Rohstoffe

Gold seit Tagen ein Spielball der Nachrichten zum Handelskonflikt

Energie – Massiver Lageraufbau in den USA setzt Ölpreise unter Druck: Die Ölpreise machen am Morgen einen Teil ihrer gestrigen Verluste wett. Brent notiert wieder über 62 USD je Barrel, WTI bei knapp 57 USD. Grund sind Meldungen über eine mögliche schrittweise Rücknahme der gegenseitigen Strafzölle seitens der USA und Chinas. Gestern waren die Ölpreise noch stark unter Druck geraten, nachdem das US-Energieministerium für letzte Woche einen massiven Anstieg der Rohölvorräte um fast 8 Mio. Barrel berichtete. Das war fast doppelt so viel wie am Vortag vom API berichtet und lag fast zehnmal so hoch wie in einer Bloomberg-Umfrage erwartet wurde. Auch die Rohölbestände in Cushing stiegen kräftig um 1,7 Mio. Barrel, obwohl die Schließung der Keystone-Pipeline seit letzter Woche einen Lagerabbau hätte vermuten lassen, weil dadurch weniger Öl von Kanada nach Cushing gelangt. Die US-Rohölexporte brachen im Wochenvergleich um 1 Mio. Barrel pro Tag ein, was ebenso zum Lageraufbau beitrug wie eine gegen den saisonalen Trend gesunkene Rohölverarbeitung. Letzteres begünstigte einen nochmaligen Rückgang der Lagerbestände von Ölprodukten, auch wenn die Benzinnachfrage ihr ausgesprochen hohes Niveau der Vorwoche nicht halten konnte und merklich nachgab. Widersprüchliche Meldungen gibt es heute hinsichtlich der Notwendigkeit weiterer Produktionskürzungen der OPEC+. Nicht namentlich genannte Delegierte sagten, dass die großen Länder nicht auf stärkere Produktionskürzungen drängen würden, sondern lediglich auf eine strikte Umsetzung der bisherigen Kürzungen und eine nochmalige Verlängerung. Andere Quellen berichten, dass Saudi-Arabien wegen des bevorstehenden Börsengangs stärkere Produktionseinschränkungen verlangen würde. Wir schließen uns der zweiten Sichtweise an. Ohne eine weitere Drosselung der Produktion droht dem Ölmarkt Anfang 2020 ein beträchtliches Überangebot und ein erneuter Preisverfall.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H88 Long WTI Oil Future Faktor: 4
CJ8EW9 Long Brent Oil Future Faktor: 4
CJ3D4Q Short WTI Oil Future Faktor: -4
CJ3D48 Short Brent Oil Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle –  Gold seit Tagen ein Spielball der Nachrichten zum Handelskonflikt: Gold gerät wegen neuer Entspannungssignale im US-chinesischen Handelskonflikt am Morgen unter Druck und fällt wieder auf 1.485 USD je Feinunze. Zwischenzeitlich hatten aufkommende Zweifel am Zustandekommen eines Handelsabkommens den Preis wieder auf 1.490 USD steigen lassen. Gold bleibt somit ein Spielball der sich beim Thema Handelskonflikt täglich ändernden Nachrichtenlage. Vollkommen unbeeindruckt von all dem Lärm zeigen sich dagegen die ETF-Anleger, die in den letzten Tagen weiter Gold gekauft haben. Kaufen bei Schwäche bleibt somit das vorherrschende Muster. Rekordhohe Aktienmärkte trotz mauer Konjunkturaussichten, eine rekordhohe Verschuldung und eine ultralockere Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken sprechen weiterhin für Gold als alternative Anlage. Preisrückgänge wie der Absturz am Dienstag sind voraussichtlich auf spekulative Verkäufe zurückzuführen. Die CFTC-Daten morgen Abend nach Handelsschluss können darüber weiteren Aufschluss geben, da diese den Tag des Ausverkaufs mit abdecken. Alles andere als ein deutlicher Rückgang der spekulativen Netto-Long-Positionen wäre daher eine große Überraschung.

Die chinesische Zentralbank hat im Oktober eigenen Angaben zufolge kein weiteres Gold mehr gekauft. Letztmals war dies im November 2018 der Fall. Seither beliefen sich die Käufe zusammengenommen auf 107 Tonnen. Zuvor hatte sie mehr als zwei Jahre kein Gold gekauft. Dass jetzt eine ähnlich lange Durststrecke folgt, ist u.E. äußerst unwahrscheinlich.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold Future Faktor: -10
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Industriemetalle – Vorsichtiger Optimismus – Viele Belastungsfaktoren am Eisenerzmarkt: Das Drama nimmt weiter seinenLauf: Hatte es gestern noch geheißen, die Unterzeichnung eines Teilabkommens zwischen den USA und China würde sich verzögern, ist heute Morgen zu lesen, dass man sich im Rahmen dieses Abkommens bereits auf einen schrittweisen Abbau der Zölle einigen würde. Das wären zweifellos gute Aussichten, aber die Nachrichtenlage war zuletzt zu wechselhaft, als dass Euphorie aufkommen könnte. Entsprechend quittieren die Metallpreise das jüngste Geschehen zwar mit einem Aufschlag, aber eben nur mit einem kleinen. Immerhin schafft es der Kupferpreis zurück über 5.900 USD je Tonne.
Konjunkturhoffnungen könnten zweifellos auch den Preis für Eisenerz stützen, der ansonsten mit Belastungsfaktoren auf Angebots- und Nachfrageseite zu kämpfen hat. Angebotsseitig meldete der weltgrößte Eisenerzproduzent aus Brasilien, dass er die Produktion in der Alegria-Mine mit einer Kapazität von 8 Mio. Tonnen p.a. wieder aufnehmen dürfe, die im März ausgesetzt wurden (geschlossen bleiben laut Unternehmensangaben aber noch immer Kapazitäten in Höhe von 42 Mio. Tonnen p.a.). Zudem baut das weltgrößte Exportland Australien seine Minenkapazitäten weiter aus und dürfte laut Einschätzung von Australiens Ministerium für Industrie, Innovation und Wissenschaft seine Exporte in den nächsten Jahren deutlich steigern. Auf der Nachfrageseite wurden die Wolken zuletzt auch immer dunkler: So meldete heute eines der führenden Stahlunternehmen, dass in Europa und in den USA die Nachfrage im laufenden Jahr rückläufig sei und entsprechend die Produktion in Europa zurückgefahren würde. Umso mehr ruhen die Hoffnungen auf dem mit Abstand größten Stahlproduzenten der Welt, China. Morgen werden die neuen Eisenerzimportzahlen veröffentlicht: Die hatten immerhin in den letzten Monaten positiv überrascht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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