Rohstoffe

Gold vor stärkstem Quartalsgewinn seit mehr als vier Jahren

Energie: Ölmarkt im fragilen Gleichgewicht

Die Ölpreise verharren um 40 USD je Barrel, wobei sich stützende und belastende Faktoren auszugleichen scheinen. Heute sorgt wohl eine mögliche Lösung der Ölblockade in Libyen für Abgabedruck, nachdem sich die Volksstämme, die im Osten des Landes die Ölproduktion seit Januar blockiert haben, nun gesprächsbereit zeigen. Libyen nimmt an den vereinbarten Produktionskürzungen der OPEC nicht teil, weil seine Produktion von 1,1 Mio. auf rund 100 Tsd. Barrel täglich gesunken ist. Gleichzeitig scheinen sich jedoch andere OPEC-Länder an die Vereinbarungen diszipliniert zu halten. Lauf dem Datendienstleister Petro-Logistics hat der Irak seine Exporte im Juni um weitere 310 Tsd. Barrel pro Tag reduziert. Ein ähnliches Wechselspiel zwischen stützenden und belastenden Faktoren sieht man auch auf der Nachfrageseite. Zwar fielen die US-Wirtschaftsdaten für Mai eher besser aus als erwartet. Gleichzeitig belasten allerdings Sorgen vor einer zweiten Welle des Coronavirus und mögliche neuerliche Lockdowns die Stimmung.

Energie: Bundesregierung beschließt Kohleausstieg

Die Bundesregierung hat sich gestern nach langen Verhandlungen auf Bedingungen zum Kohleausstieg in Deutschland bis zum Jahr 2038 geeinigt. Am Freitag soll der Bundestag darüber abstimmen. Im letzten Jahr haben die Stein- und Braunkohlekraftwerke mit netto über 150 TWh (abzüglich des Eigenbedarfs der Kraftwerke) noch fast 30% der Stromerzeugung in Deutschland ausgemacht, die Kernenergie weitere 14%. Der Ausstieg aus dem Atom- und Kohlestrom wird den deutschen Strommix weiter massiv verschieben. Für den Emissionshandel bedeutet der Kohleausstieg zwar einen geringeren Bedarf an Emissionsrechten. Da die Regierung allerdings Emissionsrechte für stillgelegte Kraftwerke nicht mehr ausgeben will, dürfte dies den Preis nicht belasten. Der politische Wille spricht also weiter für höhere CO2-Preise.

Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B7QCallOil Brent FutureHebel: 5,3
SB9AGUPutOil Brent FutureHebel: 4,9
SB9BCGCallOil WTI Light FutureHebel: 5,2
CL7MRVPutOil WTI Light FutureHebel: 4,7
SB1Y3HCallICE ECX EUA FutureHebel: 5,5
CJ8CS9PutICE ECX EUA FutureHebel: 4,9
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold vor stärkstem Quartalsgewinn seit mehr als vier Jahren

Gold handelt am Morgen unverändert bei 1.770 USD je Feinunze. Es bleibt damit in Schlagdistanz zu seinem 7½-Jahreshoch. Gold in Euro steigt auf 1.580 EUR je Feinunze, da der US-Dollar nach unerwartet starken Daten zum US-Immobilienmarkt aufwertet. Dass sich Gold dieser Aufwertung widersetzt, ist als Zeichen relativer Stärke zu sehen. Seit Quartalsbeginn hat Gold 12,6% zugelegt und steht damit vor dem stärksten Quartalsgewinn seit dem 1. Quartal 2016. Der Anstieg um gut 16% vor vier Jahren folgte allerdings nach einer Verlustrecke von sechs Quartalen und begann von einem sehr niedrigen Niveau. Der Quartalsanstieg diesmal ist dagegen bereits der siebte in Folge und setzte von einem deutlich höheren Niveau ein. Somit besitzt der derzeitige Anstieg eine ganz andere Qualität. Eine Gemeinsamkeit gibt es allerdings: Der Preisanstieg damals wie heute war vor allem auf eine starke Investmentnachfrage zurückzuführen. Im 1. Quartal 2016 verzeichneten die Gold-ETFs laut World Gold Council Zuflüsse von 341 Tonnen. Im laufenden Quartal sind es Bloomberg-Daten zufolge bereits 382 Tonnen. Die Kehrseite der Medaille ist eine sehr schwache physische Goldnachfrage in Asien. Darüber legten die gestern von der Statistikbehörde Hongkong veröffentlichten Zahlen erneut Zeugnis ab. Demnach hat China im Mai den zweiten Monat in Folge per saldo Gold nach Hongkong exportiert, auch wenn die Netto-Ausfuhren mit 1,5 Tonnen deutlich niedriger waren als im April mit gut 10 Tonnen. Zu den neuerlichen Netto-Exporten haben eine schwache einheimische Nachfrage, hohe Lagerbestände und unter dem Weltmarktniveau liegende lokale Preise beigetragen. Für die chinesischen Käufer sind die Preise dennoch sehr hoch, was die Nachfrage bremst. Normalerweise dient Hongkong als wichtigster Umschlagplatz für die Goldeinfuhr in das Reich der Mitte. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Netto-Importe lediglich auf 15,6 Tonnen. Sie liegen damit mehr als 90% unter dem Vorjahresniveau.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Kupfer profitiert von Chinas Erholung

Der Kupferpreis erhält heute Morgen weiteren Auftrieb von guten Konjunkturdaten aus China und ist über die Marke von 6.000 USD je Tonne gestiegen. Er notiert nur noch knapp 3% unter seinem Jahreseinstandsniveau und steht vor dem größten Quartalsgewinn seit fast zehn Jahren (+21%). Sollte Kupfer nachhaltig diese Marke überwinden, könnte dies zu technischen Anschlusskäufen führen und den Kupferpreis kurzfristig weiter nach oben treiben. Dies könnte auch die spekulativen Finanzinvestoren auf den Plan rufen, die auf den fahrenden Zug noch aufspringen möchten. Sie hatten sich lange Zeit bei Kupfer zurückgehalten, in der letzten CFTC-Berichtswoche (zum 23. Juni) ihre Netto-Long-Positionen aber auf gut 20 Tsd. Kontrakte fast verdoppelt. Die anderen Metalle reagieren dagegen kaum auf die chinesischen Daten. In China hat sich die Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungssektor weiter aufgehellt, trotz des erneuten Virusausbruchs in Peking. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) ist im Juni entgegen den Erwartungen auf 50,9 gestiegen. Nach dem scharfen Einbruch im Februar liegt er nun schon den vierten Monat in Folge im expansiven Bereich. Dies deutet darauf hin, dass sich die Wirtschaftserholung in China fortsetzt. Ob davon auch die kleineren und privaten Unternehmen etwas spüren, wird morgen der von Caixin erhobene PMI zeigen. Jedenfalls lassen die zuletzt veröffentlichten Daten auch eine wieder stärkere Nachfrage nach Rohstoffen erwarten. Bei den Industriemetallen ist China der mit Abstand wichtigste Konsument. In den USA dürfte sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe ebenfalls verbessert haben. Hierüber wird der ISM-Index Aufschluss geben, der morgen veröffentlicht wird.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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