Rohstoffe

Immenser Rohstoffhunger Chinas im letzten Jahr

Energie: Fallende chinesische Rohölimporte mahnen zu Vorsicht

Im Dezember hat China mit 38,5 Mio. Tonnen bzw. umgerechnet 9,1 Mio. Barrel täglich so wenig Rohöl eingeführt wie seit September 2018 nicht mehr. Die Importe sind im Vergleich zum Vormonat um fast 18% bzw. um 15,4% zum Vorjahr gefallen. Nicht nur die schon ausgeschöpfte Importquote seitens einiger unabhängiger Raffinerien war für den starken Rückgang verantwortlich, sondern auch die gigantischen Einfuhren zwischen Mai und September. Dabei hat sich China sowohl den scharfen Corona-bedingten Preisrückgang als auch den Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland im April/Mai zunutze gemacht, wobei Saudi-Arabien seinen Kunden großzügige “Rabatte” eingeräumt hat, um die Position Russlands zu schwächen und es wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen. Im Zuge dieser opportunistischen Käufe sind die Juni-Öllieferungen nach China im Jahresvergleich um 34,4% auf einen Rekordwert von umgerechnet fast 13 Mio. Barrel täglich gestiegen. Deshalb beliefen sich die Rohölimporte Chinas im Gesamtjahr 2020 auf umgerechnet 10,86 Mio. Barrel täglich, ebenfalls ein Rekordniveau und ein Anstieg um 7% gegenüber dem Vorjahr. Es ist durchaus möglich, dass genauso wie bei den Industriemetallen die chinesischen Händler und Raffinerien Rohöl teils zwecks strategischer Lagerhaltung, teils aus spekulativen Gründen über den eigenen Bedarf hinaus importiert haben, und sich die Importe in diesem Jahr daher verlangsamen.

Laut dem US-Energieministerium DOE sind die US-Rohölimporte in der letzten Woche stark gestiegen und die Exporte gleichzeitig zurückgegangen. Nichtsdestotrotz sind die US-Rohölbestände abermals um 3,25 Mio. Barrel gefallen. Man sollte dies jedoch nicht als Zeichen einer starken Nachfrage überinterpretieren. Denn die Benzinnachfrage blieb auch in der letzten Woche mit 7,5 Mio. Barrel täglich schwach, wodurch die Benzinbestände in den USA laut DOE stärker als erwartet um 4,4 Mio. Barrel anwuchsen. Auch der Anstieg der Destillatebestände war mit 4,8 Mio. Barrel stärker als erwartet. Insgesamt bleiben wir zum Ölpreis mittelfristig skeptisch gestimmt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold aktuell wenig gefragt

Gold fällt am Morgen auf 1.840 USD je Feinunze und handelt damit im Bereich der 200-Tage-Linie. Ein Rutsch darunter könnte weitere spekulative Verkäufe auslösen. Nach oben scheint Gold bei 1.860 USD gedeckelt. An dieser Marke scheiterte der Preis zuletzt wiederholt. Gestern kam es erstmals in diesem Jahr auch zu stärkeren ETF-Abflüssen von rund 10 Tonnen, die sich größtenteils auf den SPDR Gold Trust in den USA konzentrierten. Offensichtlich haben sich institutionelle Investoren in nennenswertem Ausmaß aus Gold zurückgezogen. Die zuvor veröffentlichten US-Inflationszahlen haben dazu kaum Anlass gegeben. Denn diese wiesen im Dezember im Monatsvergleich einen merklich zunehmenden Preisdruck aus. Die Inflationsrate insgesamt stieg auf 1,4% und die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel verharrte bei 1,6%. Beides liegt damit noch immer höher als die zuletzt gestiegenen Nominalrenditen. Mit anderen Worten, der Realzins in den USA ist weiterhin negativ. Heute Abend will der künftige US-Präsident Biden Details zu seinen Plänen für die Ankurbelung der US-Wirtschaft bekanntgeben. US-Medien berichten von einem Konjunkturpaket in Höhe von 2 Bio. USD. Dies wird die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben und spricht zudem für eine weiter steigende Inflation. Da die US-Notenbank darauf nicht mit zeitnahen Zinserhöhungen reagieren wird, wie Fed-Vize Clarida gerade erst wieder klargemacht hat und damit den Bemerkungen eines regionalen Fed-Präsidenten widersprach, werden die Realzinsen stärker in den negativen Bereich abrutschen. Wir gehen deshalb weiterhin von einem steigenden Goldpreis aus, auch wenn sich dies zeitlich etwas nach hinten verschieben dürfte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Rekordhohe chinesische Kupfer- und Eisenerzimporte 2020

Die chinesische Zollbehörde hat heute Morgen die Handelsstatistik für Dezember veröffentlicht. Insgesamt betrachtet sind sowohl die Importe als auch die Exporte stärker gestiegen als erwartet. Da das Plus bei den Exporten deutlich größer war als bei den Importen, hat sich der Handelsbilanzüberschuss ausgeweitet. Die hohen Importe deuten auf anhaltend viele Käufe Chinas auf dem Weltmarkt hin. Die gestiegenen Exporte sprechen für eine weitere Wirtschaftserholung in Ländern außerhalb Chinas. Die hohen Importe spiegeln sich auch bei den Rohstoffen wider: Zwar hat China im Dezember mit 512 Tsd. Tonnen die geringste Menge unverarbeitetes Kupfer seit sieben Monaten eingeführt. Im Gesamtjahr 2020 summierten sich die Kupferimporte aber auf ein Rekordhoch von 6,68 Mio. Tonnen. Sie lagen damit 34% über dem Vorjahresniveau. China hatte im Frühjahr die im Zuge der Corona-Pandemie niedrigen Kupferpreise genutzt und opportunistisch viel Material gekauft, das in den Sommermonaten geliefert wurde. Durch die hohen Importe hat China sicherlich dem Kupferpreis im letzten Jahr Auftrieb gegeben. Wir gehen davon aus, dass China über Bedarf Kupfer gekauft hat, so dass die Importdynamik in diesem Jahr gepaart mit den hohen Preisen nachlassen sollte. Die Importe von Kupfererz und -konzentrat haben 2020 mit 21,77 Mio. Tonnen fast das Rekordniveau aus dem Vorjahr erreicht. Ähnlich wie bei Kupfer sieht es bei Eisenerz aus: Im Dezember hat China mit 96,75 Mio. Tonnen zwar so wenig Eisenerz wie im Mai eingeführt, im Gesamtjahr 2020 waren die Eisenerzimporte mit 1,17 Mrd. Tonnen aber rekordhoch. Dies war bereits das fünfte Jahr in Folge, in dem China mehr als 1 Mrd. Tonnen Eisenerz eingeführt hat. Die hohen Eisenerzimporte stehen in Zusammenhang mit der stetig steigenden Stahlproduktion Chinas. Nächste Woche wird das Nationale Statistikbüro wohl ausweisen, dass China im letzten Jahr so viel Stahl wie nie zuvor produziert hat.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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