Währung

Hoffnungen auf einen Brexit-Deal werden begraben

USD – US-Handelskrieg löst Stimmungsschwankungen am Markt und im Dollar aus:

Der Markt schwankt zwischen der Entscheidung, ob der Handelskrieg zwischen den USA und China gut oder schlecht für den Dollar ist. Seit gestern tendiert er eher zu ersterem. In den Tagen zuvor war das noch anders. Da stand die zunehmende US-Wachstumsschwäche nach einer Reihe enttäuschender US-Daten sowie Spekulationen auf Zinssenkungen der Fed im Fokus, was den Dollar unter Druck gebracht hatte. Der Treiber ist jedoch letztendlich der Gleiche: Der Handelskrieg. Zumindest ist es die einhellige Meinung am Markt, dass dieser für die schwache US-Konjunktur verantwortlich ist. Warum profitiert der US-Dollar nun, da das Risiko steigt, dass der Konflikt erneut eskaliert?

Offensichtlich unterscheidet der Markt zwischen zwei unterschiedlichen Szenarien. Eines, in dem der Handelskrieg vor allem die US-Wirtschaft schwächt, und eines in dem er die globale Weltwirtschaft in eine Rezession stürzt. In beiden Fällen geht der Markt davon aus, dass die Fed ihre Geldpolitik lockern würde. Darauf deuten zumindest die seit einigen Tagen wieder fallenden US-Zinserwartungen hin und auch die heute Abend anstehenden FOMC-Minutes dürften diese These des Marktes stützen. Im ersten Fall ist dies eine klare Belastung für den US-Dollar, im zweiten profitiert die Währung. Mein Chef Ulrich Leuchtmann erklärte diese unterschiedlichen Reaktionen kürzlich anhand zweier ökonomischer Theorien: Der monetären Wechselkurstheorie sowie der Portfolio-Theorie der Wechselkurse. Im ersten Fall scheint am Markt die Denkweise der monetären Wechselkurstheorie zu dominieren, d.h. die Tatsache, dass der Zinsvorteil des US-Dollars deutlicher als in anderen Währungsräumen schrumpft. Im zweiten Fall dominiert dagegen die Portfolio-Theorie, nach der die Fed durch ihren vergleichsweise großen Zinssenkungsspielraum die US-Wirtschaft vor einer Rezession bewahren kann, womit die USA konjunkturell besser dastehen würden.

Die Frage ist also letztendlich, wie weitreichend die Auswirkungen der US-Handelskonflikte sind. Unsere Volkswirte sind nach wie vor optimistisch, dass eine globale Rezession vermieden werden kann. Und daher bleiben wir auch dabei, mittelfristig auf einen schwächeren Dollar zu setzen.

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GBP – Hoffnungen auf einen Brexit-Deal werden begraben:

Einige Marktteilnehmer hatten offensichtlich bis zuletzt nicht die Hoffnung aufgegeben, dass sich die britische Regierung und die EU auf ein Austrittsabkommen bis zum EU-Gipfel in knapp zwei Wochen einigen können. Doch die gestrigen Nachrichten aus Brüssel und London haben wohl auch die hartgesottensten Optimisten aufgeben lassen. Demnach soll die deutsche Kanzlerin ihrem britischen Pendant, Boris Johnson, unmissverständlich kommuniziert haben, dass nicht akzeptiert würde, dass Nordirland die EU-Zollunion verlasse, weshalb sein Vorschlag zur Vermeidung einer inner-irischen Grenze nicht annehmbar sei. Die britische Regierung und insbesondere ihre Unterstützer, die nordirische DUP, ließen daraufhin verlauten, dass angesichts dieser Voraussetzung eine Einigung nahezu unmöglich sei.

Das Pfund gab gestern daraufhin deutlich nach, jedoch nicht so deutlich, dass man annehmen könnte, dass der Markt nun mehrheitlich auf einen No-Deal Brexit setzt. Dafür notiert EUR-GBP noch zu weit weg von seinen diesjährigen Hochs. Das dürfte in erster Linie daran liegen, dass der Markt, auch der Teil, der bisher mit einem Abkommen gerechnet hatte, auf eine weitere Verschiebung des Brexit-Termins setzt. Immerhin hatte das britische Parlament genau für diesen Fall, dass die Verhandlungen scheitern, ein Gesetz verabschiedet, das die Regierung verpflichtet, Brüssel um eine Verschiebung zu bitten. Die alles entscheidende Frage ist, ob sich die britische Regierung – wie vom Markt angenommen – tatsächlich dem Willen des Parlaments beugt und einen Aufschub beantragt. Auch wenn Johnson verbal zumindest noch an seinem Versprechen, den EU-Austritt am 31. Oktober zu vollziehen, festhält, der Markt scheint ihm nicht zuzutrauen, ausdrücklich gegen das Gesetz zu verstoßen. Das ist jedoch alles andere als sicher. Ein Restrisiko für einen ungeordneten Brexit und damit einhergehend ein erhebliches Abwärtsrisiko für das Pfund bleibt zweifellos bestehen.

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CNY: Ein Sandkorn zu viel im Getriebe:

Den Handelsgesprächen am Donnerstag und Freitag geht ein Tick zu viel Reibung voraus. Wesentliche Durchbrüche wurden von den Verhandlungen ohnehin nicht erwartet. Allerdings bestand die Hoffnung auf gewisse Fortschritte, nachdem sich beide Seiten auf eine Fortsetzung der Gespräche geeinigt hatten. Die bereits komplizierten Verhandlungen werden inzwischen durch weitere Konfliktfelder belastet. Ein Beispiel sind die jüngsten Spannungen, nachdem die USA ein Einreiseverbot für China-Funktionäre angekündigt und dieses mit den Verhaftungen in Westchina begründet hatten. Hinzu kommen die 28 chinesischen Unternehmen, denen die USA aufgrund angeblicher Menschenrechtsverletzungen den Import von US-Gütern untersagt haben. Gleichzeitig sieht sich die US-Basketball-Profiliga NBA in China harscher Kritik ausgesetzt. Die Märkte bleiben mit Blick auf potenzielle Vergeltungsmaßnahmen Chinas in Alarmbereitschaft. All das spricht kaum für eine Entspannung im Handelskonflikt, geschweige denn eine Aufwertung des Renminbis (CNY). Tatsächlich wird schon jetzt kolportiert, dass China die Handelsgespräche verkürzen könnte. Indes scheint die chinesische Zentralbank (PBoC) angesichts dieser Unsicherheitsfaktoren um Stabilität bemüht und entschied sich heute für ein stabiles Fixing von USD-CNY bei 7,0728. USD-CNY verharrt unter der 7,15er-Marke und bleibt damit unter dem Hoch von knapp unter 7,20 Anfang September.

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HUF: Forint leidet unter steigender Kerninflation:

Nachdem der Verbraucherpreisindex (VPI) für September eine merkliche Beschleunigung der Basisinflation belegte, ging der Forint gegenüber Vergleichswährungen wie dem polnischen Zloty erneut auf Talfahrt. Zwar erreichte der Gesamt-VPI im September das Zielband der Zentralbank, doch war dies den Nahrungsmittel- und Energiepreisen geschuldet. Für die Kerninflation bevorzugen die Währungshüter als Kennzahl die steuerbereinigte Kerninflation. Diese schoss über das Ziel hinaus und stieg auf 3,4%, nachdem sie seit Mai deutlich zurückgegangen war. Während sich die Inflationsdynamik derzeit in der gesamten Eurozone abschwächt, steigt die ungarische Teuerung infolge währungsbedingter Ausstrahlungseffekte, die einer unerwartet hohen Abwertung seit August geschuldet sind. Und da die Zentralbank ihre geldpolitische Haltung trotz dieser Inflationsbeschleunigung nicht ändern dürfte, führt die hohe Teuerung allmählich zu einer Art Teufelskreis. Dabei senkt die höhere Inflation den Realzins und lässt den Forint weiter abwerten. Das wiederum erhöht die Teuerung. Wir erwarten, dass die Forint-Schwäche noch einige Monate anhält, bis externe Deflationskräfte die währungsbedingten Ausstrahlungseffekte überlagern und die Inflation wieder nachlässt.

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