Währung

Handelskonflikt: Das übliche Gemeckere

USD: Nichts Neues aus Washington

Wie sehr der Markt derzeit nach relevanten Neuigkeiten lechzt, zeigte die Reaktion auf ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump, Treasury Secretary Steven Mnuchin und Fed-Chair Jay Powell gestern. Dabei lautete die für den Devisenmarkt entscheidende Schlagzeile, dass sich die drei u.a. über die Dollarstärke und ihre Auswirkungen auf die Industrie unterhalten haben. Die US-Währung gab hierrauf prompt nach. Dabei enthielt diese Nachricht nun wirklich keine neue Informationen. Dass Trump der starke Dollar wurmt, hat mittlerweile alle Welt mitbekommen, erst recht der Fed Chair. Erhöht ein persönliches Treffen zwischen den beiden die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank dem politischen Druck nachgibt? Möglich. Allerdings ist dies kaum zu beantworten, ohne den Gesprächsverlauf im Detail zu kennen. Laut Trump’s Aussagen war das Gespräch zumindest “herzlich”. Sorgen würde ich mir erst machen, wenn rauskommt, dass der Präsident Powell gedroht hat, ihn zu entlassen, sollte er die Leitzinsen nicht senken und den Dollar schwächen. Die Episode gestern dürfte ansonsten nicht mehr als ein kurzes Intermezzo für den Markt gewesen sein.

Der Fokus bleibt vielmehr auf dem Handelskrieg. Dass die Volatilität zuletzt deutlich nachgegeben hat, dürfte vor allem daran liegen, dass es rund um den US-chinesischen Konflikt – abgesehen von verbalen Schlagabtäuschen – eher wieder ruhig geworden ist. Oder zumindest scheint aus Sicht des Marktes eine erneute Eskalation, d.h. eine Erhöhung der Strafzölle, was wiederum eine Reaktion der Fed erforderlich machen könnte, unwahrscheinlich. So war der letzte Hochpunkt in der Volatilität im Sommer dieses Jahres, und zwar kurz nachdem Trump überraschend eine weitere Runde von Strafzöllen androhte. Insofern birgt der Konflikt das größte Potenzial, die Volatilität zumindest zeitweise wieder etwas zu beleben. Solange der Waffenstillstand jedoch anhält, dürfte die Fed ihre Füße stillhalten, und damit wohl auch der Devisenmarkt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

NOK/SEK: Temporäre Kronendivergenz

Die zuletzt leicht divergierende Entwicklung der norwegischen und schwedischen Krone ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die zukünftige Veränderung der Zinsen und nicht deren aktuelles Niveau ausschlaggebend für den Wechselkurs ist. So notieren die Leitzinsen in Norwegen immerhin 1,75 Prozentpunkte höher als in Schweden. Trotzdem hat die norwegische Krone, insbesondere im Oktober, deutlich an Boden gegenüber ihrem schwedischen Pendant verloren. Dabei hatte die Norges Bank sogar erst im September ihren Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Entscheidend ist jedoch, dass der Markt fortan mit unveränderten Zinsen, bzw. langfristig sogar eher wieder mit fallenden Zinsen in Norwegen, rechnet. Dagegen sind die Marktteilnehmer zunehmend überzeugt davon, dass die schwedische Riksbank – wie von ihr lange in Aussicht gestellt – gegen Ende dieses Jahres ihren Leitzins erhöhen könnte. Solange das globale Konjunkturumfeld stabil bleibt, stehen die Chancen tatsächlich gut für einen Zinsschritt der Riksbank. Dahinter dürfte allerdings weniger die Überzeugung stecken, dass eine Normalisierung aufgrund steigender Inflationsrisiken notwendig ist, sondern vielmehr dürften sich die Notenbanker, wie viele ihrer Kollegen anderorts, zunehmend Sorgen über unerwünschte Nebenwirkungen der Negativzinsen machen. Ein recht robustes Wirtschaftswachstum sowie eine stabile Inflation bietet aus ihrer Sicht wohl eine gute Gelegenheit, sich von dem Negativniveau zu verabschieden. Ein ausgeprägter Zinserhöhungszyklus ist jedoch weder in Schweden noch in Norwegen auf absehbare Zeit zu erwarten. Die Entwicklung von SEK und NOK dürfte sich daher mittelfristig wieder stärker angleichen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMM Long EUR/SEK Faktor: 5
CU54ZN Short EUR/SEK Faktor: -5
CU2XMJ Long EUR/NOK Faktor: 10
CU54ZJ Short EUR/NOK Faktor: -10
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HUF: Forint wartet auf Rettung durch Zentralbank

Die ungarische Zentralbank (MNB) kommt heute zu ihrer monatlichen Zinssitzung zusammen. Laut Marktkonsens sind Änderungen an Geldpolitik oder Guidance unwahrscheinlich. Auch dürften die Währungshüter nicht an den Prognosen rütteln, nachdem die Projektionen kürzlich im Inflationsausblick des 4. Quartals geändert wurden. Und doch ist das Inflationsumfeld in Ungarn derzeit alles andere als unspektakulär. Denn unter Ausklammerung von Steueränderungen hat sich die Kerninflation über das Ziel hinaus beschleunigt und verharrt dort seit Januar dieses Jahres. Wäre die Risikostimmung in den Schwellenländern negativ, hätte die heutige Sitzung durchaus interessant werden können. Denn dann hätte der Forint stärker unter Druck gestanden. Notenbankchef Gyorgy Matolcsy begnügt sich derzeit noch mit dem Hinweis, dass die Konjunktur nicht überhitzt und die Zentralbank keinen bestimmten Wechselkurs anstrebt. Demgemäß wird ihn ein abwertender Forint kaltlassen. Auf diesen Argumenten beharrte er auch bei einer gestrigen Anhörung vor dem Wirtschaftsausschuss des Parlaments. Da die globale Risikostimmung derzeit Unterstützung bietet, will der Markt das Bekenntnis der MNB, mit jedem Wechselkurs gut leben zu können, nicht herausfordern. Doch das könnte sich ändern. Angesichts der niedrigen Teuerung in der Eurozone beurteilen wir die mittelfristigen Inflationsaussichten für die CEE-Region weiterhin optimistisch. Allerdings bleibt der Realzins gerade in Ungarn so weit im negativen Terrain wie in keinem anderen Schwellenland. Wir erwarten, dass die Bedenken am Markt in den nächsten Monaten zunehmen und der Forint schlechter abschneidet als regionale Vergleichswährungen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ4VHZ Call EUR/HUF Hebel: 6,1
CU9WQZ Put EUR/HUF Hebel: 6,2
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CNY: Schlechte Nachrichten

Der CNY erhielt heute Morgen einen weiteren Schlag, da US-Präsident Donald Trump anscheinend nicht bereit ist, die Zölle zurückzunehmen. Wie wir in der Vergangenheit bereits erwähnt haben, klingt die Rhetorik von Seiten der USA viel weniger positiv als das, was wir von Seiten Chinas gehört haben. Jetzt muss sich Peking wahrscheinlich der harten Realität stellen, dass es keinen einfachen Ausweg aus dem Handelsstreit gibt.

Die Handelsgespräche würden fortgesetzt, aber angesichts der großen Kluft zwischen beiden Seiten ist kaum etwas Konkretes zu erwarten. In der Zwischenzeit haben die chinesischen Behörden begonnen, der nachlassenden Wirtschaft neue Impulse zu verleihen. Die PBoC senkte die Leitzinsen, einschließlich der mittelfristigen Leitzinsen und der 7-Tage-Repo-Sätze um 5 Basispunkte. Während einige Analysten erwarten, dass ein neuer Lockerungszyklus auf dem Weg ist, bezweifle ich immer noch, dass die PBoC genügend politischen Spielraum hat, um aufgrund des Schuldenüberhangs eine aggressive Lockerung durchzuführen. An erster Stelle ist ein Schnitt von 5 Basispunkten nicht mehr als ein Mini-Zug, der eher wie eine Massage für die Märkte aussieht. Darüber hinaus sind die so genannten “zwei Zinssenkungen” eigentlich “ein Schnitt” – der Unterschied liegt tatsächlich in der Laufzeit (MLF ist für ein Jahr, während 7-Tage-Repo ein kurzfristiger Offenmarktsatz ist). Insgesamt setzen die politischen Entscheidungsträger den kalibrierten politischen Ansatz fort.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU8907 Call EUR/CNH Hebel: 5,1
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 4,3
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