Rohstoffe

Gold stemmt sich gegen höhere Zinserwartungen

Energie: Ölproduktion in Libyen normalisiert sich

Brent steigt am Morgen auf 81,5 USD je Barrel, nachdem der Preis gestern zeitweilig unter 81 USD gefallen war. Der Preisanstieg erfolgt trotz einer sich weiter normalisierenden Ölproduktion in Libyen. Diese hat wieder das Niveau von 1 Millionen Barrel pro Tag erreicht, nachdem es eine Einigung mit den Milizen gegeben hat, die die Ölfelder im Westen des Landes seit Mitte Dezember besetzt hatten. Betroffen davon war auch das größte Ölfeld des Landes, El Sharara. Zusammen mit drei weiteren benachbarten Ölfeldern, die ebenfalls wieder ihre Produktion aufnehmen, steigt dadurch die Ölförderung in Libyen um 350 Tausend Barrel pro Tag. Damit dürften auch die Ölexporte aus den westlichen Ölhäfen des Landes in Kürze wieder aufgenommen werden. Allerdings sind die Ölexporte aus den meisten anderen Ölhäfen Libyens in dieser Woche aufgrund schlechten Wetters ausgesetzt, so dass sich die höhere Ölproduktion im Land noch nicht unmittelbar in einem höheren verfügbaren Ölangebot widerspiegelt. Das könnte erklären, warum die Ölpreise auf die Wiederöffnung der libyschen Ölfelder bislang noch nicht reagiert haben. Das kasachische Energieministerium hat Zahlen veröffentlicht, die die Auswirkungen der Massenproteste der vergangenen Woche auf die Ölproduktion in Kasachstan verdeutlichen. Demnach lag die Fördermenge einschließlich Kondensaten am Sonntag bei 248.600 Tonnen, was einer Tagesproduktion von gut 1,8 Millionen Barrel entspricht. Zu Wochenbeginn waren es noch 258.200 Tonnen beziehungsweise knapp 1,9 Millionen Barrel. Der Rückgang hält sich somit in Grenzen. Dieser war wie gestern berichtet auf unterbrochene Eisenbahntransportverbindungen zurückzuführen, woraufhin das größte Ölfeld, Tengiz, seine Produktion vorübergehend drosseln musste. Heute dürfte sich das Interesse der Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung des Kurzfrist-Energieausblicks (STEO) der US-Energiebehörde richten. Hier dürfte insbesondere im Fokus stehen, wie die EIA die Perspektiven für die US-Ölproduktion in diesem und im nächsten Jahr einschätzt. So dürfte die Frage beantwortet werden, ob die Produktion im nächsten Jahr wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6ALongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SD1CL9LongWTI Light Crude Future Faktor: 3
SD2TASShortWTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Erwartete Fed-Zinserhöhung offenbar kein Belastungsfaktor mehr für Gold

Der Goldpreis ist über Nacht auf 1.810 USD je Feinunze gestiegen. Er profitiert vom etwas schwächeren US-Dollar und leicht gefallenen US-Anleiherenditen. Gemessen an den Fed Fund Futures wurde seit der Veröffentlichung des falkenhaften Fed-Sitzungsprotokolls letzte Woche eine Zinserhöhung im März mittlerweile vollständig eingepreist. Die bevorstehende erste Zinserhöhung der Fed seit über sechs Jahren sollte also kein größerer Belastungsfaktor mehr für Gold sein. Insgesamt erwartet der Markt gemäß Fed Fund Futures jetzt drei bis vier Zinsschritte der US-Notenbank in diesem Jahr. Die Fed reagiert damit auf die hohe Inflation in den USA – diese dürfte im Dezember erstmals seit fast 40 Jahren über 7% gelegen haben, wie die Daten morgen wohl zeigen werden und den sich merklich anspannenden Arbeitsmarkt. Die ETF-Investoren trauen dem Braten allerdings noch nicht so richtig: Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs haben gestern den dritten Tag in Folge Abflüsse verzeichnet, wenn auch moderate. Und auch die spekulativen Finanzinvestoren hatten sich rund um den Jahreswechsel etwas zurückhaltender gezeigt: Sie haben in der letzten CFTC-Berichtswoche ihre Netto-Long-Positionen bei Gold leicht reduziert. Die anderen Edelmetalle legen heute Morgen im Fahrwasser von Gold zu. Platin und Palladium holen dabei einen Teil ihrer Verluste von gestern auf. Platin war gestern zeitweise um 3,5% unter 930 USD je Feinunze abgerutscht, Palladium gab phasenweise um 2% nach. Wir haben allerdings keine Nachrichten gefunden, die den Preisrückgang bei Platin und Palladium erklären könnten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Indonesien hat 2021 deutlich mehr Zinn exportiert

Die Londoner Metallbörse (LME) kämpft heute Morgen mit einem Stromausfall in einem Daten-Center, der zu Verbindungsausfällen geführt hat, so dass heute der Handel mit Kupfer, Aluminium und Co. erst verspätet aufgenommen werden kann. An der SHFE in Shanghai, wo der Handel regulär stattfindet, legen die Metallpreise teilweise merklich zu. Sie werden angeführt von Nickel, das um knapp 2% steigt. Hinter dem Preisanstieg von Nickel steht möglicherweise die Meldung, dass sich ein großer US-Elektroautohersteller langfristig Nickelkonzentrat gesichert hat. Nickel wird in Form von Sulfat in Batterien verwendet. Der Zinnpreis an der LME ist gestern erneut vorübergehend über die Marke von 40.000 USD je Tonne gestiegen, obwohl Indonesien hohe Zinnexporte für Dezember berichtet hat. Gemäß Daten des Handelsministeriums sind die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 25% auf fast 8 Tausend Tonnen gestiegen. Dies waren zugleich die höchsten monatlichen Exporte seit über drei Jahren. Mit knapp 75 Tausend Tonnen im Gesamtjahr wurde 14% mehr Zinn ausgeführt als im Vorjahr, auch dies ein 3-Jahreshoch. Zudem wurden die Zielvorgaben deutlich übertroffen. Die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte hohen Exporte dürften mit den stark gestiegenen Preisen zusammenhängen. Trotz der vermehrten Ausfuhren war der globale Zinnmarkt im letzten Jahr aber nicht nennenswert überversorgt, sondern „nur“ nahezu ausgeglichen, wie Daten des World Bureau of Metal Statistics für Januar bis Oktober zeigen. Neuere Daten liegen noch nicht vor. Dies deutet unseres Erachtens auf eine robuste Zinnnachfrage hin wohl vor allem aus der Elektronikindustrie, wo Zinn als Lötmittel verwendet wird. Ob Indonesien in diesem Jahr genauso viel Zinn exportieren wird, ist fraglich. Sollten die Zinnpreise wieder fallen, dürften sich die Exporteure und Händler wie schon in der Vergangenheit zu beobachten preissensitiv verhalten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SH0ETJShortCopper FutureFaktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!