Rohstoffe

Gold vor neuen Hochs

Energie: (Zu) hohe Erwartungen an das “OPEC+”-Treffen

Der Ölmarkt wartet mit Spannung auf das (virtuelle) “OPEC+”-Treffen am Donnerstag. Wir bleiben skeptisch, dass die Markterwartungen erfüllt werden. So ist noch vieles unklar, z.B. die zu erbringenden Kürzungen pro Land, das Ausgangsniveau der Kürzungen, Zeitpunkt und Dauer der Kürzungen, Kontrollmechanismen und die Zahl der beteiligten Länder. Zwar können die koordinierten Aktionen sämtlicher großer Ölexporteure nicht den massiven Rückgang der Nachfrage kurzfristig kompensieren. Mit mindestens 20 (oder wie manch Rohstoffhändler schätzt bis zu 30) Mio. Barrel täglich ist das Ausmaß des Rückgangs schlichtweg zu groß. Doch eine Demonstration der Einigung und Entschlossenheit unter den Ölproduzenten würde sicherlich zur Stabilisierung und Normalisierung des Ölmarktes beitragen und ein baldiges “Überlaufen” der Öllager zumindest hinauszögern. So möchte nun auch Norwegen am Gespräch am Donnerstag teilnehmen. Darüber hinaus sollen Berichten zufolge die Ergebnisse am Freitag im Rahmen einer Telefonkonferenz der G20-Energieminister diskutiert werden und sich auch andere Länder wie Brasilien und Kanada an den Produktionskürzungen beteiligen. Nach der gestrigen Aussage von Trump, wobei er vorerst keine Beteiligung der USA an den Kürzungen signalisiert hat, sind die Erfolgschancen auf eine Einigung jedoch wieder erheblich gesunken. Denn Russland und Saudi-Arabien machen Reuters-Berichten zufolge eine Beteiligung der USA zur Bedingung. Die USA werden aber auch unfreiwillig zu den Produktionskürzungen beitragen: So ist die Zahl aktiver Ölbohrungen in der Vorwoche um 62 eingebrochen – der stärkste Wochenrückgang seit März 2015 – und auf dem niedrigsten Stand seit Anfang 2017. Die anderen Ölproduzenten sollten sich also im Klaren sein, dass wenn ihr “Plan” aufgehen und der Ölpreis in Kürze wieder über 40 USD je Barrel steigen sollte, der nun eingesetzte “Bereinigungsprozess” in der US-Schieferölindustrie wie 2016 wieder zum Halt kommen könnte.

Rasante Preiserholung (auch) im EU-Emissionshandel

Der CO2-Preis im EU-Emissionshandel notiert heute Morgen wieder bei 21 EUR je Tonne und damit 6 EUR höher als im Tief Mitte März. Die Heftigkeit des Einbruchs und die Schnelligkeit der Erholung zeigen einmal mehr, wie stark spekulativ der Handel getrieben ist. Auch wenn die Marktstabilitätsreserve langfristig Überschüsse vom Markt nimmt und damit unseres Erachtens mittelfristig wieder höhere Preise begünstigt, dürfte das vorerst extrem schwierige wirtschaftliche Umfeld in der EU einer Preiserholung zunächst Grenzen setzen. Vielmehr sind erneute Rückschläge zu befürchten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D4XLongOil Brent Future Faktor: 2
CJ3D46ShortOil Brent Future Faktor: -2
CJ8EWYLongOil WTI Light Crude Faktor: 2
CJ3D4NShortOil WTI Light Crude Faktor: -2
CJ8G2RLongICE ECX EUA FutureFaktor: 4
CJ8G2SShortICE ECX EUA FutureFaktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold vor neuen Hochs, Silber holt etwas auf

Gold stieg gestern um 2,5% und setzte seinen Höhenflug auch heute zunächst fort. In der Spitze wurden am Morgen fast 1.680 USD je Feinunze erreicht. Höher notierte Gold zuletzt vor einem Monat, als es bei gut 1.700 USD den höchsten Stand seit mehr als sieben Jahren markierte. Dieses Hoch rückt somit wieder in Reichweite. Gleiches gilt auch für das Ende Februar verzeichnete Rekordhoch in Euro bei gut 1.560 EUR je Feinunze. Von diesem war Gold am Morgen sogar nur noch 5 EUR entfernt. In Indischer Rupie, Türkischer Lira und in Südafrikanischen Rand hat Gold wegen der Schwäche der lokalen Währungen bereits neue Rekordhochs markiert. Bemerkenswert ist, dass der Goldpreis gestern trotz deutlich steigender Aktienmärkte zulegen konnte. Normalerweise sollte Gold in einem Umfeld steigenden Risikoappetits unter Druck geraten. Dieser Zusammenhang ist derzeit aber nicht mehr gegeben. Die Aktien steigen wegen der Hoffnung auf ein Abflauen der Corona-Krise. So sind die Fallzahlen in einigen Ländern zuletzt weniger stark gestiegen. Einige Länder wie Österreich, Tschechien und Dänemark haben für die Zeit nach Ostern eine graduelle Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens angekündigt. Sollte der Lockdown in immer mehr Ländern gelockert werden und die Geschäfte wieder öffnen, könnte die aufgestaute Nachfrage auf ein eingeschränktes Güterangebot treffen. Die Folge wäre eine steigende Inflation, wovon Gold profitieren würde. So könnte man den gestrigen Gleichlauf von Aktien und Gold erklären. Noch deutlicher als Gold legte gestern Silber zu. Dieses stieg um gut 4%. Heute ging es für Silber weiter bis auf 15,5 USD je Feinunze nach oben. Das Gold/Silber-Verhältnis fiel daraufhin erstmals seit Mitte März wieder unter 110. Damit bleibt Silber aber noch immer deutlich unterbewertet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ7RLNLongGold FutureFaktor: 3
CJ7RLHShortGold FutureFaktor: -3
CU0E6JLongSilver FutureFaktor: 2
CJ7RLYShortSilver FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Stark fallende Aluminiumprämien deuten auf schwache Nachfrage hin

Die Industriemetalle zeigen sich heute Morgen im Zuge eines allgemein höheren Risikoappetits der Marktteilnehmer stark: Kupfer steigt um 3% und handelt erstmals seit drei Wochen wieder über der Marke von 5.000 USD je Tonne. Aluminium legt zwar heute auch leicht zu, ist aber das schwächste unter den Metallen. Gestern ist es als einziges Metall gefallen und hat mit 1.460 USD je Tonne den tiefsten Stand seit Anfang 2016 erreicht. Wir führen dies auf die bestenfalls verhaltene Nachfrage in den wichtigsten Regionen/Ländern im Zuge des Coronavirus zurück. Gleichzeitig ist das Angebot noch hoch. Dass die Nachfrage schwach ist, zeigen unter anderem die physischen Prämien: Diese sind gerade in den letzten zwei Wochen stark gefallen. An der Comex notiert der Futures-Kontrakt für Aluminiumprämien in Europa nur noch bei 115 USD je Tonne. Vor zwei Wochen waren es noch 150 USD. In den USA (US Midwest) beträgt der Aufschlag aktuell noch gut 240 USD (rund 300 USD vor zwei Wochen). Und in Japan liegt die Prämie am Kassa-Markt mit gut 70 USD bereits jetzt schon deutlich unter der gerade erst ausgehandelten Quartalsprämie (82 USD). Ein Ende der Nachfrageschwäche und damit wohl auch der rückläufigen Prämien ist unseres Erachtens noch nicht in Sicht. Die niedrigen Aluminiumprämien und vor allem -preise machen den Produzenten das Leben allerdings immer schwerer. Mittlerweile erwägt auch der größte staatliche Aluminiumhersteller in China seine Produktion zu drosseln. Eigenen Angaben zufolge zieht er dabei auch komplette Schließungen von Produktionsstätten in Betracht. Ebenso soll die Alumina-Produktion zurückgefahren werden, da auch die Preise für das Vorprodukt von Aluminium gerade in den letzten Tagen regelrecht abgestürzt sind.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7GLongCopper FutureFaktor: 3
CU54EWShortCopper FutureFaktor: -3
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Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.Bei Briefen an die Redaktion wird das Recht zur – auch auszugsweisen – Veröffentlichung vorausgesetzt. Für die Erstellung dieser Ausarbeitung ist die Société Générale S. A., Zweigniederlassung Frankfurt am Main, bzw. etwaig in der Ausarbeitung genannte Gesellschaften verantwortlich. Diese Ausarbeitung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich eine selbstständige Anlageentscheidung des Kunden erleichtern und ersetzt nicht eine anleger- und anlagegerechte Beratung.Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in Kurzform beschrieben. Eine Anlageentscheidung sollte nur auf der Grundlage der Informationen in den Endgültigen Bedingungen und den darin enthaltenen allein maßgeblichen vollständigen Emissionsbedingungen getroffen werden. Die Endgültigen Bedingungen sind im Zusammenhang mit dem jeweils zugehörigen Basisprospekt zu lesen und können zusammen mit dem Basisprospekt unter Angabe der WKN bei Société Générale, Neue Mainzer Straße 46–50, 60311 Frankfurt am Main, angefordert werden.Die Société Générale erhält für den Vertrieb der genannten Wertpapiere den Ausgabeaufschlag bzw. erzielt als Emittentin oder Verkäuferin eigene Erträge. In der Konditionengestaltung ist eine Marge der Bank enthalten, die neben dem Aufwand für die Strukturierung und Absicherung den Ertrag der Bank abdeckt. Beim Erwerb, der Veräußerung und der Verwahrung von Finanzprodukten fallen für den Anleger Kosten an. Weitere Informationen zu den entsprechenden Transaktionskosten und zur Höhe des Depotentgelts erhalten Anleger bei ihrer Bank oder Sparkasse.Die Société Générale ist nicht dazu verpflichtet, diese Publikation zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen oder deren Empfänger auf andere Weise zu informieren, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird.Die in der Vergangenheit gezeigte Kursentwicklung von Finanzinstrumenten erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den zukünftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in dieser Publikation genannten Finanzinstruments oder dessen Emittenten kann daher nicht übernommen werden. 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