Rohstoffe

Gold vor der US-Wahl in Wartestellung

Energie: Ölpreis – Totgesagte leben länger

Im Zuge der allgemeinen Erholung der Finanzmärkte und einer USD-Schwäche hat der Ölpreis gestern wieder stark zugelegt. Der WTI-Ölpreis ist von unter 34 USD auf über 37 USD je Barrel gestiegen, der Brentölpreis sprang auf über 39 USD. Neben dem allgemein gestiegenen Risikoappetit dürften auch Meldungen seitens der OPEC und ihrer Verbündeten (OPEC+) in Bezug auf eine Beibehaltung der Produktionskürzungen in der jetzigen Höhe über das Jahresende hinaus für Unterstützung gesorgt haben. So hat der russische Energieminister Nowak gestern mit russischen Ölproduzenten über eine Verlängerung für zunächst drei Monate diskutiert. Sollten sich Russland und Saudi-Arabien darauf einigen, dürften die anderen Länder der Allianz die Entscheidung mittragen. Denn man hat noch den von Saudi-Arabien initiierten Preiskrieg von April/Mai vor Augen und wird nicht den Zorn Saudi-Arabiens riskieren. Auch auf der Nachfrageseite gibt es unterstützende Nachrichten. So ist die Ölnachfrage in Indien, dem drittgrößten Ölverbraucher und -importeur weltweit, laut vorläufigen Daten im Oktober nicht nur im Vergleich zum Vormonat, sondern sogar im Jahresvergleich gestiegen. Während die Benzinnachfrage wohl wegen einer stärkeren Nutzung von PKWs angesichts der Pandemie um 4% ggü. Vorjahr gestiegen ist, nahm die Nachfrage nach Diesel bzw. Gasöl sogar um 6,6% ggü. Vorjahr zu. Dies ist umso wichtiger, weil Letztere rund zwei Drittel der Gesamtnachfrage ausmacht und konjunkturabhängig ist. Im Monatsvergleich ist die Gasölnachfrage um 27,5% gestiegen. Doch insgesamt bleibt das Umfeld für den Ölpreis eher schwach. Die weltweite Ölnachfrage ist nach wie vor verhalten, der Ausblick für das kommende Jahr ebenfalls – dazu erwarten wir nächste Woche Schätzungen der EIA, OPEC und IEA. Die Großanleger bei WTI an der NYMEX haben zwar ihre Netto-Long-Positionen letzte Woche um über 10% abgebaut. Doch bleiben sie mit über 300 Tsd. Kontrakten recht hoch, was den Markt für Gewinnmitnahmen anfällig macht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold vor der US-Wahl in Wartestellung

Gold handelt am Morgen bei rund 1.890 USD je Feinunze. Ein etwas schwächerer US-Dollar gibt Rückenwind, während höhere Anleiherenditen und festere Aktienmärkte einem Preisanstieg auf 1.900 USD entgegenstehen. Das herausragende Ereignis heute ist ohne Zweifel die US-Wahl. Neben der Frage, wer der nächste US-Präsident wird, stehen zudem das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl. Das Hauptinteresse richtet sich dabei natürlich auf das Rennen um das Weiße Haus. Laut den aktuellen landesweiten Umfragen führt Herausforderer Biden weiterhin deutlich vor Amtsinhaber Trump. Auch in den meisten der umkämpften Bundesstaaten liegt Biden vorne. Dies muss aber wie vor vier Jahren gesehen nicht viel heißen. Damals führte Clinton in den Umfragen mit beträchtlichem Abstand, musste sich dann aber bei den Wahlmännerstimmen Trump geschlagen geben, da dieser die meisten „Swing States“ knapp für sich entscheiden konnte. Es ist zudem alles andere als sicher, dass der Wahlsieger schon morgen früh feststeht. Denn aufgrund der ungewöhnlich hohen Zahl von Briefwahlstimmen dürfte die Auszählung länger dauern und eine Entscheidung darüber, wer bei einem knappen Ergebnis entscheidende Bundesstaaten wie Florida, Pennsylvania oder Ohio gewonnen hat, verzögern. Damit Trump noch eine Chance hat, müsste er alle diese Staaten für sich entscheiden. Sollte er eine knappe Niederlage in einem dieser Staaten nicht anerkennen oder sich vorzeitig zum Sieger erklären, weil er vor der Auszählung der Briefwahlstimmen knapp in Führung liegt, würde das am Markt für Verunsicherung sorgen. Ob Gold davon profitieren kann, hängt maßgeblich von der Reaktion des US-Dollar ab. Bei der Wahl zum US-Kongress ist die entscheidende Frage, ob es den Demokraten gelingt, in beiden Kammern eine Mehrheit zu erlangen. Dann könnten sie ein großes Stimulierungspaket auf den Weg bringen. Der in der Folge deutliche Anstieg der Staatsverschuldung würde Gold in den kommenden Wochen und Monaten Auftrieb geben. Dass Gold wie nach den Wahlen vor vier Jahren deutlich unter Druck gerät, ist dagegen unwahrscheinlich. Damals verlor Gold in den sechs Wochen nach der Wahl mehr als 13%.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Chilenische Kupferminenproduktion trotzt Corona

In der US-Industrie hat sich die Stimmung im Oktober stärker aufgehellt als erwartet: Der ISM-Index ist auf 59,3 gesprungen, ein 2-Jahreshoch. Dies hat den Metallpreisen im Vorfeld des heutigen Wahltages in den USA etwas Auftrieb gegeben. Kupfer handelt heute Morgen bei 6.800 USD je Tonne. Chile, der weltgrößte Kupferminenproduzent, hat gemäß Daten der nationalen Statistikbehörde im September rund 485 Tsd. Tonnen Kupfer produziert. Dies war fast genauso viel wie im Vorjahr und wie im Vormonat. Die Minenbetreiber konnten die Corona-bedingten Ausfälle eindämmen, in dem sie sich auf wesentliche Aktivitäten in den Minen fokussiert und die Minen zum Teil nur mit einer Notbesetzung betrieben haben. Auch wurden Wartungsarbeiten verschoben. Obwohl auch in Chile die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 weiter steigt, meldeten die Minenbetreiber in den letzten Monaten kaum Probleme diesbezüglich. In den ersten drei Quartalen des Jahres lag die Kupferminenproduktion mit 4,3 Mio. Tonnen marginal über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Seit dem 20. Oktober wird eine kleinere Kupfermine in Chile bestreikt. Ob dieser Ausfall von den anderen Minen aufgefangen werden kann, wird sich zeigen. Global betrachtet wird die Kupferminenproduktion in diesem Jahr wegen Corona-bedingter Ausfälle wohl zurückgehen. Im nächsten Jahr soll sie sich laut Einschätzung der International Copper Study Group kräftig erholen. Dies spricht unseres Erachtens zugleich dafür, dass die niedrigen Schmelz- und Verarbeitungsgebühren – diese lagen im Oktober auf Spot-Basis noch unter 50 USD je Tonne – nicht weiter fallen dürften.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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