Rohstoffe

Gold & Silber: Verschnaufpause oder Korrektur?

Energie: Ölpreise zu Wochenbeginn freundlicher

Die Ölpreise starten die Woche mit einem freundlichen Unterton: Sie steigen um jeweils 1,5% und machen damit fast die gesamten Verluste vom Freitag wett. Die freundlichen Finanzmärkte und die politischen Spannungen weltweit sorgen für ein günstiges Umfeld. Auch die Erwartung einer höheren Nachfrage durch Saudi-Arabien und die angekündigten freiwilligen Produktionskürzungen seitens des Irak wirken unterstützend. Der Irak hat sich verpflichtet, seine Produktion im August und September um weitere 400 Tsd. Barrel täglich zu reduzieren zusätzlich zu den bestehenden Kürzungen von 850 Tsd. Barrel. Das wäre in vielerlei Hinsicht ein starkes Signal für den Ölmarkt. Dafür müssen allerdings die im Irak tätigen internationalen Konzerne bei den Kürzungen mitmachen. Das Land hat außerdem seine Juli-Produktion trotz anderweitiger Äußerungen um lediglich 11 Tsd. Barrel pro Tag reduziert. Zusätzlich erschwerend wirkt die Tatsache, dass die meisten anderen Länder der OPEC+ ab August ihre Produktion bereits wieder hochfahren dürften. Noch hilft der OPEC und ihren Alliierten die Tatsache, dass die Nicht-OPEC-Produktion trotz der jüngsten Preiserholung nicht steigt. Laut Baker Hughes ist die Zahl der aktiven Öl- und Gasbohrungen weltweit im Juli auf ein Rekordtief von lediglich 1.030 gefallen. Noch vor einem Jahr lag sie mit 2.238 mehr als doppelt so hoch. In den USA selbst ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen letzte Woche auf ein 15-Jahrestief von 176 gefallen. Doch ausschlaggebend für den Ölmarkt bleibt mittel- bis langfristig vor allem der Nachfrageausblick. Hier wird wichtig, welche Erwartungen die führenden Energieagenturen diese Woche in ihren Monatsberichten äußern. Wie fragil die Nachfrageerholung der letzten Monate war, kann man am Geschehen am Kerosinmarkt sehen. Hier ist die Nachfrage laut EIA von fast 5 Mio. Barrel täglich zum Jahresbeginn auf unter 1 Mio. Barrel im April/Mai gefallen und hat sich bis Mitte Juli auf lediglich 1,6 Mio. Barrel täglich wieder erhöht. Die Nachfrage bleibt also das Zünglein an der Waage.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Überfällige Korrektur bei Gold und Silber, Rekord-ETF-Serie beendet

Gold handelt zum Auftakt in die neue Handelswoche bei 2.030 USD je Feinunze, Silber bei 28,4 USD je Feinunze. Gold und Silber gerieten am Freitagnachmittag unter Druck, nachdem Gold im frühen Handel ein weiteres Rekordhoch verzeichnete und Silber ein 7½-Jahreshoch markierte. Trotz des Rücksetzers am Freitag schlossen beide Edelmetalle die Woche mit dem neunten Wochengewinn in Folge ab. Bei Gold waren es am Ende 3%, bei Silber sogar 16%. Nach der rasanten Aufwärtsbewegung kam die Korrektur nicht wirklich überraschend. Wir hatten in der letzten Woche wiederholt auf den extrem hohen RSI verwiesen und auch deshalb vor einer Korrektur gewarnt. Auch die extreme Abweichung der Preise von ihren 100-Tage-Linien mahnten zur Vorsicht. Bei Gold betrug diese in der Spitze fast 20%, bei Silber sogar fast 70%. Am Freitag endete auch die Rekordstrecke von ununterbrochenen Zuflüssen in die Gold-ETFs. Erstmals seit 31 Handelstagen gab es laut Daten von Bloomberg Abflüsse. Diese beliefen sich auf gut drei Tonnen und waren auf den SPDR Gold Trust in den USA zurückzuführen. Dieser stand auch für knapp die Hälfte der Zuflüsse in dem besagten Zeitraum. Im SPDR Gold Trust investieren überwiegend institutionelle Anleger wie Investmentgesellschaften und Hedgefonds. Die US-Börsenaufsicht SEC wird voraussichtlich Ende der Woche Daten zu den Goldbeständen dieser Großanleger im SPDR Gold Trust zum Ende des zweiten Quartals veröffentlichen. Daran wird man erkennen können, wie stark die ETF-Zuflüsse im besagten Quartal auf diese Anlegergruppe zurückzuführen waren. Eine weitere Entwicklung verdient Erwähnung: Die spekulativen Netto-Long-Positionen bei Gold sind in der Woche zum 4. August auf 113,5 Tsd. Kontrakte gesunken. Das ist deswegen bemerkenswert, weil der Goldpreis in der Berichtswoche erstmals die Marke von 2.000 USD je Feinunze überwand und danach täglich neue Rekordhochs markierte. Es gibt offensichtlich eine Verschiebung der Präferenz der Finanzanleger von Terminkontrakten zu den ETFs.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T60LongSilver Future Faktor: 6
SB3T6JShortSilver Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Wieder US-Zölle auf kanadisches Aluminium

Die am Freitag begonnene Korrektur der Metallpreise setzt sich zum Wochenauftakt fort. In den USA haben sich Republikaner und Demokraten nicht auf weitere Stimulierungsmaßnahmen für die US-Wirtschaft einigen können. Die Stimmung ebenfalls trüben zunehmende Spannungen zwischen den USA und China. Nachdem Kupfer am Freitag um 2,6% gefallen war, rutscht es heute Morgen unter 6.300 USD je Tonne. Aluminium verbilligt sich auf 1.750 USD je Tonne. Im Juni hatte US-Präsident Trump gedroht, zum 1. Juli wieder Strafzölle auf kanadisches Aluminium einzuführen. Diesen Worten hatte er allerdings keine Taten folgen lassen. Umso überraschender hat er Ende letzter Woche doch die Wiedereinführung von Importzöllen in Höhe von 10% auf bestimmte Aluminiumsorten aus Kanada angekündigt. Diese sollen zum 16. August, also Ende der Woche, in Kraft treten. Die kanadische Regierung hat umgehend Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. Unserer Meinung nach tut Trump mit diesem Schritt den Aluminiumverarbeitern und schlussendlich auch den Endverbrauchern in den USA keinen Gefallen. Denn die USA sind wegen des jahrelangen Niedergangs der eigenen Aluminiumindustrie hochgradig abhängig von Importen (sie decken gemäß Daten von WBMS mehr als 80% ihrer Nachfrage mit Importen). Und das meiste Aluminium beziehen sie aus Kanada (Anteil von deutlich über 50%). Wir bezweifeln, dass Trump mit den Importzöllen der US-Aluminiumindustrie wieder auf die Beine helfen kann. Die drohenden Zölle und eine möglicherweise noch geringere Produktion in den USA führen dort schon seit Wochen zu einem Anstieg der physischen Prämien. Diese liegen aktuell bei fast 290 USD je Tonne und damit rund 100 USD höher als Ende Juni. Hohe Prämien sind ein Zeichen für Knappheit. Das knappe Angebot bezieht sich aber nur auf die USA. In Europa und Japan sind die physischen Prämien mit knapp 120 USD bzw. 75 USD je Tonne weiterhin auf sehr niedrigen Niveaus.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6YLongCopper FutureFaktor: 6
SB3T6LShortCopper FutureFaktor: -6
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