Rohstoffe

Gold weiter unter Druck, Silber zeigt relative Stärke

Energie: Selektive Informationswahrnehmung am Ölmarkt

Nichts scheint den Höhenflug der Ölpreise derzeit aufhalten zu können. Der Brentölpreis steigt heute über 65 USD je Barrel und liegt damit den 14. Tag in den letzten 15 Handelstagen im Plus. Innerhalb der letzten drei Wochen hat sich Brent um ca. 10 USD verteuert. Auftrieb geben die anhaltenden Produktionsausfälle in den USA, die zu einer temporären Angebotsverknappung am US-Markt führen dürften. Allerdings hatten wir gestern darauf hingewiesen, dass die Ausfälle bei den Raffinerien noch stärker wiegen. Der US-Ölmarkt muss sich daher trotz der geringeren Ölproduktion nicht zwingend einengen, da gleichzeitig deutlich weniger Rohöl verarbeitet wird. Die Marktteilnehmer schauen aktuell aber nur auf Nachrichten, die für steigende Preise sprechen. Diese selektive Informationswahrnehmung ist ein Kennzeichen für Märkte in Übertreibungsphasen. Entsprechend fällt der gestern nach Handelsschluss vom API gemeldete kräftige Abbau der US-Rohöllagerbestände um knapp 6 Mio. Barrel auf fruchtbaren Boden. Vollkommen ignoriert werden dagegen Nachrichten, die für niedrigere Preise gesprochen hätten, von denen es auch einige gab. Zu nennen ist die Einigung in der norwegischen Ölindustrie auf einen neuen Lohnabschluss, womit das Risiko von Streiks und Produktionsausfällen gebannt wurde. Nicht zu vergessen sind Berichte der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf OPEC-nahe Quellen berufen. Demnach denkt die OPEC+ angesichts der deutlich gestiegenen Preise darüber nach, das Ölangebot ab April graduell zu erhöhen. Denn von der ursprünglich zu Jahresbeginn geplanten Produktionsausweitung von 2 Mio. Barrel pro Tag wurden bislang erst 500 Tsd. Barrel pro Tag umgesetzt. Saudi-Arabien wird diesen Quellen zufolge zudem aller Voraussicht nach seine freiwilligen Produktionskürzungen über März hinaus nicht verlängern. Normalerweise hätten die Ölpreise auf diese Nachricht mit einem deutlichen Preisabschlag reagieren müssen, da dadurch im April bis zu 1,5 Mio. Barrel pro Tag Rohöl zusätzlich an den Markt kommen dürften.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold weiter unter Druck, Silber zeigt relative Stärke

Die anhaltende Euphorie an den Aktienmärkten, steigende US-Renditen und ein stärkerer US-Dollar haben den Goldpreis gestern in die Nähe des November-Tiefs gedrückt. Ein Unterschreiten dessen könnte weitere Verkäufe auslösen. Vor allem die deutlich besser als erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätze für Januar haben dem Goldpreis gestern zugesetzt. Auch haben die Gold-ETFs gestern einen weiteren Abfluss von fast sieben Tonnen verzeichnet, wobei deren Gesamtbestände mittlerweile auf den tiefsten Stand seit Juli gesunken sind. Während der “sichere Hafen” Gold unter Druck ist, hält sich Silber erstaunlich gut. Zwar scheint die zuletzt durch Privatanleger ausgelöste Euphorie am Silbermarkt vorbei zu sein, wobei von den rund 3.500 Tonnen Silber, die binnen drei Handelstagen Ende Januar/Anfang Februar in physisch gedeckte Silber-ETFs geflossen sind, schon wieder fast 830 Tonnen abgeflossen sind. Auch haben Großanleger offensichtlich den jüngsten Preissprung zum weiteren Abbau ihrer Netto-Long-Positionen genutzt: Sie sind in der Woche zum 9. Februar mit 37,5 Tsd. Kontrakten auf den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober gefallen. Wir können also bei Silber keine spekulative Überhitzung feststellen. Umso ermutigender ist die Tatsache, dass sich trotz der Preisschwäche beim “großen Bruder” Gold der Silberpreis weiter über 27 USD je Feinunze hält. Das viel beachtete Gold/Silber-Verhältnis ist im Zuge des “Silber-Spuks” vorletzte Woche erstmals seit August 2014 unter 65 gefallen. In etwa auf diesem Niveau bewegt es sich auch jetzt noch. Silber hat damit die Unterbewertung gegenüber Gold komplett aufgeholt. Neben der starken physischen Nachfrage nach Münzen und Barren scheint Silber zuletzt seine duale Rolle als Edelmetall mit starker industrieller Verwendung zugute zu kommen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB3T6ELongSilver FutureFaktor: 5
SD3ALZShortSilver FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Preise springen mit Rückkehr der chinesischen Händler nach oben

Heute sind die chinesischen Händler aus der Feiertagswoche an die Märkte zurückgekehrt – und zwar mit Macht: An der SHFE in Shanghai steigen die Metallpreise angeführt von Kupfer und Zinn um bis zu 5%. Damit holen die Preise an der SHFE nicht nur den Anstieg ihrer Counterparts an der LME in London während der vergangenen fünf Handelstage nach, sondern legen darüber hinaus kräftig zu. Dadurch werden auch die LME-Notierungen weiter mit nach oben gezogen. Dort steigt Kupfer auf 8.600 USD je Tonne, den höchsten Wert seit fast neun Jahren. Neue Mehrjahreshochs markieren auch Nickel mit knapp 19.000 USD und Aluminium mit 2.140 USD. Stahl und Eisenerz verteuern sich ebenfalls stark. In den letzten Tagen haben sich mehrere Minenunternehmen sehr optimistisch zu den Nachfrageaussichten für Metalle geäußert. Daneben besteht unter den Marktteilnehmern weiter große Hoffnung, dass sich die Weltwirtschaft allgemein deutlich erholt. Neue Daten, die den starken Anstieg der Metallpreise gerade in den letzten Wochen untermauern würden, gibt es allerdings nicht. Unseres Erachtens sind die Metallpreise derzeit stark spekulativ getrieben und der Preisanstieg nimmt übertriebene Züge an. Aus technischer Sicht sind Kupfer und Aluminium gemessen am Relative-Stärke-Index aktuell wieder überkauft. Das World Bureau of Metal Statistics (WBMS) hat gestern die erwarteten Überschüsse bzw. Defizite für die jeweiligen Metallmärkte berichtet. WBMS weist explizit darauf hin, dass die Daten wegen der Corona-bedingten Unsicherheiten in den nächsten Monaten wohl revidiert werden. Den vorläufigen Daten zufolge wies der globale Aluminiummarkt im letzten Jahr einen Angebotsüberschuss in Höhe von 1,5 Mio. Tonnen auf, mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahr. Überversorgt waren auch der Zink- und Nickelmarkt. Das größte Angebotsdefizit gab es dagegen am Kupfermarkt (1,4 Mio. Tonnen). Nächste Woche veröffentlichen die International Study Groups ihre Daten zu den Metallmärkten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!