Rohstoffe

Hin und Her bei Gold

Energie: Ölpreise fallen weiter, Gasölpreis dagegen stabil

Die Ölpreise stehen wegen Rezessionssorgen weiter unter Druck. Brent fiel gestern zeitweise um 6,5% auf 107 USD je Barrel, WTI sogar um mehr als 7% auf 101,5 USD je Barrel. In den späten Handelsstunden erholten sich die Preise zwar merklich, geben heute aber bereits wieder nach. Brent handelt bei rund 110 USD je Barrel, WTI bei 104 USD. Der Gasölpreis entzieht sich der Schwäche bei Rohöl weitgehend und notiert weiter bei rund 1.300 USD je Tonne. Dies geht mit einer erneuten Ausweitung des Gasöl-Crackspreads einher, der sich der Marke von 60 USD je Barrel nähert. Die ungewöhnliche Abkopplung des Gasölpreises vom Rohölpreis ist auf die angespannte Marktlage bei Mitteldestillaten zurückzuführen, die sich in deutlich gesunkenen Lagerbeständen äußert. Gestern berichtete das API für die letzte Berichtswoche einen weiteren Lagerabbau bei Mitteldestillaten in den USA um 1,7 Mio. Barrel, während die US-Rohölbestände um 5,6 Mio. Barrel stiegen. Das US-Energieministerium sollte die offiziellen Lagerdaten eigentlich heute Nachmittag bekanntgeben. Wie das Ministerium mitteilt, verschiebt sich die Veröffentlichung aufgrund nicht genau spezifizierter Gründe aber auf einen späteren Tag. Dafür veröffentlicht PJK International heute Nachmittag aktuelle Zahlen zu den Gasölvorräten in der Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA), die sich ebenfalls auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. US-Präsident Biden hat gestern den US-Kongress zu einer dreimonatigen Aussetzung der bundesweiten Steuer auf Benzin und Diesel von 18,4 US-Cent bzw. 24,4 US-Cent je Gallone aufgefordert. Ob sich dafür eine Mehrheit im Kongress finden wird, ist allerdings mehr als fraglich, da selbst Abgeordnete seiner eigenen Partei dem ablehnend gegenüberstehen. Biden hat auch die Bundesstaaten aufgefordert, die jeweiligen staatlichen Kraftstoffsteuern zu senken, die vielfach höher sind als die Steuer des Bundes. Wir sehen diesen Vorschlag ebenfalls skeptisch. Temporäre Steuersenkungen haben keinen dauerhaft preissenkenden Effekt, da sie die Nachfrage anregen. Wichtiger wäre es, das Angebot an Benzin und Diesel zu erhöhen. Dem stehen die eingeschränkten Raffineriekapazitäten entgegen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
SH71GYLongGas Oil FutureFaktor: 3
SN25C4ShortGas Oil FutureFaktor: -3
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Energie: EU-Emissionshandel – einen Schritt weiter…

Im zweiten Anlauf hat das EU-Parlament gestern die drei noch fehlenden Teile des Klimapakets „Fit-for-55“ verabschiedet. Mutmaßlich der Kompromissuche zuzuschreiben ist die nun schrittweise Erhöhung des linearen Reduktionsfaktors bei zusätzlichen Einmalabschlägen (Rebasing) in den Jahren 2024 und 2026. Letztlich soll damit eine im Vergleich zur Kommission stärkere Absenkung der Emissionsobergrenze um 63% gegenüber 2005 erzielt werden (Kommission: 61%). Auch bezüglich des Grenzausgleichsmechanismus wurde feingeschliffen: Das damit verbundene Abschmelzen der freien Zuteilung von Zertifikaten soll 2027 beginnen, anfangs etwas schwächer, dafür aber bereits 2032 gänzlich erfolgt sein. Wie im ersten Anlauf sieht das Paket zudem ein schärferes Vorgehen gegen Spekulation vor. Nach Willen des Parlaments soll der Marktzutritt für Finanzinvestoren beschränkt und aufgrund einer Änderung von Artikel 29a bei stark steigenden Preisen schneller gegengesteuert werden können. Das Parlament hat sich damit – wie auch in der Vergangenheit – ambitionierter aufgestellt als die Kommission; in der nächsten Woche will die französische Ratspräsidentschaft eine Einigung im Ministerrat zum Klimapaket erreichen. Dann könnten im Herbst die Trilog-Verhandlungen zwischen den drei Institutionen Rat, Parlament und Kommission stattfinden.

Quittiert hat der Markt die gestrige Zustimmung zum Paket mit einem leichten Preisrückgang auf knapp 82 EUR je Tonne, was wohl dem üblichen „sell the fact“ zuzuschreiben ist. Wir sehen den CO2-Preis nicht nur aufgrund der politischen Findungsphase, sondern auch aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der EU und der hohen Energiepreise vorerst unter starken Schwankungen seitwärts tendieren.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SH3P8RLongICE EUA FutureFaktor: 6
SH7A0KShortICE EUA FutureFaktor: -6
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Hin und Her bei Gold

Die Ansicht unter den Marktteilnehmern, ob Gold ein sicherer Hafen ist, scheint sich derzeit fast stündlich zu ändern. Gestern Morgen wurde Gold diesem Ruf nicht gerecht und ist auf 1.825 USD je Feinunze gefallen. Am Nachmittag zeigte sich dann ein völlig anderes Bild: Im Zuge spürbar gefallener Anleiherenditen, die Ausdruck einer höheren Risikoaversion und Nachfrage nach sicheren Häfen sind, sowie eines schwächeren US-Dollar ist Gold auf 1.845 USD gestiegen. Mittlerweile hat Gold diese Gewinne aber schon wieder abgegeben und ist auf gut 1.830USD zurückgefallen. Warum sich Gold heute Morgen erneut schwächer zeigt, ist für uns nicht ganz nachvollziehbar, denn die Anleiherenditen und der US-Dollar sind weitgehend unverändert. Möglicherweise hängt dies noch mit der Nachlese der Anhörung des Fed-Vorsitzenden Powell gestern zusammen. Vor dem Finanzausschuss des US-Senats bezeichnete er die Wahrscheinlichkeit einer Rezession zwar nicht als „erhöht“, räumte aber ein, dass das Wachstum nachlässt und eine weiche Landung eine „große Herausforderung“ darstellt. Auf Nachfrage hin schloss er eine Zinserhöhung in einem Schritt um 100 Basispunkte grundsätzlich nichtaus. Die Fed würde alles tun, was notwendig ist, um die Preisstabilität wieder herzustellen. Die Zinserhöhungserwartungen des Marktes haben sich auf die Aussagen von Powell hin nicht verändert. Der Markt preist anhand der Fed Fund Futures weiter Zinserhöhungen von annähernd 200 Basispunkten bis EndedesJahres ein. Von dieser Seite sollte Gold also unseres Erachtens nicht weiter belastet werden. Es könnte sogar Unterstützung erhalten, sollten wegen der zunehmenden Rezessionssorgen Zinserhöhungserwartungenausgepreistwerden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD3APGLongGold FutureFaktor: 5
SF5DDDShortGold FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Preise stark unter Druck, globale Stahlproduktion im Mai weiter gestiegen

Die zyklischen Rohstoffe, zu denen auch die Industriemetalle zählen, standen gestern stark unter Druck. Die Verluste im Metallsektor beliefen sich teilweise auf über 7% (Zinn). Bis zum Handelsende hatten sich die Metalle zwar etwas erholt, heute Morgen geht es aber bereits wieder nach unten. Kupfer zum Beispiel ist zeitweise unter 8.600 USD je Tonne auf ein 16-Monatstief gefallen. Wie wir zuletzt bereits mehrfach geschrieben haben, machen sich unter den Marktteilnehmern Rezessionssorgen breit. Noch ist eine Rezession in den USA zwar nicht Konsensus, aber die Meinung der Marktteilnehmer geht zunehmend in diese Richtung. Auch Fed-Chef Powell erachtet eine Rezession als “durchaus möglich”, wie er gestern bei einer Senatsanhörung sagte. Dies dürfte weiter auf den Metallpreisen lasten, so dass wir davon ausgehen, dass sich der Abwärtstrend zunächst fortsetzt.

Wie der Weltstahlverband (WSA) gestern berichtete, ist die globale Stahlproduktion im Mai im Vergleich zum Vorjahr zwar um 3,5% auf 169,5 Mio. Tonnen gefallen. Im Vorjahresmonat wurde aber eine Rekordmenge Stahl hergestellt, so dass die Vergleichsbasis außerordentlich hoch war. In den letzten Monaten wurde die Stahlproduktion allerdings deutlich ausgeweitet: Sie lag im Mai zum Beispiel knapp 10% über dem Niveau von Januar. Auf Tagesbasis wurde die größte Menge Stahl seit elf Monaten hergestellt. Hierbei hat China eine wesentliche Rolle gespielt und seinen Anteil an der weltweiten Produktion mittlerweile wieder auf 57% erhöht. Die Daten zur chinesischen Stahlproduktion hatte das Nationale Statistikbüro bereits letzte Woche veröffentlicht (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 15.06.). Die Stahlpreise befinden sich seit Anfang April im freien Fall. Die Preise für warm- und kaltgewalzten Stahl in Nordwesteuropa sind seitdem um 36% bzw. 32% eingebrochen. Sie haben sämtliche Gewinne seit Beginn des Ukraine-Krieges abgegeben.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Investieren in Impfstoff-Hersteller

Nach der erfolgreichen Entwicklung eines Covid-Vakzins rücken jetzt in der Biotech- und Pharmabranche auch Impfstoffe gegen andere Krankheiten in den Fokus der Forschung. Mit dem Index-Zertifikat auf den Solactive Global Vaccines and Infectious Diseases Index CNTR partizipieren Sie mit nur einem Investment an der Wertentwicklung einer Vielzahl an Unternehmen, die an der Bekämpfung von Infektionskrankheiten beteiligt sind. Jetzt mehr efahren!