Rohstoffe

Goldpreis leidet unter fortgesetzten Zinserhöhungen

Der Goldpreis geriet nach der Rede des Fed-Vorsitzenden Powell beim Fed-Symposium in Jackson Hole unter Druck. Der Markt interpretierte die Äußerungen Powells dahingehend, dass aufgrund der nach wie vor priorisierten Bekämpfung der hohen Inflation kurzfristig weitere Zinserhöhungen erforderlich und darüber hinaus schnelle Zinssenkungen im nächsten Jahr unwahrscheinlich sind. Damit drohen auch weitere ETF-Verkäufe, wodurch sich der Goldpeisrückgang noch etwas fortsetzen würde. Das Umfeld bleibt daher für Gold schwierig. Eine Aufhellung ist wohl erst in Sicht, wenn sich das Ende der Fed-Zinserhöhungen abzeichnet und Zinssenkungen näherrücken.

Thema der Woche: Goldpreis leidet unter fortgesetzten Zinserhöhungen

Der Goldpreis geriet nach der Rede des Fed-Vorsitzenden Powell beim Fed-Symposium in Jackson Hole unter Druck. Der Markt interpretierte die Äußerungen Powells dahingehend, dass aufgrund der nach wie vor priorisierten Bekämpfung der hohen Inflation kurzfristig weitere Zinserhöhungen erforderlich und darüber hinaus schnelle Zinssenkungen im nächsten Jahr unwahrscheinlich sind. Im Vorfeld der Rede hatten Marktteilnehmer eher darauf gesetzt, dass Powell weniger falkenhaft klingen würde. Dies macht sich nun in deutlich gestiegenen Zinserwartungen bemerkbar. Die Fed Fund Futures haben inzwischen für die kommende Fed-Sitzung im September eine weitere Zinserhöhung um 75 Basispunkte nahezu vollständig eingepreist. Darüber hinaus wird mit weiteren Zinsschritten um insgesamt 75 Basispunkte bis zum Ende des 1. Quartals 2023 gerechnet. Eine erste Zinssenkung wird nun frühestens erst ab dem 3. Quartal 2023 erwartet. Der effektive Leitzins sollte laut Fed Fund Futures Ende 2022 in der Spitze bei 3,7% und Ende 2023 bei 3,6% liegen. Vor der Powell-Rede lag der für Ende 2023 erwartete Fed-Satz noch rund 15 Basispunkte niedriger. Entsprechend gab der Goldpreis die in den Tagen zuvor aufgebauten Gewinne wieder ab. Er rutschte gestern auf ein Monatstief von rund 1.720 USD je Feinunze ab, zumal auch der US-Dollar aufwertete und auf handelsgewichteter Basis ein neues 20-Jahreshoch markierte. Gleichzeitig stiegen wegen der geänderten Zinserwartungen auch die Anleiherenditen. Die Rendite für 2-jährige US-Treasuries erreichte mit knapp 3,5% das höchste Niveau seit Ende 2007. Wir hatten in unserer vor einer Woche veröffentlichten Publikation Rohstoffe kompakt Edelmetalle darauf hingewiesen, dass dem Goldpreis wegen der steigenden Zinsen kurzfristig noch mal ein Rückschlag drohen könnte. Dieser ist nun schneller als erwartet eingetreten.

Damit drohen auch weitere ETF-Verkäufe, wodurch sich der Goldpeisrückgang noch etwas fortsetzen würde. Neben den ETF-Anlegern haben sich zuletzt auch die Spekulanten von ihren zuvor eingegangenen Kauf-Positionen getrennt. Die Netto-Long-Positionen fielen laut US-Terminmarktaufsicht CFTC in der Woche zum 23. August, also noch im Vorfeld der Jackson-Hole-Konferenz, die zweite Woche in Folge. Zwar zeigten die Goldlieferungen aus der Schweiz und Hongkong nach China im Juli eine spürbar anziehende chinesische Goldnachfrage. Dies reicht aber nicht aus, um die aktuelle Nachfrageschwäche im Westen zu kompensieren. Das Umfeld bleibt damit für Gold schwierig. Eine Aufhellung ist wohl erst in Sicht, wenn sich das Ende der Fed-Zinserhöhungen abzeichnet und Zinssenkungen näherrücken. Das Risiko hat sich seit Freitag erhöht, dass dies erst später erfolgt als bislang gedacht. Sollten die Aktienmärkte wegen der deutlich restriktiveren Geldpolitik jedoch stärker unter Druck geraten, könnte dies Gold wiederum zugutekommen. Denn die starke Aktienerholung im Juli und den ersten beiden Wochen im August war stark auf die Erwartung zurückzuführen, dass die Fed die Zinsen schon im nächsten Jahr wieder merklich senken wird. Wir erwarten daher weiterhin einen Goldpreis von 1.800 USD je Feinunze am Jahresende.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Energie

  • Der Brentölpreis stieg gestern auf ein 4-Wochenhoch von 105 USD je Barrel. Begünstigt wird der Preisanstieg durch anhaltende Spekulationen auf eine Produktionskürzung der OPEC+, die vor einer Woche durch Äußerungen des saudi-arabischen Energieministers ausgelöst wurden. Zudem kam es am Wochenende in der libyschen Hauptstadt Tripolis zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit mehreren Todesopfern, was neue Zweifel an der Stabilität des Landes und damit auch der Ölproduktion in Libyen aufkommen lässt. Diese hatte sich nach monatelanger Blockade von Ölfeldern und Ölhäfen gerade erst wieder auf einem Niveau von 1,2 Mio. Barrel pro Tag normalisiert.
  • Laut dem Chef der Internationalen Energieagentur, Birol, könnten die IEA-Mitgliedsländer weiteres Öl aus den strategischen Reserven freigeben, falls dies erforderlich ist. Birol zufolge hat die russische Ölproduktion die Erwartungen übertroffen. Aufgrund der Abwesenheit (westlicher) Unternehmen, Technologieanbieter und Dienstleistungsunternehmen dürfte es für Russland aber zunehmend schwieriger werden, die Produktion aufrechtzuerhalten. Laut Birol sind die russischen Gasspeicher zu 92% gefüllt, weshalb er in den kommenden Monaten mit verstärktem Abfackeln rechnet. Russland soll bereits beträchtliche Mengen des nicht gelieferten Gases abfackeln. Das Energieberatungsunternehmen Rystad Energy schätzt, dass täglich 4,34 Mio. Kubikmeter Gas abgefackelt würden, was einem Siebtel der aktuellen Durchleitungsmenge von NordStream 1 entspricht. Dadurch würden täglich rund 9.000 Tonnen CO2 freigesetzt.
  • Der europäische Erdgaspreis (TTF, 1-Monats-Forward) fiel zu Wochenbeginn um 13% auf 267 EUR je MWh. Am Freitag hatte der Preis im Handelsverlauf noch ein Allzeithoch von 340 EUR markiert. Marktteilnehmer verwiesen auf den fortgesetzten Aufbau der Lagerbestände in Deutschland. Diese erreichten am Wochenende laut Daten von Gas Infrastructure Europe einen Füllstand von 83%. Das für Anfang Oktober anvisierte Niveau von 85% könnte damit trotz der stark reduzierten Gaslieferungen aus Russland nun schon einen Monat früher erreicht werden. Offenbar hat Deutschland dank kräftiger Einsparungen beim Verbrauch und alternativer Anbieter seine Abhängigkeit von russischem Gas deutlich reduzieren können. Die erneute Abschaltung der NordStream-1-Pipleline in dieser Woche für drei Tage wegen Wartungsarbeiten sollte daher verkraftbar sein, vorausgesetzt, die Gaslieferungen erreichen danach wieder das reduzierte Niveau der letzten Wochen.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S7ULongOil Brent FutureFaktor: 5
SH310NShortOil Brent FutureFaktor: -5
SD2S7VLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 5
SH3QBCShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -5
SH2SLDLongNatural Gas FutureFaktor: 5
SN5C7HShort Natural Gas FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle

  • Der Goldpreis machte gestern im Tagesverlauf die anfänglichen Verluste wieder wett und ging nahezu unverändert aus dem Handel. Begünstigt wurde dieser Umschwung dadurch, dass der US-Dollar seine Tagesgewinne größtenteils wieder abgab. Das könnte damit zusammenhängen, dass neben Powell zuletzt auch einige EZB-Vertreter mit falkenhaften Kommentaren aufwarteten. Der Markt spekuliert daraufhin verstärkt auf eine Zinserhöhung der EZB um 75 Basispunkte auf der Sitzung in der kommenden Woche. Die Zinsdifferenz würde sich dann nicht weiter zugunsten des US-Dollar ausweiten, wenn die Fed zwei Wochen später die Zinsen ebenfalls um 75 Basispunkte erhöht. Zudem ruderte der Markt in Sachen Zinssenkungen der Fed im nächsten Jahr wieder etwas zurück. Heute gibt der Preis allerdings schon wieder nach. Die Gold-ETFs verzeichneten gestern laut Bloomberg erneute Abflüsse.
Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SN7NWFCallGoldHebel: 14,4
SN1F2CPutGoldHebel: 14,5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle

  • Für Entspannung am Aluminiummarkt dürften Nachrichten aus der chinesischen Region Sichuan gesorgt haben. In dem wichtigen Industriestandort wurde die Stromversorgung für die Industrieproduktion nach zwei Wochen der im Zuge der Hitze auferlegten Energieeinsparungen wieder hergestellt. Ausgenommen sind noch Unternehmen mit hohem Energieverbrauch, worunter die Aluminiumschmelzen fallen dürften. Laut einem Vertreter des lokalen Stromversorgers dürfte die Stromknappheit jedoch innerhalb der nächsten Tage gelöst werden, so dass auch die Aluminiumproduktion wieder aufgenommen werden dürfte. Zudem gab es Meldungen neuer Abriegelungen im Zuge der Null-Covid-Strategie der Regierung. So wurde der weltgrößte Elektronikmarkt in Shenzen nach einem Corona-Ausbruch bis zum 2. September geschlossen. Auch wenn die Coronainfektionszahlen im Lande insgesamt zurückgehen, so wurden zuletzt in allen Provinzen Fälle gemeldet, was das Risiko weitreichender Lockdowns und folglich eines deutlichen Dämpfers für die Metallmärkte erhöht.
  • Der Metallhandel an der LME war gestern aufgrund eines Bankfeiertags geschlossen. Heute stehen die Metallpreise aufgrund der o.g. Nachrichten aus China unter Druck. Der Kupferpreis fällt im Zuge dessen unter die Marke von 8.000 USD je Tonne. Er konnte seine Gewinne schon am Freitag nicht halten, weil die falkenhaften Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Jay Powell für Gegenwind sorgten. Keine Unterstützung gab die Nachricht des wichtigsten Kupferproduzenten aus Chile, der seine Produktionsprognose für dieses Jahr senkte. Dies führt das Unternehmen im Wesentlichen auf operative Probleme zurück. Die Revision steht im Einklang mit dem allgemeinen Trend in der Industrie. Erst vor kurzem hatten zwei wichtige Produzenten aus der Schweiz und Brasilien ihre Projektionen aus ähnlichen Gründen gesenkt. Die Nachricht dürfte den Markt daher nicht überrascht haben, was den ausgebliebenen positiven Impuls für die Kupferpreise erklärt.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
Kein passendes Produkt für Sie dabei? Hier gelangen Sie direkt zur Produktsuche!
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

MEIN WEG AN DIE BÖRSE – GEHEN SIE MIT!

Machen Sie mit beim große Börsenspiel Trader. Beweisen Sie Ihr Können an der Börse: Sie starten mit zwei fiktiven Depots, die jeweils mit 100.000 Euro Spielgeld ausgestattet sind. Ziel ist es, durch den Handel von Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten den höchsten Depotwert von allen Teilnehmern zu erreichen. Hauptpreis ist ein Jaguar F-PACE!

Jetzt anmelden!