Rohstoffe

Gold von steigenden Aktienmärkten gebremst

Energie: OPEC fährt die Produktion hoch, doch Fragen bleiben

Die OPEC+ hat wie erwartet eine Produktionserhöhung ab August um 2 Mio. Barrel täglich beschlossen. Gleichzeitig mussten sich aber die Länder, die zuvor mehr als vereinbart produziert hatten, verpflichten, diese Überproduktion bis September durch entsprechende Kürzungen zu kompensieren. Der Ölmarkt hat die Entscheidung positiv aufgenommen, wobei WTI und Brent um ca. 1,5% zugelegt und jeweils 3-Wochenhochs markiert haben. Zwar scheint die OPEC+ aktuell den Markt unter Kontrolle zu haben, doch bleiben Fragen: Wird die Förderdisziplin weiterhin hoch bleiben? Werden die versprochenen Kürzungen von den Nachzüglern umgesetzt? Wie schnell kann das Kartell reagieren, sollten sich die Nachfrageaussichten wieder verschlechtern? Denn egal, wie man es dreht und wendet, ist ein Brentölpreis von unter 45 USD je Barrel alles andere als gut für die OPEC. Ihre Produktion würde weiterhin rund 20% unter dem Vorkrisenniveau und ihre Exporteinnahmen insgesamt 40-50% tiefer als zu Jahresbeginn liegen. Auch würde im Falle einer erneuten Verschlechterung des Nachfrageausblicks der Widerstand gegen erneute Produktionseinschnitte extrem hoch werden. Zum Glück für die OPEC und ihre Verbündeten steigt die Produktion außerhalb der Allianz aktuell kaum. In den USA, dem weiterhin weltgrößten Ölproduzentenland und wichtigsten OPEC-Konkurrenten, zeigte der jüngste Bericht der US-Energiebehörde zur Bohrproduktivität der Schieferölproduktion, dass diese im August nochmals um 56 Tsd. Barrel täglich sinken soll. Viele Marktbeobachter haben damit gerechnet, dass sie angesichts höherer Preise bereits ab Juli steigen könnte.

Die Rohölbestände in den USA sind laut dem Wochenbericht des DOE um 7,5 Mio. Barrel und die Benzinvorräte um 3,1 Mio. Barrel gefallen. Doch war für den Abbau bei Rohöl nicht etwa eine höhere Nachfrage, sondern ein massiver Rückgang der Importe verantwortlich, so dass die USA erstmals seit Anfang Mai ein Netto-Exporteur von Rohöl und Ölprodukten wurden. Die Benzinnachfrage lag zuletzt weiterhin rund 10% unter dem Niveau der letzten Jahre. Die Risiken bleiben also.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B6PCallOil Brent FutureHebel: 7,9
CL46VPPutOil Brent FutureHebel: 7,9
SB9B6MCallOil WTI Light FutureHebel: 7,9
CL7FZRPutOil WTI Light FutureHebel: 7,8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold von steigenden Aktienmärkten gebremst

Gold handelt weiter über der Marke von 1.800 USD je Feinunze, tut sich mit einem weiteren Anstieg jedoch schwer. Das 9-Jahreshoch von 1.820 USD liegt aber in Reichweite. Silber erreichte dagegen gestern ein neues 10-Monatshoch bei knapp 19,5 USD je Feinunze. Die weiter steigenden Aktienmärkte scheinen Gold etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. So notiert der S&P 500 nur noch knapp unter seinem Jahresanfangsniveau und weniger als 5% vom im Februar verzeichneten Allzeithoch entfernt. Der Nasdaq Composite hat erst diese Woche ein neuerliches Allzeithoch markiert. Gestern gaben Hoffnungen auf einen Impfstoff gegen Covid-19 den Aktienmärkten weiteren Schub. Dieser könnte laut US-Chefvirologe Fauci schon Ende des Jahres zur Verfügung stehen. Dass die Infektionszahlen in den USA weiterhin besorgniserregend hoch sind und einige Bundesstaaten daher die Lockerungsmaßnahmen wieder zurückdrehen mussten, wird dagegen ignoriert. Daher sollte man sich in den nächsten Monaten wieder auf schwächere US-Konjunkturdaten einstellen, nachdem die Daten für Juni zuletzt durch die Bank positiv überraschten, so auch gestern die Industrieproduktion. Heute stehen die Einzelhandelsumsätze zur Veröffentlichung an und auch hier ist eine positive Überraschung nicht ausgeschlossen. Zur selben Zeit wird EZB-Präsidentin Lagarde ihre Pressekonferenz beginnen. Nach der Aufstockung der Anleihekäufe auf der letzten EZB-Sitzung erwarten wir diesmal keine weiteren tiefgreifenden Beschlüsse. Vielmehr wird die EZB abwarten, wie die bisherigen Maßnahmen greifen. Am Morgen veröffentlichte der Verband der Europäischen Automobilproduzenten Zahlen zu den Pkw-Neuzulassungen im Juni. Diese wiesen ein Minus von gut 22% gegenüber Vorjahr aus. In den ersten sechs Monaten beläuft sich der Rückgang auf knapp 40%. Platin und Palladium zeigen sich von diesen Zahlen allerdings unbeeindruckt. Platin handelt bei 830 USD je Feinunze, Palladium bei 1.975 USD je Feinunze.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CU0E6SLongSilver FutureFaktor: 4
CJ7RLWShortSilver FutureFaktor: -4
CU0E6QLongPalladium FutureFaktor: 3
CU3TG7ShortPalladium FutureFaktor: -3
CJ7RMELongPlatinum FutureFaktor: 3
CJ7RL9ShortPlatinum FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: Verkehrte Welt

Trotz einer guten Stimmung an den Finanzmärkten, die sich in weiter steigenden Aktienmärkten widerspiegelte, und trotz guter US-Konjunkturdaten – die Industrieproduktion ist im Juni stärker gestiegen als erwartet – haben die Industriemetallpreise gestern merklich nachgegeben. Der Rückgang setzt sich heute Morgen fort, obwohl auch aus China gute Daten berichtet wurden. Gemäß Angaben des Nationalen Statistikbüros fiel das BIP-Wachstum im zweiten Quartal mit +3,2% gegenüber Vorjahr deutlich besser aus als erwartet. Das heißt, Chinas Wirtschaft hat sich vom Corona-bedingten Einbruch im ersten Quartal schnell erholt. Die ebenfalls veröffentlichten Daten für Juni bestätigen zumindest für das verarbeitende Gewerbe den Aufwärtstrend: Die Industrieproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,8% gestiegen. Die Anlageinvestitionen waren zwar noch um 3,1% rückläufig, im Februar, dem Hochpunkt der Krise in China, lag das Minus aber noch bei 24,5%. Vor ein paar Tagen hätten die Marktteilnehmer diese Daten und Nachrichten noch genutzt, um Metalle zu kaufen und damit die Preise immer weiter nach oben zu treiben. Heute Morgen geben sie den Metallpreisen aber keine Unterstützung, geschweige denn Auftrieb. Zum Handelsbeginn zeigen sich alle Metalle im Minus. Kupfer fällt um 1% auf 6.330 USD je Tonne, Nickel und Aluminium verzeichnen größere Verluste. Nach dem starken Anstieg in den letzten Monaten könnte der Preisrückgang auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, zumal der Anstieg zuletzt auch spekulativ getrieben und überhitzt war. Wir halten es jedoch für verfrüht, jetzt schon von einer Trendwende zu sprechen. Die Korrektur könnte durchaus nur eine Verschnaufpause in einem intakten Aufwärtstrend sein. Aus fundamentaler Sicht sind die hohen Preise unseres Erachtens aber nicht gerechtfertigt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ3D7JLongCopper FutureFaktor: 5
CJ3D7RShortCopper FutureFaktor: -5
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