Rohstoffe

Gold zum Wochenauftakt mit neuem 7½-Jahreshoch

Energie: Spektakuläre Wende am Ölmarkt in nur einem Monat

Die Ölpreise setzen ihren Höhenflug heute fort. Brent steigt um 4,5% auf 34 USD, WTI um 6% auf 31,2 USD je Barrel (jeweils Juli-Futures). Dabei notiert der Juli-Kontrakt für WTI an der NYMEX sogar teilweise niedriger als der morgen auslaufende Juni-Kontrakt. Diese sog. Backwardation ist häufig ein Zeichen einer Angebots-Verknappung. Was für eine Wende zur Situation vor knapp einem Monat, als der Mai-Kontrakt kurz vor dem Auslaufen zu negativen Preisen handelte, weil es angeblich keine freien Lagerkapazitäten in Cushing mehr gab! Die hohen Produktionskürzungen der OPEC und deren Verbündeten und der (unfreiwillige) Produktionsrückgang in der USA auf der einen sowie die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr der Nachfrage auf der anderen Seite haben den Preisanstieg beflügelt. Doch bei all der Euphorie ist aus unserer Sicht nach wie vor Vorsicht geboten. Es wird wohl einige Jahre dauern, bis sich die Nachfrage wieder auf das Vorkrisenniveau erholt hat. Auch könnte der rasante Preisanstieg bei WTI ähnlich wie im Jahr 2016 einen stärkeren Produktionsrückgang in den USA verhindern. Die Terminpreise für WTI liegen nun allesamt über 30 USD je Barrel, ein Preisniveau, was einige US-Schieferölproduzenten als ausreichend für die Wiederaufnahme der Produktion und Exploration betrachten. Noch ist die Bohraktivität jedoch im Sinkflug. Die Anzahl aktiver Bohrungen für Öl und Gas in den USA hat laut Baker Hughes in der letzten Woche ein neues Rekordtief (seit mindestens 1940) bei 339 erreicht. Die Anzahl der Ölbohrungen allein ist von 292 auf 258 kollabiert, den niedrigsten Stand seit Juli 2009. Zum jüngsten Preisanstieg dürften auch die Klein- und Großanleger maßgeblich beigetragen haben. Letztere haben laut CFTC ihre Netto-Long-Positionen bei WTI an der NYMEX in der Woche zum 12. Mai auf rund 352 Tsd. Kontrakte ausgeweitet, den höchsten Stand seit September 2018. Daher ist ein großer Teil der (für den Ölpreis) positiven Entwicklungen bereits erwartet und in den Preisen eskomptiert.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SR8CX1CallOil Brent FutureHebel: 7,3
CL726BPutOil Brent FutureHebel: 6,3
CL956BCallOil WTI Light FutureHebel: 6,1
CL726MPutOil WTI Light FutureHebel: 5,4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold zum Wochenauftakt mit neuem 7½-Jahreshoch

Der Goldpreis setzt seinen Anstieg auch zu Beginn der neuen Handelswoche fort. Dabei überwindet er das bisherige Jahreshoch und steigt mit 1.765 USD je Feinunze auf das höchste Niveau seit Oktober 2012. Gold in Euro markiert mit gut 1.630 EUR je Feinunze ein neues Allzeithoch. Die treibenden Faktoren sind dieselben wie letzte Woche: Zweifel über eine V-förmige Konjunkturerholung, die durch katastrophale US-Konjunkturdaten am Freitag verstärkt wurden, anhaltende Spekulationen über Negativzinsen auch in den USA, die Flut billigen Geldes, rasant steigende Staatsschulden und die Sorge vor einem neuen Handelskonflikt zwischen den USA und China. Begünstigt durch diese Rahmenbedingungen setzen sich die massiven Zuflüsse in die Gold-ETFs fort. Am Freitag kamen weitere 13 Tonnen hinzu. Seit Monatsbeginn sind es mittlerweile mehr als 90 Tonnen. Wir laufen damit im Mai auf noch stärkere Zuflüsse zu als in den bereits sehr starken beiden Vormonaten. Die spekulativen Finanzanleger ziehen sich dagegen weiter zurück. Die Netto-Long-Positionen fielen in der letzten Berichtswoche um weitere 11 Tsd. auf 122,2 Tsd. Kontrakte, das niedrigste Niveau seit Juni 2019. Über Gründe dieses Exodus kann angesichts der Preisentwicklung nur spekuliert werden. Am wahrscheinlichsten sind Gewinnmitnahmen und das Warten auf einen Rücksetzer. Sollte dieser ausbleiben, könnten die Spekulanten das Handtuch werfen und in den Markt zurückkehren. Das würde den Goldpreis weiter nach oben treiben.

Platinmarkt im Angebotsüberschuss

Der World Platinum Investment Council hat heute neue Prognosen zum Platinmarkt veröffentlicht. Der für 2020 erwartete Angebotsüberschuss wurde vom WPIC auf 247 Tsd. Unzen nach oben revidiert (bisher 119 Tsd. Unzen). Damit fällt der Angebotsüberschuss niedriger aus als befürchtet. Die Nachfrage soll um 18% zurückgehen, das Angebot um 13%. Beide sollen auf das niedrigste Niveau seit 2013 fallen. Der Rückgang bei der Nachfrage ist auf alle relevanten Komponenten zurückzuführen. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie soll um 14% schrumpfen, die Schmucknachfrage um 15%. Die Investmentnachfrage soll sich halbieren. Ein noch stärkerer Rückgang wird durch eine robuste Nachfrage nach Barren und Münzen verhindert. Die ETFs sollen in diesem Jahr dagegen keine Zuflüsse verzeichnen. Auf der Angebotsseite soll die Minenproduktion um 4% fallen, das Recyclingangebot um 11%. Heute Mittag veröffentlicht Johnson Matthey seine Prognosen, erstmals für 2020 auch mit konkreten Zahlen. Neben Platin gibt es dann auch Prognosen für Palladium.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ7RLNLongGold FutureFaktor: 3
CJ7RLHShortGold FutureFaktor: -3
CJ7RMELongPlatinum FutureFaktor: 3
CJ7RL9ShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Gute Stimmung

An den Metallmärkten herrscht zu Wochenbeginn offenbar wieder gute Stimmung. Es wird erwartet, dass sich die Wirtschaft in vielen Ländern nach den Lockerungen der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erholt und damit auch die Nachfrage nach Metallen steigt. Das verbale Säbelrasseln zwischen den USA und China und damit die Möglichkeit, dass der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern wieder aufflackert, werden hingegen ignoriert. Kupfer steigt zum Wochenauftakt wieder über 5.200 USD je Tonne, auch alle anderen Metallpreise legen zu. Während sich in China das verarbeitende Gewerbe anscheinend schnell erholt – die Industrieproduktion ist im April gegenüber Vorjahr stärker gestiegen als erwartet –, werden in den USA die Bremsspuren erst nach und nach so richtig sichtbar. Dort ist die Industrieproduktion im April im Vergleich zum Vormonat um gut 11% gefallen. Dies war der schärfste Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch im Mai dürfte die Industrie in den USA noch stark unter dem Coronavirus gelitten haben. Aber dies scheint ebenfalls nur eine Randerscheinung zu sein. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich offenbar nach vorne, zum Beispiel auf den Nationalen Volkskongress in China, der Ende der Woche stattfinden soll. Für dieses Jahr könnte kein numerisches BIP-Wachstumsziel bekannt gegeben werden – wir erwarten wegen der Corona-Krise nur ein mageres Plus von 1%. Dafür dürfte eine umfangreiche Aufstockung der Staatsausgaben beschlossen werden. Da diese wohl auch Infrastrukturmaßnahmen betreffen, dürften die Industriemetalle hiervon profitieren. Dies nehmen die Metallpreise heute möglicherweise schon vorweg.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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