Rohstoffe

Große Verluste im Edelmetallsektor

Energie: Ölpreise als Fels in der Brandung

Während alle anderen Industrierohstoffe gestern im Zuge des Ausverkaufs an den Märkten unter Druck standen (siehe Edelmetalle und Industriemetalle), erwiesen sich die Ölpreise als Fels in der Brandung. Die anfänglichen Verluste wurden im Tagesverlauf aufgeholt. Brent und WTI gingen letztlich unverändert aus dem Handel. Heute legen die Preise weiter zu. Brent steigt auf 123,5 USD je Barrel, WTI auf 122 USD je Barrel. Gasöl verteuert sich auf 1.280 USD je Tonne, wobei der Preisanstieg heute nahezu ausschließlich auf die Rohölpreise zurückzuführen ist und nicht auf eine Ausweitung des Crackspreads. Dieser ist in der Nacht zwischenzeitlich sogar auf 42 USD je Barrel gefallen. Dass sich die Ölpreise so gut behaupten können, ist einem knappen Angebot zuzuschreiben. Wie wir gestern berichtet hatten, sind derzeit weite Teile der Ölproduktion in Libyen durch Hafenblockaden lahmgelegt. Damit fehlen dem aufgrund des westlichen Kaufboykotts für russisches Öl und einer robusten Nachfrage ohnehin schon angespannten Markt zumindest vorübergehend weitere rund 1 Mio. Barrel pro Tag. Die dadurch verursachte Verknappung hat zu einer stärkeren Backwardation der Brent-Terminkurve geführt. Zwischen den beiden ersten Terminkontrakten beträgt die Preisdifferenz mehr als 3 USD. Während der Westen auch ohne Sanktionen so gut wie kein russisches Öl mehr gekauft hat, hat Indien seine Käufe deutlich ausgeweitet. Handelskreisen zufolge importierte Indien im Mai 819 Tsd. Barrel Rohöl aus Russland. Das war rund dreimal so viel wie im April. Russland hat damit Saudi-Arabien als zweitgrößter Öllieferant Indiens hinter dem Irak verdrängt. Der Anteil russischen Öls an den indischen Ölimporten stieg auf 16,5%. Der Mittlere Osten bleibt trotz eines Rückgangs auf 59,5% der mit Abstand wichtigste Lieferant. Die US-Schieferölproduktion soll laut US-Energiebehörde im Juli um weitere 143 Tsd. auf 8,9 Mio. Barrel pro Tag steigen. Das wäre der fünfte Monat in Folge mit einem derart kräftigen Anstieg. Das hohe Preisniveau führt somit zu einer Ausweitung des Angebots. Dies ist ein Grund, weshalb wir im zweiten Halbjahr mit einem Rückgang der Ölpreise rechnen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
SH0GT7LongGas Oil FutureFaktor: 3
SH0GUQShortGas Oil FutureFaktor: -3
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Große Verluste

Der Goldpreis ist gestern stark unter die Räder gekommen und um knapp 3% auf rund 1.820 USD je Feinunze gefallen. Damit hat er sämtliche Gewinne im Zuge der US-Inflationsdaten von Freitag wieder abgegeben. Wind schlägt Gold durch den anhaltend festen US-Dollar und vor allem durch die weiter rasant steigenden Anleiherenditen entgegen. Die Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen ist um rund 30 Basispunkte nach oben gesprungen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist zeitweise auf über 3,4% gestiegen, den höchsten Wert seit mehr als elf Jahren. Im Zuge dessen haben auch die Realzinsen stark angezogen: Mit 0,68% liegen sie auf dem höchsten Stand seit über drei Jahren. Dies macht Gold als zinslose Anlagealternative unattraktiver. Laut dem „Wall Street Journal“ wird die US-Notenbank Fed die Zinsen morgen um 75 Basispunkte anheben, was vom Markt sofort eingepreist wurde. Bis September erwartet der Markt nun Zinserhöhungen von 200 Basispunkten.

Die industriellen Edelmetalle kamen gestern nicht nur durch den schwachen Goldpreis, sondern auch durch die teilweise stark gefallenen Industriemetallpreise unter Druck. Sie haben allesamt stärker verloren als Gold. Silber und Platin gaben um knapp 4% bzw. um über 4% nach, für Palladium ging es um 7% nach unten. Es hat unter der Marke von 1.800 USD je Feinunze geschlossen. Mit dem gestrigen Tag hat damit auch Palladium sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn abgegeben (Platin notierte im April zwischenzeitlich noch tiefer). Palladium (und auch Platin) fehlt derzeit die Nachfrage aus der Automobilindustrie. Wie Ende letzter Woche berichtet wurde, sind gemäß Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten die Autoabsätze in China im Mai gegenüber Vorjahr erneut gefallen. Zu Monatsbeginn wurden schon schwache Fahrzeugverkäufe in den USA veröffentlicht. Und die Autoneuzulassungszahlen in der EU dürften ebenfalls nicht gut ausgefallen sein. Die Autoindustrie steht laut Johnson Matthey für knapp 83% der gesamten Palladiumnachfrage und für gut 41% der gesamten Platinnachfrage. Entsprechend schwer bzw. gar unmöglich ist eine Schwäche in diesem Nachfragesegment zu kompensieren.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33 LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SF4YARLongSilver FutureFaktor: 7
SD3YJRShortSilver FutureFaktor: -7
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SD5NLUShortPalladium FutureFaktor: -5
SH2G4ALongPlatinum FutureFaktor: 7
SF2RTVShortPlatinum FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Unter Abgabedruck

Die Metallpreise konnten gestern dem Gegenwind aus Konjunktursorgen, festem US-Dollar und schwachen Aktienmärkten nicht trotzen und sind deutlich gefallen. Kupfer handelte unter 9.300 USD je Tonne, Aluminium fiel vorübergehend unter 2.600 USD je Tonne. Beide Metalle notieren damit deutlich unter ihren Jahreseinstandsniveaus. Von der Stärke der Metallpreise im ersten Quartal gibt es mittlerweile keine Spur mehr. Sollte es in diesem Monat keine Trendumkehr mehr geben, steuern die Metallpreise auf ein sehr verlustreiches Quartal zu. Die Verluste reichen dabei aktuell seit Quartalsbeginn bis zu 25% (Aluminium). Größte Verlierer waren gestern Nickel und Zinn, die fast 5% bzw. knapp 7% eingebüßt haben. Mit unter 26.000 USD je Tonne liegt der Nickelpreis jetzt wieder auf dem Niveau von Anfang März, das heißt dem Beginn der Verwerfungen. Der Zinnpreis ist unter 33.000 USD je Tonne zurückgefallen. Der Nickelmarkt ist weiterhin durch ein sehr geringes Handelsvolumen geprägt und der Zinnmarkt ist ohnehin nicht groß, so dass schon kleinere Orders große Bewegungen auslösen können. Laut Einschätzung der International Tin Association (ITA) könnten die chinesischen Zinnschmelzen wegen der stark gefallenen Preise (Zinn hat seit Quartalsbeginn 23% verloren) demnächst ihre Produktion auf unter 40% der Kapazitäten reduzieren. Einer der größten Zinnproduzenten des Landes will ab übermorgen seine Produktion für 45 bis 50 Tage zu Wartungszwecken sogar ganz einstellen. Eine weitere Zinnschmelze will ebenfalls ab Mitte des Monats ihre Produktion für einen Monat anhalten. Ob dies jedoch ausreicht, die Talfahrt des Zinnpreises im aktuellen Marktumfeld zu stoppen, ist unseres Erachtens fraglich.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureHebel: 5
SH0ETJShortCopper FutureHebel: -5
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