Rohstoffe

Höhenflug der Metallpreise hält an

Energie: Ölpreise weiter seitwärts

Der Brentölpreis befindet sich seit Ende Februar in einem relativ engen Handelsband zwischen 62 und 66 USD je Barrel. Unterstützt wird der Preis vor allem durch die Angebotsseite. Neben der guten Förderdisziplin der OPEC+ sind auch die jüngsten Produktionsausfälle in Libyen zu nennen. Dort ist die Produktion kurzfristig wegen finanzieller Engpässe einer Tochtergesellschaft der staatlichen Ölfirma NOC um 280 Tsd. Barrel täglich gesunken. Dies dürfte demnächst jedoch wieder gelöst werden. Auch die Anleger haben die Ölpreise zuletzt unterstützt, wobei deren Netto-Long-Positionen bei Brent an der ICE in der Woche zum 20. April um 12 Tsd. auf 302,5 Tsd. Kontrakte ausgeweitet wurden. Doch von der Nachfrageseite nimmt der Markt aktuell eher Hiobsbotschaften aus Indien und Japan wahr, wo die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark gestiegen ist und deshalb größere Mobilitätseinschränkungen beschlossen wurden. Beide Länder zählen zu den weltweit größten Rohölimporteuren. Deshalb wiegen die belastenden Nachrichten heute Morgen trotz eines ansonsten günstigen Umfeldes – der US-Dollar bleibt schwach und die Aktienmärkte freundlich – schwerer. Die Ölpreise fallen daher um jeweils 1%. Ein weiterer Belastungsfaktor dürfte auch die zunehmende Erkenntnis sein, dass die USA in den kommenden Jahren eine Wende weg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien vollziehen werden. US-Präsident Joe Biden versprach letzte Woche beim virtuellen Klimagipfel, an dem 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teilnahmen, dass die USA ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um über 50% ggü. 2005 reduzieren werden. Die USA sind nach wie vor das mit Abstand weltgrößte Ölverbrauchsland. Wir schätzen die Effekte der neuen Energiepolitik in den USA auf der Verbraucherseite deutlich stärker als auf der Produktionsseite, wo künftig mit mehr Einschränkungen und weniger staatlicher Unterstützung zu rechnen ist. Das wird längerfristig eher belastend für den Ölpreis.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UPYLongOil Brent FutureFaktor: 15
SD4JHTShortOil Brent FutureFaktor: -15
SD5B7SLongOil WTI Light FutureFaktor: 15
SD5CRLShortOil WTI Light FutureFaktor: -15
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold scheitert an 1.800 USD-Marke, Palladium erstmals über 2.900 USD

Gold startet wenig verändert bei knapp 1.780 USD je Feinunze in die neue Handelswoche. Am Freitag war es beim Versuch gescheitert, die Marke von 1.800 USD zu erreichen und im Anschluss daran unter Druck geraten, womit es auch sämtliche vorherige Wochengewinne wieder abgeben musste. Eine Rolle dabei spielte auch ein Anstieg der US-Anleiherenditen nach der Veröffentlichung robuster US-Konjunkturdaten. Dass der EUR-USD-Wechselkurs heute auf über 1,21 steigt, geht an Gold zumindest bislang spurlos vorbei. In dieser Woche steht die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt des Marktinteresses. Eine neue Ausrichtung der Geldpolitik ist nicht zu erwarten. Spielt Fed-Chef Powell auf der anschließenden Pressekonferenz den jüngsten Inflationsanstieg erneut herunter, könnte Gold davon profitieren. Denn damit würde sich der Eindruck verfestigen, dass die Fed ein Überhitzen der Wirtschaft in Kauf nehmen wird und hinter die Kurve zu fallen droht. Später in der Woche veröffentlicht der World Gold Council noch seinen Bericht zur Goldnachfrage im ersten Quartal. Während die ETF-Nachfrage mit Abflüssen von knapp 180 Tonnen bekannt ist, könnte es bei den anderen Nachfragekomponenten Überraschungen geben.

Am Freitag stieg der Palladiumpreis erstmals über die Marke von 2.900 USD je Feinunze, wenn auch nur kurzzeitig. Rückenwind erhält der Preis von der Aussicht auf ein erneutes Angebotsdefizit, dem dann zehnten in Folge. Dieses wird durch eine robuste Nachfrage aus der Automobilindustrie wegen strengerer Emissionsvorschriften für Autos mit Verbrennungsmotoren und einem eingeschränkten Angebot verursacht. Letzteres hängt mit mangelnden Investitionen in Südafrika und Angebotsausfällen in Russland zusammen, auch wenn diese etwas geringer ausfallen als zunächst gedacht. Ein weiterer Preisanstieg auf 3.000 USD ist daher wahrscheinlich. Darüber dürfte die Luft allerdings dünn werden, da die Bereitschaft der Automobilhersteller zunehmen wird, Palladium durch das deutlich preiswertere Platin zu ersetzen, wo dies technisch möglich ist. Zudem führt die Knappheit an Chips derzeit zu Einschränkungen bei der Automobilproduktion, was die Nachfrage nach Palladium vorübergehend bremsen könnte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5ULongGold FutureFaktor: 3
SB3T9SShortGold FutureFaktor: -3
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
SB3T5GLongPlatinum FutureFaktor: 3
SB3T9QShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Höhenflug hält an, Frühjahrstagungen im Blickpunkt

Die Industriemetalle setzen zu Beginn der neuen Handelswoche ihren Höhenflug fort: Kupfer steigt auf 9.700 USD je Tonne, den höchsten Stand seit fast 10 Jahren. Das Allzeithoch von Februar 2011 ist jetzt nur noch rund 500 USD entfernt. Kupfer profitiert weiter von der nach wie vor sehr optimistischen Stimmung an den Finanzmärkten. Zudem hat das spekulative Kaufinteresse wieder zugenommen. Die spekulativen Finanzinvestoren haben laut CFTC-Statistik in der Woche zum 20. April ihre Netto-Long-Positionen um 17% ausgeweitet. Mittlerweile dürften sie höher sein. Daneben wird Kupfer weiterhin von den Dekarbonisierungsplänen in vielen Ländern nach oben gezogen. Und zu guter Letzt wollen heute in Chile Hafenarbeiter streiken, was den Export von Kupfer dort kurzfristig beeinträchtigen könnte. Aluminium nähert sich der Marke von 2.400 USD je Tonne und handelt damit auf einem 3-Jahreshoch. Eisenerz wiederum hat mit fast 190 USD je Tonne ein Allzeithoch seit Beginn des Futures-Handels im Jahr 2013 erreicht. Es profitiert von der rekordhohen globalen Stahlproduktion, die der Weltstahlverband letzte Woche für März berichtet hatte.

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Frühjahrstagungen der International Study Groups. Diese kommen virtuell zusammen, um über die Lage und die Aussichten an verschiedenen Metallmärkten zu beraten. Am Ende der Frühjahrstagungen werden aktualisierte Prognosen zu Angebot und Nachfrage am globalen Kupfer-, Nickel-, Zink- und Bleimarkt veröffentlicht. Während wir größeren Revisionsbedarf für Kupfer sehen – die International Copper Study Group lag zuletzt relativ deutlich daneben –, dürften für die anderen erwähnten Metallmärkte die bisherigen Prognosen weitgehend bestätigt werden. Der Kupfermarkt dürfte unseres Erachtens auch dieses Jahr unterversorgt sein, am Nickel-, Zink- und Bleimarkt sollte es dagegen weitere Überschüsse geben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2TATLongCopper Future Faktor: 4
SB3T73ShortCopper Future Faktor: -4
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.