Währung

Impf- und Stimulushoffnungen: Dollar und US-Renditen im Aufwind

Dollar und US-Renditen im Aufwind

Angetrieben durch Impfhoffnungen und der Aussicht auf noch ein weiteres Fiskalpaket kletterten die US-Renditen gestern weiter nach oben und verliehen dem US-Dollar Auftrieb. So hat die Biden-Regierung eine Beschleunigung der Impfkampagne angekündigt und plant heute zudem Details ihres nächsten Billionen-Pakets zu enthüllen. Im Gegensatz zu den jüngst beschlossenen Finanzhilfen, die hauptsächlich zur Linderung der Folgen der Coronakrise dienten, will der US-Präsident mit den neuen Maßnahmen Punkte seiner längerfristigen Agenda angehen. Darunter fallen Investitionen in die Infrastruktur mit Fokus auf den Klimaschutz als auch in Bildung und Soziales. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Gesampaket in voraussichtlich zwei Einzelpakete zerlegt wird, was die Chancen für eine Verabschiedung im US-Kongress erhöhen sollte. Der Widerstand seitens der Opposition dürfte jedoch groß und somit die Wahrscheinlichkeit gering sein, dass das geplante Paket in vollem Umfang umgesetzt werden kann. Der Markt scheint nichtsdestoweniger darauf zu setzen, dass zumindest ein Teil durchgewunken werden kann, was also dafür spricht, dass die US-Wirtschaft weiteren Rückenwind erhalten wird. Von diesen rosigen Wirtschaftsaussichten kann auch der US-Dollar profitieren.

Doch Vorsicht ist angebracht: Es ist weniger der Ausgabenteil, der bei den Republikanern für Widerstand sorgt, sondern vielmehr der Finanzierungsteil, der Steuererhöhungen für Unternehmen und Vermögende vorsieht. Sollte vor allem letzteres blockiert werden, könnte es teuer werden, zumal der Bundeshaushalt durch den über das vergangene Jahr beschlossenen massiven fiskalischen Stimulus bereits erheblich belastet ist. Zumindest teilweise dürfte der Anstieg der US-Renditen also auch fiskalische Risiken widerspiegeln, die den US-Dollar wiederum belasten sollten. Noch überwiegt der Konjunkturoptimismus und damit der Dollar-positive Aspekt der Fiskalpläne, doch ob das so bleibt, dürfte auch davon abhängen, ob sich der Markt davon überzeugen lässt, dass die geplanten Investitionen das längerfristige Wachstumspotenzial der USA erhöhen könnten. Vor diesem Hintergrund sollte daher ein besonderes Augenmerk auf die Details der Pläne gerichtet werden.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB2EM7CallEUR/USDHebel: 8,6
CJ4U2QPutEUR/USDHebel: 7,7
SB2EN3CallEUR/USDHebel: 19,2
SD9C26PutEUR/USDHebel: 20,1
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Wie lang hält die Freude der BoJ?

Von den Inflationsängsten, die in den USA derzeit grassieren, kann die japanische Notenbank nur träumen. Entsprechend bemühte sich die Bank of Japan vor wenigen Wochen im Rahmen ihrer geldpolitischen Prüfung, klarzumachen, dass sie gedenkt, noch lange Zeit an einer expansiven Geldpolitik festzuhalten. Die Änderungen, die sie beschloss, dienten lediglich dazu, die Flexibilität und Nachhaltigkeit ihrer Maßnahmen zu erhöhen. Und siehe da: Die Nachricht scheint am Markt angekommen zu sein. Der JPY hat sich seither weiter deutlich gegenüber dem USD abgeschwächt. Unter den G10-Währungen hat nur die schwedische Krone seit Monatsanfang ähnlich stark an Wert verloren. Dennoch: Die Freude der japanischen Notenbanker dürfte nicht ewig währen. Denn der USD-JPY-Anstieg ist nicht nur auf JPY-Schwäche, sondern zu einem erheblichen Teil auch auf einen stärkeren US-Dollar zurückzuführen. Der wesentliche Treiber der Dollar-Stärke ist wiederum die Hoffnung auf US-Zinserhöhungen womöglich noch im nächsten Jahr. Doch soweit dürfte es unserer Ansicht nach nicht kommen. Die Inflation wird zwar steigen, aber nicht so weit, dass die US-Notenbank hierrauf frühzeitig mit einer Erhöhung ihrer Zinsen reagiert. Klar, auch die BoJ wird ihre Zinsen nicht erhöhen. Aber: Unsere Ökonomen rechnen zwar nicht mit einem nachhaltigen Überschießen der US-Inflation, aber immerhin mit einem Anstieg auf nahe 2%, wohingegen die Teuerung in Japan weiter nur knapp über der 0%-Marke rumkrebsen dürfte. Dieser Inflationsunterschied bei unveränderten Zinsen sowie eine Abwärtskorrektur der US-Zinserwartungen sollte USD-JPY längerfristig wieder gen Süden drücken.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ61ZLCallEUR/JPYHebel: 5,7
SD9PD8PutEUR/JPYHebel: 5,8
CJ8M64CallUSD/JPYHebel 6,7
SD8NTFPutUSD/JPYHebel: 6,3
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CNY: Einkaufsmanagerindizes dürften nicht helfen

Die heute Morgen veröffentlichten amtlichen chinesischen Einkaufsmanagerindizes belegen eine erhebliche Verbesserung im März. Das zeigt, dass die Konjunktur nach den Einschränkungen während der Feiertage zum chinesischen Mondneujahr wieder in Fahrt kommt. Bedeutend ist vor allem, dass der Dienstleistungssektor im März auf 56,3 Zähler kletterte (zuvor: 51,4). Das legt den Schluss nahe, dass sich die Dienstleistungssektoren infolge einer erfolgreichen Virusbekämpfung rasch erholen. Allerdings wird die Aufhellung des Stimmungsindikators der chinesischen Währung derzeit wohl nicht helfen – insbesondere vor dem allgemeinen Hintergrund einer Dollar-Stärke. Im spezifischen Fall Chinas haben die Beziehungen zwischen den USA und China auch die Stimmung in Bezug auf CNY-Vermögenswerte belastet, da der Markt erkannt hat, wie viel Instabilität und Unsicherheit im Zuge dieser geopolitischen Spannungen verbleibt. Tatsächlich hat die chinesische Währung seit Mitte Februar bereits Federn gelassen, und derzeit scheint es, als ob die 6,60-Marke für USD-CNY in Sichtweite rückt.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CU8907CallEUR/CNHHebel: 11,2
CJ4VFXPutEUR/CNHHebel: 11,0
CU97XBCallUSD/CNHHebel: 12,5
CJ4U8TPutUSD/CNHHebel: 13,3
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.