Rohstoffe

Gold schmiert ab

Energie: Positive Erwartungen treiben den Ölpreis weiter nach oben

Der Brentölpreis steigt heute mit 46,7 USD je Barrel auf den höchsten Stand seit dem Einbruch Anfang März. Optimisten gewinnen offenbar die Oberhand, zumal mittlerweile kaum ein Tag ohne Meldungen über erfolgreiche Impfstoff-Tests vergeht. Das steigert das Vertrauen des Marktes in eine schnelle Normalisierung der Wirtschaft und damit der Ölnachfrage, auch wenn die aktuellen Zahlen noch keinen Anlass zu Optimismus geben. Auch auf der Angebotsseite ist es vor allem die Erwartung einer Einigung auf dem Treffen der OPEC und ihrer Verbündeten (OPEC+) nächste Woche, welche die Preise stützt. Das OPEC-Land Libyen, das nicht am Kürzungsabkommen teilnimmt, hat dagegen seine Produktion mittlerweile auf über 1,2 Mio. Barrel täglich gesteigert und möchte sie weiter anheben. Dem “OPEC+”-Abkommen würde sich Libyen laut dem staatlichen Ölkonzern NOC erst ab einer Produktion von 1,7 Mio. Barrel täglich anschließen. Dies dürfte jedoch der maximalen Produktionskapazität des Landes entsprechen und wurde zuletzt in den 1970er Jahren nachhaltig erreicht. Somit wäre das eigentliche Ziel des freiwilligen Verzichts und der Kooperation verfehlt. Auch die extrem hohen Ölproduktausfuhren Chinas kann man unterschiedlich interpretieren. Im Oktober hat China mit 1,91 Mio. Tonnen so viel Benzin wie nie zuvor exportiert, ein Anstieg um 63% ggü. September bzw. 10% ggü. Vorjahr. Die Dieselexporte sind laut Chinas Zollbehörde auf 2,17 Mio. Tonnen gestiegen und lagen damit sogar 82% höher als im Vormonat bzw. 83% höher als im Vorjahr. Zwar könnte man meinen, dass die zuletzt rekordhohe Raffinerieverarbeitung also nicht einer starken Binnennachfrage, sondern einem sprunghaften Anstieg der Produktexporte geschuldet war. Das wiederum könnte aber auf eine offensichtlich starke Nachfrage in Asien außerhalb Chinas verweisen. Der Markt wird nun wieder auf einem Ohr taub und neigt u.E. zu einer zu optimistischen Deutung der Nachrichtenlage.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Goldpreis fällt auf 4-Monatstief

Gold steht erneut kräftig unter Druck. Der Preis fällt am Morgen unter 1.830 USD je Feinunze, den tiefsten Stand seit vier Monaten. Der Preisrückgang seit gestern beläuft sich auf rund 50 USD. Auslöser waren Meldungen über einen weiteren hochwirksamen Impfstoff sowie unerwartet robuste US-Konjunkturdaten. Dies hat zu einem Anstieg des Risikoappetits geführt. Zudem sinkt dadurch in den Augen einiger Marktteilnehmer offenbar die Notwendigkeit weiterer umfangreicher Stimulierungsmaßnahmen. Zusätzlichen Abgabedruck dürfte der Rutsch unter die wichtige Unterstützungszone bei 1.850 USD ausgelöst haben. Angesichts dieser Gemengelage überrascht es nicht, dass die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs gestern erneut Abflüsse von knapp 11 Tonnen verzeichneten. Bis zur Marke von 1.800 USD gibt es auch wenig Unterstützungszonen, die den Preisrückgang aufhalten könnten. Erst dort ist mit einer Stabilisierung zu rechnen. Trotz der genannten Gründe, die derzeit gegen Gold sprechen, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass sich an dem langfristig positiven Umfeld für Gold nichts geändert hat. Die wegen der Corona-Krise kräftig gestiegene Verschuldung ist nicht plötzlich über Nacht verschwunden. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass Regierungen und Zentralbanken ihre Unterstützung für die Wirtschaft vorschnell zurückfahren werden. Mit der vom künftigen US-Präsidenten Biden vermutlich zur Finanzministerin auserwählten Janet Yellen, die von 2014 bis 2018 Fed-Chefin war, dürften neue Stimulierungsmaßnahmen eher wahrscheinlicher werden. So hat Yellen fiskalische Entlastung als essenziell bezeichnet. Auch am Niedrigzinsumfeld dürfte sich auf lange Sicht nichts ändern. Gold sollte daher nach der aktuellen Durststrecke wieder steigen, auch wenn dieser Anstieg vermutlich noch etwas auf sich warten lassen und von einem niedrigeren Niveau beginnen dürfte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Globaler Kupfermarkt weiter mit Angebotsdefizit

Ein festerer US-Dollar nach guten US-Konjunkturdaten hat gestern dazu geführt, dass die Metallpreise etwas stärker nachgegeben haben. Die Korrektur hielt jedoch nicht lange, wie die Preisreaktion heute Morgen zeigt: Nach dem Rückgang unter 7.200 USD je Tonne gestern handelt Kupfer heute bereits wieder über 7.300 USD. Bei den anderen Metallen ist es ähnlich. Die International Copper Study Group (ICSG) hat gestern Abend ihre monatliche Angebots- und Nachfragestatistik veröffentlicht. Demnach gibt es am globalen Kupfermarkt seit April Monat für Monat Angebotsdefizite. Von Januar bis August, dem letzt verfügbaren Datenpunkt, beläuft sich das Defizit auf 293 Tsd. Tonnen (saisonbereinigt 297 Tsd. Tonnen). Damit ist es in etwa so groß wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In den ersten acht Monaten des Jahres ist die Minenproduktion gemäß den ICSG-Daten gegenüber Vorjahr leicht gefallen – sie leidet noch unter den Corona-bedingten Lockdowns im Frühjahr. Die Raffinadeproduktion wurde dagegen um 1,2% ausgeweitet, vor allem wegen der sehr niedrigen Vergleichsbasis. Die Nachfrage ist auf globaler Ebene um 1% gestiegen, was China zuzuschreiben ist. Dort ist die augenscheinliche Nachfrage um 12,5% nach oben gesprungen (China hat rekordhohe Mengen Kupfer importiert). Die reale Kupfernachfrage in China schätzt die ICSG allerdings deutlich niedriger. Außerhalb Chinas ist die Kupfernachfrage um rund 10% zurückgegangen. Die ICSG hatte bereits im Oktober ihre Prognosen zum Kupfermarkt aktualisiert und erwartet für nächstes Jahr einen leicht überversorgten Markt. Diese Einschätzung wird von der chilenischen Kupferkommission Cochilco geteilt. Sie taxiert den Überschuss auf 220 Tsd. Tonnen. Laut Einschätzung von Cochilco soll das Angebot (+4,9%) stärker steigen als die Nachfrage (+2,9%). In Chile selbst soll demnach die Minenproduktion merklich ausgeweitet werden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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