Rohstoffe

Gold weiter unter Druck

Energie: Licht und Schatten am Ölmarkt

Die Ölpreise stehen heute weiter unter Abgabedruck, nachdem sie bereits am Freitag Federn gelassen hatten. Die Corona-bedingten Konjunkturängste, der stärkere US-Dollar und eine pessimistischere Anlegerstimmung tragen dazu bei, dass der Brentölpreis heute Morgen bei 54,5 USD je Barrel und damit rund 3 USD tiefer als am vergangenen Mittwoch notiert. Die höheren Ölpreise selbst dürften gleichzeitig die Nicht-OPEC-Ölproduktion beflügeln. So ist die Anzahl aktiver Ölbohrungen in den USA ggü. Vorwoche erneut um 12 gestiegen und liegt mit 287 so hoch wie zuletzt Anfang Mai. Doch dürfte der US-Ölsektor unter der neuen US-Regierung, die sich dem Umweltschutz verschrieben scheint, durchaus “leiden”. So will Quellen zufolge der neue US-Präsident Biden als eine der ersten Amtshandlungen das umstrittene Keystone XL Pipeline-Projekt stoppen. Fehlende Unterstützung für die US-Ölindustrie wirkt wiederum längerfristig preisstützend, weil deren Erholung dadurch länger dauert.

(Spekulativer) Höhenflug der CO2-Preise zu Ende

Der Höhenflug der CO2-Preise, wobei sich der Preis seit November bis Anfang letzter Woche um 50% auf fast 36 EUR je Tonne verteuerte, ging am Freitag mit einem Rückgang von über 5% zu Ende. Heute Morgen notiert der CO2-Preis mit 31,3 EUR auf dem niedrigsten Stand seit 23. Dezember. Für die jüngsten Preisschwankungen dürften die Entwicklungen am Gasmarkt maßgeblich verantwortlich sein. Zunächst waren die Erdgas- und LNG-Preise wegen des kälteren Wetters und stark steigender Ölpreise gestiegen, wobei die LNG-Kassapreise in Asien sogar auf Rekordhoch kletterten. Letzte Woche kamen die europäischen Gaspreise dann unter Druck, was wiederum auch die Emissionszertifikate belastete. Gleichzeitig nahmen die Konjunktursorgen wegen anhaltender Mobilitätseinschränkungen in Europa zu. Außerdem war der Preisanstieg zuvor offensichtlich spekulativ getrieben, wobei spekulative Gewinnmitnahmen die CO2-Preise wieder unter 30 EUR drücken könnten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold weiter unter Druck, Fokus richtet sich auf Yellen

Der Goldpreis fiel am Morgen gleich zur Eröffnung auf gut 1.800 USD je Feinunze und verzeichnete damit den niedrigsten Wert seit Anfang Dezember letzten Jahres. Von diesem Niveau hat sich der Preis mittlerweile wieder erholt. Aktuell handelt Gold bei rund 1.840 USD. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Gold derzeit zur Schwäche neigt. Durch den Preisrückgang am Freitag schloss Gold auch die zweite Handelswoche im neuen Jahr mit einem Minus ab. Weiterhin belasten gestiegene US-Anleiherenditen und ein festerer US-Dollar. Morgen wird die designierte neue US-Finanzministerin Janet Yellen eine Anhörung im US-Kongress haben. Wie im Vorfeld durchsickerte, wird Yellen eine Rückkehr der Biden-Administration zur Wechselkurspolitik vorheriger Regierungen vor Trump verkünden, nämlich die Wechselkurse wieder allein den Märkten zu überlassen. Inwieweit dies den Goldpreis beeinflusst, wird stark von der Richtung abhängen, die der USD daraufhin einschlägt. Verbale Interventionen zur Abschwächung des USD, wie unter Trump häufig geschehen, dürften allerdings der Vergangenheit angehören. Wie erwartet war der Preisrückgang bei Gold in der vorletzten Woche stark spekulativ getrieben. Die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzanleger verringerten sich in der Woche zum 12. Januar laut CFTC-Statistik um ein Drittel auf 78,2 Tsd. Kontrakte, das niedrigste Niveau seit Mai 2019. Dagegen scheinen die ETF-Anleger das gesunkene Preisniveau als Einstiegsniveau zu erachten. Die ETF-Bestände stiegen laut Bloomberg am Freitag um knapp 17 Tonnen. Nahezu der gesamte Zufluss entfiel dabei auf den SPDR Gold Trust, der vornehmlich von institutionellen Anlegern genutzt wird. Platin konnte sich dem Abwärtssog bei Gold am Freitag nicht mehr länger entziehen und fiel um 4%. Damit handelt Platin wieder deutlich unter der Marke von 1.100 USD je Feinunze. Im Gegensatz zu Gold gab es bei Platin am Freitag auch ETF-Abflüsse von 15,3 Tsd. Unzen. Offensichtlich haben hier erste Anleger Gewinne mitgenommen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Rekordhohe chinesische Stahl- und Aluminiumproduktion

Die Metallpreise zeigen sich zum Wochenauftakt dank guter chinesischer Konjunkturdaten fester. Kupfer hat wieder die Marke von 8.000 USD je Tonne zurückerobert, Nickel steigt auf 18.200 USD je Tonne. Aluminium notiert knapp unterhalb von 2.000 USD je Tonne. Gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) ist die chinesische Wirtschaft im vierten Quartal um 6,5% gegenüber Vorjahr gewachsen, mehr als erwartet. Im Gesamtjahr 2020 stieg das BIP um 2,3%. China war damit der Haupttreiber der Weltwirtschaft und die einzige große Wirtschaftsnation mit einer positiven Wachstumsrate. Unterstützt wurde die chinesische Wirtschaft dabei vor allem von der Industrie, deren Produktion im Dezember um 7,3% gestiegen ist. Mit der hohen augenscheinlichen Metallnachfrage, die sich in rekordhohen Importen widerspiegelte, hat China im letzten Jahr auch quasi die Metallnachfrage „gerettet“. Denn außerhalb Chinas war die Metallnachfrage nach bisher vorliegenden Daten rückläufig. Wie das NBS heute Morgen auch berichtete, hat China im letzten Jahr erstmals mehr als 1 Mrd. Tonnen Stahl in einem Jahr produziert. Die Stahlproduktion stieg dabei gegenüber Vorjahr um 5,2%. Ob sich dieses Niveau halten lässt, wird sich zeigen. Denn die chinesische Regierung möchte die Produktionskapazitäten begrenzen und den Emissionsausstoß senken. Sollte dies tatsächlich gelingen, dürfte auch die Eisenerznachfrage gebremst werden. Ebenfalls rekordhoch fiel im letzten Jahr die Aluminiumproduktion aus (+4,9% auf 37,1 Mio. Tonnen). Diese dürfte unseres Erachtens im laufenden Jahr nicht sinken, da immer noch neue und effiziente Produktionskapazitäten an den Markt kommen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!