Rohstoffe

Gold und Silber zu Jahresbeginn stark gefragt

Energie: Die OPEC+ berät weiter…

Nach dem starken Auftakt gestern Morgen haben die Ölpreise spürbar nachgegeben: Brentöl fiel um fast 2 USD zurück. Neben der allgemein gestiegenen Risikoaversion, die auch die Aktienmärkte unter Druck setzte, belastet die gestrige ergebnislose “OPEC+”-Sitzung die Preise. Die Mehrheit der Länder unter Führung von Saudi-Arabien will zwar die Produktion im Februar unverändert lassen, aber es ist Einstimmigkeit zu erzielen und Russland drängt auf eine weitere Anhebung um 500 Tsd. Barrel pro Tag. Heute wird die Diskussion fortgesetzt. Es war zu befürchten, dass sich die OPEC+ im Dezember mit ihrer Kompromisslösung einer Feinsteuerung einen Bärendienst erwiesen hat. Aber damals wie heute gilt: Keine Einigung wäre die schlechteste aller Lösungen (gewesen). In diesem Sinn erwarten wir auch heute eine Übereinkunft. Ein potenzielles „Problem“ scheint derweil in weitere Ferne gerückt zu sein: Mit der Entscheidung des Iran zur weiteren Anreicherung von Uran dürfte eine baldige Aufhebung der US-Sanktionen durch den gewählten Präsidenten Biden und damit eine Rückkehr des Irans an den Exportmarkt zunächst ausgeschlossen sein. Auch ein Militärschlag des noch amtierenden Präsidenten Trump gegen den Iran vor dem in zwei Wochen anstehenden Amtswechsel scheint nicht vollkommen ausgeschlossen.

CO2-Preis startet das Jahr mit neuem Rekord

Der EU-Emissionshandel begann das Jahr gleich mit einem neuen Rekordhoch: Der Preis für das Recht zur Emission einer Tonne CO2 kletterte gestern in der Spitze auf über 34 EUR. Die ambitionierte EU-Klimapolitik bleibt maßgeblicher (Langfrist-)Treiber. Aktuell ist dagegen der (fundamentale) Bedarf an Emissionsrechten gering. Im letzten Jahr ist der Anteil von Kohlestrom am EU-Strommix weiter massiv zurückgegangen. In Deutschland beispielsweise wurde sogar laut der Denkfabrik Agora Energiewende erstmals mehr Strom aus Wind als aus Kohle erzeugt. Auch aktuell bleibt der Einsatz von Kohlestrom unattraktiv, denn nicht nur die CO2 Preise machen Kohlestrom teuer; hinzu kommt, dass eine Überhitzung am chinesischen Kohlemarkt die Kohlepreise am internationalen Markt deutlich nach oben geschoben hat. Der festere Euro kann den Effekt nur leicht abmildern.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold und Silber zu Jahresbeginn stark gefragt

Gold hat sich nach dem guten Handelsstart gestern im Laufe des Tages bis auf 1.945 USD je Feinunze weiter nach oben geschraubt. Heute Morgen handelt es nur knapp darunter. Ein preistreibender Faktor war der anhaltend schwache US-Dollar. Zudem meldet Bloomberg für die Gold-ETFs für gestern Zuflüsse von 17,4 Tonnen, die höchsten seit September. Der Preisanstieg von Gold könnte sich unseres Erachtens zunächst fortsetzen, sollten die Demokraten heute bei der Stichwahl zum US-Senat im Bundesstaat Georgia beide Sitze gewinnen. Denn dann könnte der neugewählte US-Präsident Biden „durchregieren“ und wie angekündigt eine expansive Fiskalpolitik betreiben. Diese würde wohl zu weiteren Staatsschulden führen, die von der US-Notenbank Fed mit frischem Geld aufgekauft werden müssten. Hiervon sollte Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitieren. Stärker als Gold hat Silber gestern zugelegt (zeitweise +4%). Mit 27,5 USD je Feinunze war es auf ein 3½-Monatshoch gestiegen. Das Gold/Silber-Verhältnis war daraufhin unter 71 gefallen. Das heißt, Silber hat in den letzten Monaten einen Großteil seiner Unterbewertung gegenüber Gold aufgeholt. Getrieben wurde es dabei unseres Erachtens in erster Linie durch die starke Investmentnachfrage, die unter anderem in rekordhohen ETF-Zuflüssen von rund 8.680 Tonnen im letzten Jahr sichtbar wurde. Platin ist gestern erstmals seit September 2016 vorübergehend auf über 1.100 USD je Feinunze gestiegen. Mit einem Plus von zeitweise über 5% sah es zwischenzeitlich wie der sichere Sieger im Edelmetallsektor aus. Am Handelsende blieb von diesen Gewinnen jedoch nichts übrig, so dass Platin gegenüber Gold wieder an Boden verloren hat. Die Preisdifferenz zu Gold beträgt nun wieder 870 USD. Palladium rutschte im Einklang mit den fallenden US-Aktienmärkten sogar ins Minus.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Metallpreise von höherer Risikoaversion unbeeindruckt

Die über weite Strecken gute Stimmung der Marktteilnehmer hat die Metallpreise gestern getragen. Von der höheren Risikoaversion am Nachmittag, im Zuge derer die Aktienmärkte gefallen sind, haben sich die Metalle nicht anstecken lassen. Kupfer kam nahe an die Marke von 8.000 USD je Tonne heran und war damit nicht weit von seinem Mehrjahreshoch entfernt. Noch gibt es keine neuen Nachrichten zum Kupfermarkt selbst. Daher dürfte sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die politischen Entwicklungen in den USA sowie auf die Konjunkturdaten dort richten. Heute wird der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Wie schon die chinesischen Einkaufsmanagerindizes dürfte auch der ISM-Index im Dezember eine Verschnaufpause eingelegt haben. Wir denken aber nicht, dass dies den Kupferpreis belastet. Ende letzten Jahres hatte die chilenische Statistikbehörde INE für November eine etwas niedrigere Kupferproduktion als im Vorjahr berichtet. Dies dürfte in erster Linie auf den Streik in der „Candelaria“-Mine zurückzuführen sein. Daneben könnten Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus eine Rolle gespielt haben. Nach elf Monaten lag die chilenische Kupferproduktion marginal über Vorjahr. Kurz vor Weihnachten hatte die International Copper Study Group (ICSG) nochmals einen Blick in den Rückspiegel geworfen und für den globalen Kupfermarkt in den ersten drei Quartalen ein saisonbereinigtes Angebotsdefizit von 360 Tsd. Tonnen ausgewiesen (387 Tsd. Tonnen nicht saisonbereinigt). Dieses war etwas größer als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gemäß den ICSG-Daten ist im Beobachtungszeitraum das Angebot um 1,2% und die Nachfrage um 1,5% gestiegen. Eine nur geringe Verfügbarkeit von Kupferschrott hat eine stärkere Angebotsausweitung verhindert. Die Kupfernachfrage wurde laut Ansicht der ICSG nur durch China angeschoben. In allen anderen Regionen war sie demnach rückläufig (-10% ex China).

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

Nach dem ereignisreichen Jahr 2020 blicken Investoren gespannt auf 2021. Wird der Impfstoff gegen das Corona-Virus den gewünschten Erfolg bringen und sich die Rally an den internationalen Börsen fortsetzen? Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!