Rohstoffe

Gold trotzt positiver Marktstimmung

Energie – Preisanstieg bei Öl stark spekulativ getrieben: Brentöl startet kaum verändert bei 61,5 USD je Barrel in die neue Handelswoche. Hoffnungen auf eine Annäherung im US-chinesischen Handelskonflikt ließen die Preise am Freitag deutlich steigen. Der Preisanstieg Ende Oktober war stark spekulativ getrieben. Die Netto-Long-Positionen stiegen in der Woche zum 29. Oktober deutlich um 47 Tsd. auf 242,6 Tsd. Kontrakte. Damit wurde der Positionsabbau in der ersten Oktoberhälfte wieder rückgängig gemacht. Der Preisanstieg steht somit auf wackligen Beinen. Sollte die Marktstimmung drehen und die Anleger die Positionen glattstellen, könnten die Gewinne schnell wieder dahinschmelzen.

Gestern hat Saudi-Arabien den Börsengang von Saudi Aramco offiziell auf den Weg gebracht. Geplant ist, zunächst 1-2% der Aktien an der lokalen Börse zu listen. Der Börsenhandel soll in fünf Wochen starten. Ursprüngliche Pläne, die Aktien auch an internationalen Handelsplätzen wie bspw. London oder New York zu listen, wurden fallengelassen. Angesichts der sehr hohen Bewertung von geplanten 2 Bio. USD und der zunehmend skeptischen Haltung der Öffentlichkeit gegenüber fossilen Energieträgern war das Interesse der westlichen Investoren zu gering. Saudi-Arabien erhofft sich mit den Einnahmen aus dem Börsengang die Wirtschaft umzubauen und weniger abhängig vom Öl zu machen. Saudi-Arabien wird alles dafür tun, den Ölpreis im Zuge des Börsengangs auf einem halbwegs einträglichen Niveau zu halten. An einer strikten Produktionspolitik führt daher kein Weg vorbei. Dies zeigen auch die jüngsten Produktionsschätzungen von Reuters und Bloomberg. Saudi-Arabien hat die Ölproduktion nach den Angriffen auf seine Ölanlagen Mitte September schnell wieder normalisieren können. Dies führte dazu, dass die OPEC im Oktober 1,4-1,5 Mio. Barrel pro Tag mehr Rohöl produzierte als laut Schätzung der Internationalen Energieagentur im ersten Halbjahr 2020 benötigt wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle – Gold trotzt positiver Marktstimmung: Gold verliert zum Auftakt in die neue Handelswoche zwar leicht, hält sich angesichts der Nachrichtenlage und der von zunehmendem Risikoappetit bestimmten allgemeinen Marktstimmung aber vergleichsweise gut. Jüngste Äußerungen aus den USA und China schüren die Hoffnung, dass sich beide Länder aufeinander zubewegen und ein Teilhandelsabkommen in greifbarer Nähe ist. Die Gefahr weiterer gegenseitiger Strafzölle wäre damit gebannt und es könnte möglicherweise auch zu einer teilweisen Rücknahme von Zöllen kommen. Die Aktienmärkte legen daraufhin deutlich zu und die Zinssenkungserwartungen werden merklich zurückgeschraubt. Dass die Anleger Gold daraufhin nicht stärker den Rücken kehren, ist ein positives Zeichen. Immerhin liegen die spekulativen Netto-Long-Positionen nach wie vor auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Sie stiegen in der Woche zum 29. Oktober sogar wieder auf knapp 200 Tsd. Kontrakte, was umgerechnet fast 620 Tonnen “Papier”-Gold entspricht. Das bedeutet allerdings auch ein beträchtliches Verkaufspotenzial, sollten die spekulativen Anleger ihre Meinung zu Gold ändern. Sehr schwach präsentiert sich weiterhin die Goldnachfrage in Asien. Laut Angaben eines nicht namentlich genannten Regierungsvertreters lagen die Goldimporte Indiens im Oktober nur bei 38 Tonnen und damit 33% niedriger als im Vorjahr. Dies deutet auf eine verhaltene Nachfrage zu den hinduistischen Feiertagen Dhanteras und Diwali Ende Oktober hin. Daten des World Gold Council dürften morgen bestätigen, dass die Goldnachfrage im dritten Quartal hauptsächlich durch die Investmentnachfrage im Form von ETF-Zuflüssen und durch Käufe der Zentralbanken getragen wurde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle – Anleger bei Kupfer weniger pessimistisch: Die spekulativen Leerverkäufer haben sich bei Kupfer an der COMEX zuletzt stark zurückgezogen. In der Vorwoche haben sich die Netto-Short-Positionen der Großanleger halbiert und sind mit knapp 22 Tsd. Kontrakten so niedrig wie seit April nicht mehr. Auch an der LME hat sich die Skepsis der Investmentfonds zuletzt gelegt, wobei diese wie auch die COMEX-Anleger noch immer mehrheitlich negativ gestimmt sind. Man kann davon ausgehen, dass die meisten negativen Faktoren, wie z.B. eine zuletzt hohe Verfügbarkeit von Kupferkonzentrat und eine schwache Nachfrage in den Preisen berücksichtigt sind. Sollten nun die Proteste im Hauptminenproduzentenland Chile länger anhalten und sich auf der anderen Seite die USA und China auf ein Teilhandelsabkommen einigen, könnte das den LME-Kupferpreis sogar weiter in Richtung 6.000 USD je Tonne steigen lassen. Angesichts einer guten Versorgungslage und eines zu erwartenden Überschusses im nächsten Jahr sehen wir das Potenzial nach oben jedoch als begrenzt an.

LME-Aluminium mit Anzeichen einer Verknappung: Während sich bei Kupfer die Leerverkäufer allmählich zurückziehen, bleiben die Großanleger bei Aluminium laut LME noch extrem negativ gestimmt. Doch in diesem Fall könnte man behaupten, dass “Totgesagte länger leben“. Denn wir sehen darin eine Bestätigung dafür, dass das Preispotenzial nach unten bei Aluminium sehr begrenzt ist, weil die Risiken bereits in den Kursen eskomptiert sind. Als wichtigster Unterstützungsgrund bleiben jedoch die hohen Herstellungskosten und die (teilweise selbst aufgelegten) Handelsbarrieren, die die Verfügbarkeit einschränken. In diesem Zusammenhang wäre es interessant, mehr über den Fall in Vietnam zu erfahren, wo nach Medienberichten zuletzt eine große Lieferung von umdeklariertem Aluminium aus China vom Zoll beschlagnahmt wurde. Angeblich gehe es um 1,8 Mio. Tonnen Aluminiumprodukte, die hauptsächlich für den US-Markt bestimmt waren. Aufgrund der hohen US-Strafzölle kann der “Schmuggel” durchaus Sinn machen. Jedoch bräuchte man angesichts der gigantischen Größe mehr Informationen um das richtig einzuordnen. Auffällig war zuletzt, dass der Aluminiummarkt an der LME erstmals in diesem Jahr in die sog. Backwardation fiel, wobei der Kassakurs über dem LME-Standard-Dreimonatsforward liegt (Grafik des Tages). Das deutet auf eine Verknappung hin und dürfte die Preise unterstützen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7K Long Copper Future Faktor: 6
CJ3D7S Short Copper Future Faktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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