Rohstoffe

Gold weiter auf Talfahrt

Energie: OPEC-Treffen im Fokus des Ölmarktes

Die Ölpreise kommen zu Wochenbeginn unter Druck und fallen um über 2%, wobei WTI auf 44,5 USD und Brent unter 47 USD je Barrel sinken. Obgleich das Makro-Umfeld mit einem schwachen US-Dollar und guten Wirtschaftsdaten aus China eher stützend wirkt, belasten ölspezifische Nachrichten: Zumindest im Vorfeld des heutigen Treffens konnten sich die OPEC und ihre Alliierten (OPEC+) nicht einigen. Der Ölmarkt rechnet allerdings fest mit einer Beibehaltung der Produktionskürzungen in der jetzigen Höhe für zumindest weitere drei Monate. Deshalb könnte sogar die als Alternative gehandelte langsamere Erhöhung der Produktion die Stimmung und die Preise stärker belasten. Wir haben zuletzt auf den überhöhten Optimismus der Ölmarktteilnehmer hingewiesen, die erhebliche Risiken, die sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite schlummern, auszublenden scheinen. Die Bestätigung für die Anleger-Euphorie liefern die Positionierungsdaten. So sind die Netto-Long-Positionen der Großanleger bei Brentöl an der ICE in der Woche zum 24. November um über 51 Tsd. Kontrakte bzw. fast 30% auf rund 227 Tsd. Kontrakte gestiegen, den höchsten Wert seit dem Preiseinbruch Anfang März. Auch bei Gasöl an der ICE stieg der Anlegeroptimismus kräftig. Die CFTC-Daten für die US-Terminmärkte werden feiertagsbedingt erst heute Abend vermeldet und dürften den Optimismus bestätigen. Ein hoher Optimismus ist häufig ein Kontraindikator, der zur Vorsicht mahnt. Auch die Nachrichten auf der Angebotsseite sind eher belastend für den Ölpreis. In Libyen steigt die Produktion immer weiter. In den USA ist die Anzahl der aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche um weitere 10 auf 241 gestiegen, den höchsten Stand seit Mitte Mai. Alles in allem bleiben wir für die Ölpreise kurzfristig eher skeptisch gestimmt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold weiter auf Talfahrt

Die Talfahrt von Gold setzt sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche fort. Der Preis rutscht am Morgen auf 1.765 USD je Feinunze, den niedrigsten Stand seit Anfang Juli. Durch den Bruch der wichtigen Unterstützung bei 1.800 USD am Freitag hat sich das charttechnische Bild nochmals eingetrübt, was weitere kurzfristig orientierte Anleger zum Ausstieg veranlasst haben dürfte. Die letzte Woche verlor Gold 4,5% an Wert, womit es nur knapp am stärksten Wochenverlust seit März vorbeischrammte. Den heute zu Ende gehenden Monat November dürfte Gold mit dem stärksten Verlust seit vier Jahren abschließen. Die aktuelle Schwäche von Gold ist umso bemerkenswerter, weil der US-Dollar ebenfalls zur Schwäche neigt. Der EUR-USD-Wechselkurs nähert sich der Marke von 1,20, die zuletzt Anfang September erreicht wurde. Die Mischung aus Goldpreisschwäche und Dollarschwäche lässt den Goldpreis in Euro abstürzen. Dieser verzeichnete am Morgen mit 1.475 EUR je Feinunze den niedrigsten Stand seit Anfang April. Angesichts der seither durch die Anleihekäufe verursachten Ausweitung der EZB-Bilanzsumme um 1,7 Bio. EUR ist dies geradezu grotesk. Auch dass derzeit Anleihen mit einem Rekordvolumen von knapp 17,5 Bio. USD mit einer negativen Rendite handeln, verhindert den Preisverfall nicht. Somit fällt es schwer, diesen Ausverkauf noch mit fundamentalen Argumenten zu erklären. Das Vertrauen in Gold hat dadurch stark gelitten, was sich in anhaltenden Abflüssen aus den Gold-ETFs widerspiegelt. Mit dem für Freitag gemeldeten Abfluss summieren sich diese in der letzten Woche auf rund 40 Tonnen und in den letzten drei Wochen auf gut 90 Tonnen. Ebenfalls mit in den Abwärtssog geraten ist Silber, das heute auf 21,9 USD je Feinunze fällt und sich nur noch knapp über dem September-Tief hält. Das Gold/Silber-Verhältnis steigt im Zuge dessen auf 80. Ähnlich wie Gold verzeichnet auch Silber seit Mitte November massive ETF-Abflüsse (gut 1.000 Tonnen). Deutlich besser hält sich dagegen weiterhin Platin, das bei 960 USD je Feinunze notiert. Der Preisabschlag zu Gold verringert sich daraufhin auf gut 800 USD. Platin scheint somit das “bessere” Gold zu sein, was sich auch in kräftigen Zuflüssen in die Platin-ETFs – allein 113 Tsd. Unzen in der letzten Woche – widerspiegelt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB42W9LongPlatinum FutureFaktor: 4
SB3T8AShortPlatinum FutureFaktor: -4
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Industriemetalle: Metallpreise zünden die nächste Stufe

Die Metallpreise zünden weiter die Raketen: An der LME steigt Kupfer zum Wochenauftakt auf fast 7.700 USD je Tonne, den höchsten Stand seit März 2013. An der SHFE schießt Kupfer auf umgerechnet über 8.700 USD je Tonne nach oben. Aluminium verzeichnet bei 2.030 USD ein 2-Jahreshoch und Zink steigt auf das höchste Niveau seit 1½ Jahren (2.840 USD). Die Metallpreise setzen somit ihren starken Anstieg seit Monatsbeginn fort – der LME-Industriemetallindex hat im November um über 10% zugelegt. Neuerlichen Auftrieb erhalten die Metallpreise heute Morgen von überraschend guten Konjunkturdaten aus China: Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) ist deutlich stärker als erwartet auf 52,1 gestiegen, den höchsten Wert seit über drei Jahren. Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist damit schon fast wieder ausgelassen. Da auch der Dienstleistungs-PMI weiter gestiegen ist, ist Chinas Wirtschaft mittlerweile wieder klar auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Der Corona-bedingte Einbruch zu Jahresbeginn scheint vergessen bzw. die Scharte ausgewetzt zu sein. Hiervon profitieren die Industriemetalle überproportional, da China mit einem Marktanteil von mindestens 50% der mit Abstand wichtigste Metallkonsument ist und erwartet wird, dass der Wirtschaftsaufschwung mit einer hohen Metallnachfrage einhergeht. Viele Marktteilnehmer führen die zuletzt gefallenen börsenregistrierten Metallvorräte als Indiz der robusten chinesischen Nachfrage an. In den SHFE-Lagerhäusern sind zum Beispiel die Kupfervorräte letzte Woche auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gefallen. Und auch aus den LME-Lagerhäusern wurde Material abgerufen. Wir denken aber auch, dass daneben viel spekulatives Kaufinteresse den Kupfer- wie auch die anderen Metallpreise nach oben treibt. Aus technischer Sicht ist Kupfer mittlerweile überkauft – der RSI liegt bei 80.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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