Rohstoffe

Gold stürzt ab

Energie: Erneute Nachfragesorgen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben am Freitag jeweils Höchststände seit letztem Februar markiert. Dabei ist der Brentölpreis auf über 56 USD und der WTI fast auf 53 USD je Barrel gestiegen. Eine ausgelassene Anlegerstimmung im Hinblick auf die wahrscheinlichen umfangreichen fiskalischen Stimulusprogramme seitens der kommenden Regierung Biden und die freiwilligen Produktionskürzungen seitens Saudi-Arabiens haben für Unterstützung gesorgt. Am Freitag hat der künftige US-Präsident weitere fiskalische Anreize einschließlich Direktzahlungen in Höhe mehrerer Billionen US-Dollar versprochen. Die neue US-Regierung kann dank der (knappen) Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses mit Zustimmung rechnen und die Nachfrage kurzfristig stimulieren. Auf der anderen Seite dürfte sich durch die freiwilligen zusätzlichen Kürzungen im Februar und März seitens Saudi-Arabiens um jeweils 1 Mio. Barrel täglich die Angebotssituation weiter anspannen und der Ölmarkt bereits kurzfristig ein Angebotsdefizit aufweisen. Wir haben deshalb unsere Ölpreisprognose für das erste Quartal für Brent auf 52 USD je Barrel angehoben. Heute Morgen geben die Ölpreise jedoch wieder nach und notieren jeweils rund 1 USD bzw. fast 2% unter ihren jeweiligen Hochs vom Freitag. Die erneuten Nachfragesorgen wegen sehr hoher Corona-Zahlen und erneuter Mobilitätseinschränkungen sowie der stärkere US-Dollar sorgen für Abgabedruck. Auch ist der steigende Ölpreis aus Sicht der OPEC+ ein zweischneidiges Schwert. Denn auch die Konkurrenz, allem voran die US-Schieferölindustrie, wird dadurch gestärkt, wobei die Ölproduktion längerfristig wieder stärker steigen dürfte. So ist die Anzahl der aktiven Ölbohrungen in den USA laut Baker Hughes in der letzten Woche um weitere 8 gestiegen und lag mit 275 auf dem höchsten Stand seit acht Monaten. Es ist also davon auszugehen, dass höhere Ölpreise die Rückkehr des Schieferölsektors beschleunigen. Eine weitere Bestätigung dürfte der Kurzfristausblick der US-Energiebehörde EIA morgen liefern.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD1CNHShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Steigende Anleiherenditen sorgen für Ausverkauf

Der Goldpreis brach am Freitag um mehr als 3% ein und setzte seine Talfahrt am Morgen zunächst fort. Im Tief fiel Gold unter 1.820 USD je Feinunze und markierte damit den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember. Seit dem Hoch Mitte letzter Woche bedeutet dies einen Rückgang um rund 140 USD, was dem stärksten Einbruch in einem so kurzen Zeitraum seit November entspricht. Damals waren es Meldungen über Fortschritte bei Impfstoffen, die den Absturz auslösten. Diesmal ist es eine Kombination aus einem stärkeren US-Dollar und steigenden US-Anleiherenditen. Letztere stiegen im 10-Jahresbereich seit Mitte letzter Woche um rund 20 Basispunkte auf gut 1,1%, den höchsten Stand seit 10 Monaten. Sie reagierten damit auf die Erwartung umfangreicher fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen durch die künftige Biden-Regierung, wodurch die US-Staatsverschuldung weiter zunehmen wird. Der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom letzten Freitag, der den ersten Stellenabbau seit April 2020 zeigte, hat diese Erwartung nochmals bestärkt. Die kaum veränderten kurzfristigen Renditen zeigen allerdings, das weiterhin nicht mit Fed-Zinserhöhungen gerechnet wird. Entsprechend dürfte sich auch der Renditeanstieg am langen Ende als vorübergehend erweisen. Wegen der gestiegenen Inflationserwartungen sind die Realzinsen in den USA weiterhin negativ und dürften dies auf absehbare Zeit auch bleiben. Insofern gehen wir davon aus, dass der Goldpreis schon bald wieder steigen wird. Mittlerweile handelt Gold wieder bei 1.850 USD. Im Zuge des Ausverkaufs bei Gold gerieten auch die anderen Edelmetalle unter Druck. Silber fiel am Freitag um mehr als 6% und rutschte am Morgen im Tief bis auf 24,4 USD je Feinunze ab. Auch Platin, das am Freitag noch nahe eines 4-Jahreshochs notierte, geriet mit in den Abwärtssog und verlor fast 100 USD auf gut 1.030 USD je Feinunze.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver FutureFaktor: 6
SB3T6JShortSilver FutureFaktor: -6
SB3T56LongPlatinum FutureFaktor: 5
SB42W6ShortPlatinum FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Breit angelegte Korrektur der Metallpreise – aber für wie lange?

Es hatte sich am Freitag nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht – dieser führte gemeinsam mit stärkeren geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China zu einem geringeren Risikoappetit der Marktteilnehmer – schon angedeutet, als die Metallpreise im späten Handel ihre bis dahin aufgelaufenen Gewinne abgaben und ohne Ausnahme ins Minus rutschten. Der feste US-Dollar, der heute den dritten Tag in Folge aufwertet, tat sein Übriges. Zum Wochenauftakt geben die Metallpreise stärker nach; es bahnt sich die erste nennenswerte Korrektur seit längerem an. Kupfer und Nickel sind im frühen Handel die größten Verlierer: Beide geben um über 2% nach. Kupfer fällt dabei unter die Marke von 8.000 USD je Tonne, Nickel korrigiert auf rund 17.200 USD je Tonne. Fraglich ist, wie lange die Korrektur anhält. Denn die Verluste der asiatischen Aktienmärkte hielten sich heute in Grenzen und die europäischen Märkte sind ebenfalls nur leicht schwächer in den Handel gestartet. Dies deutet auf eine gewisse Risikobereitschaft der Marktteilnehmer hin, die sich auch schon bald wieder in höheren Metallpreisen niederschlagen könnte. So sind die spekulativen Finanzinvestoren laut CFTC-Statistik bei Kupfer trotz weiter leicht rückläufiger Netto-Long-Positionen immer noch sehr optimistisch positioniert. Ein Industrierohstoff, der heute Morgen kaum fällt, ist Eisenerz. Es kostet weiter 167 USD je Tonne. Die Stahlpreise hingegen geben deutlicher nach. Wie am Freitag gemeldet wurde, hat Australien über den Hafen von Port Hedland im Dezember die größte Menge Eisenerz seit sechs Monaten exportiert. Die Ausfuhren nach China stiegen im Monatsvergleich um 16%. Dies deutet sowohl auf eine gute Verfügbarkeit von Eisenerz als auch auf eine hohe Nachfrage nach dem Rohstoff zur Stahlproduktion hin. China veröffentlicht am Donnerstag die vorläufige Handelsstatistik für Dezember und damit auch für das Gesamtjahr. Die Eisenerzimporte waren im letzten Jahr wohl rekordhoch.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2021

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