zu lindern, werden die Wertpapierkäufe des laufenden Kaufprogramms APP temporär erhöht. So wird im 2. Quartal das Ankaufvolumen von 20 Mrd. auf 40 Mrd. Euro erhöht, im 3. Quartal werden 30 Mrd. Euro angepeilt. Ab Oktober 2022 wird es wieder 20 Mrd. Euro betragen. Die Reinvestitionen der auslaufenden Anleihen sollen sehr flexibel hinsichtlich Laufzeit und Rating sein. Dabei hat EZB-Präsidentin Lagarde angedeutet, die fälligen Mittel des PEPP in Richtung griechischer Staatsanleihen umzulenken, falls griechische Anleihen unter Druck kämen. Da die EZB das APP-Kaufprogramm mindestens bis Ende 2022 fortsetzen wird und sie die Leitzinsen erst nach einem Ende der Nettokäufe erhöhen will, ist eine Leitzinserhöhung in 2022 faktisch vom Tisch, was auch Lagarde betonte. Damit setzt sich die EZB klar von der US-Notenbank ab, die den Start eines Zinserhöhungszyklus ab Mitte nächsten Jahres in Aussicht stellt. Wir rechnen mit der ersten EZB-Zinserhöhung erst im Sommer 2023.

Die EZB hat ihre Inflationsprojektionen deutlich angehoben. So rechnet sie im Durchschnitt mit einem Preisanstieg von 3,2 Prozent im nächsten Jahr. Im September lag die Projektion noch bei 1,7 Prozent. Für 2023 und 2024 werden jeweils 1,8 Prozent erwartet. EZB-Chefin Lagarde betonte aber, dass sich die Inflationsprognose hauptsächlich wegen des Energiepreisanstiegs erhöht hätte und sie weiterhin erwarten, dass im Verlauf von 2022 die Inflationsraten zurückgehen werden.

Die EZB bleibt also sehr entspannt, führt die Wertpapierkäufe sehr langsam zurück und erhöht die Zinsen sehr spät.

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Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Renditeausblick
Die Notenbanken haben zu handeln begonnen. Es ist klar, dass Maßnahmen gegen Inflationsrisiken jetzt an der Spitze der Tagesordnung der Notenbanken stehen. Andererseits bleibt die Unsicherheit wegen der Pandemie noch längere Zeit hoch. Den Notenbanken ist aber inzwischen bewusst, dass die massive Liquiditätszufuhr wegen Corona nicht aufrechterhalten werden kann und der Verbraucherpreisanstieg in der aktuellen Höhe zwar wieder zurückgehen dürfte, er aber höher bleiben wird als noch vor der Pandemie.

Was bedeutet das für die Staatsanleiherenditen der Industrieländer? Wenn die Virusvariante Omikron die Wirtschaft nur zwischenzeitlich belastet, dürften die Renditen tendenziell nach oben gehen. Schließlich werden die Anleihekäufe von den Notenbanken zurückgefahren. Die Notenbanknachfrage geht also zurück. Gleichzeitig werden von einigen Notenbanken die Leitzinsen erhöht. Wir gehen davon aus, dass die Renditekurven flacher werden. Dies ist bereits in den USA und Großbritannien zu sehen. Die Renditen längerer Laufzeiten dürften nur begrenzt ansteigen, da die Marktteilnehmer honorieren, dass die Notenbanken aktiv werden. Durch die weiterhin expansive Geldpolitik und Anleihekäufe der Notenbanken bleiben Staatsanleiherenditen fundamental zu niedrig. Die EZB dürfte dafür sorgen, dass die Bundrenditen überwiegend negativ bleiben. Im Jahresverlauf 2022 rechnen wir damit, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen wieder in den positiven Bereich ansteigen dürften.

Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!