Rohstoffe

Gold profitiert von vielerlei Unklarheiten

Energie: Libyen erhöht seine Ölproduktion deutlich

Angesichts vielerlei Hiobsbotschaften halten sich die Ölpreise noch recht gut: Brent bei fast 43 USD, WTI bei rund 41 USD je Barrel. Dabei mahnt die fundamentale Situation am Ölmarkt angesichts einer anhaltenden Nachfrageschwäche auf der einen und der steigenden Produktion auf der anderen Seite zur Sorge. Wenngleich die zuletzt rekordhohen Neuinfektionen mit Covid-19 weltweit (noch) nicht zur erneuten Anpassung der Nachfrageprognosen nach unten geführt haben, ist die erhoffte Erholung vorerst nicht in Sicht. Des Risikos von erneuten Mobilitätseinschränkungen sollten sich die “OPEC+”-Länder, die sich heute zu ihrer monatlichen (Telefon-) Konferenz der Ölminister treffen, bewusst sein. Zwar geht es vordergründig um die Vorschläge des sog. Technischen Komitees der OPEC+, das letzten Donnerstag die Situation am globalen Ölmarkt ausgewertet hat. Doch dürften auch die Pläne der OPEC+ zur Produktionserhöhung um weitere 1,9 Mio. Barrel pro Tag ab dem 1. Januar 2021 und die steigende Produktion Libyens besprochen werden. Libyen, das am Produktionskürzungsabkommen nicht beteiligt ist und zwischen Januar und September im Durchschnitt weniger als 100 Tsd. Barrel täglich produzierte, hat binnen weniger Wochen seine Produktion auf 500 Tsd. und die Exporte auf fast 400 Tsd. Barrel täglich erhöht. Insbesondere die Wiederinbetriebnahme des größten Ölfeldes Sharara – dort werden aktuell 110 Tsd. Barrel bei einer gesamten Kapazität von 300 Tsd. Barrel täglich produziert – und die nun darauf folgende Aktivierung des El Feel-Ölfeldes mit einer Produktionskapazität von 70 Tsd. Barrel täglich, das den Strom von Sharara benötigt, dürften die Produktion weiter dynamisch steigen lassen. Die Tatsache, dass der russische Präsident Putin und der saudische Prinz Bin Salman letzte Woche gleich zweimal miteinander telefoniert haben, deutet darauf hin, dass die Pläne der OPEC und ihrer Alliierten bald auf den Prüfstand kommen dürften. Es bleibt abzuwarten, ob die anderen Mitglieder des Kartells z.B. dem Vorschlag einer unveränderten Beibehaltung der Produktionskürzungen über das Jahresende hinaus zustimmen würden.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold profitiert von vielerlei Unklarheiten

Gold beginnt die neue Handelswoche leicht fester bei gut 1.900 USD je Feinunze. Unterstützung erhält es dabei von den stark steigenden Neuinfektionszahlen mit dem Coronavirus, die zu Sorgen bei den Marktteilnehmern führen. Gold widersetzt sich dabei dem etwas festeren US-Dollar. Laut Aussagen der demokratischen Mehrheitsführerin im US-Repräsentantenhaus, Pelosi, muss sich bis morgen Abend ein Kompromiss im Streit über ein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft abzeichnen, damit es noch vor der Präsidentenwahl verabschiedet werden kann. Dies wird vom Markt positiv interpretiert – offenbar sieht er Einigungswillen bei den Parteien –, obwohl eine Einigung unseres Erachtens völlig offen ist. Denn zumindest beim Umfang des Pakets liegen die Parteien weit auseinander. Die nächsten Tage dürften diesbezüglich spannend werden. Für Spannung sorgt auch der britische Premierminister Johnson im Brexit-Poker mit der EU. Er hat am Freitag die Briten auf einen „harten“ Brexit eingeschworen, sollte die EU nicht bereit sein, das von Großbritannien angestrebte Freihandelsabkommen zu ermöglichen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich beide Seiten doch noch aufeinander zubewegen und größeren Schaden vermeiden. Von dieser Unsicherheit sollte Gold unseres Erachtens profitieren. Der scharfe Rückgang des Goldpreises unter die Marke von 1.900 USD in der letzten Woche ist wie von uns vermutet auf einen Rückzug der spekulativen Finanzinvestoren zurückzuführen. Laut CFTC-Statistik haben diese in der Woche zum 13. Oktober ihre Netto-Long-Positionen um 14% auf 81,8 Tsd. Kontrakte reduziert. Damit wurde der Positionsaufbau der vorangegangenen zwei Wochen rückgängig gemacht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Ruhiger Auftakt in eine ereignisreiche Woche

Die Metallpreise starten weitgehend unverändert in die neue Handelswoche. Kupfer notiert bei gut 6.700 USD je Tonne, Zink kostet 2.480 USD und Aluminium eröffnet die Woche bei 1.860 USD. Nickel steigt in Richtung 16.000 USD je Tonne und erreichte kurzzeitig den höchsten Stand seit elf Monaten. Die heute vom Nationalen Statistikbüro veröffentlichten Konjunkturdaten in China fielen gemischt aus. Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal gegenüber Vorjahr zwar um 4,9% gewachsen, mehr als im Quartal davor. Die Wachstumsrate lag aber deutlich unter den Erwartungen. Die ebenfalls berichteten Daten für September waren dagegen nicht so schlecht: Die Industrieproduktion hat kräftig auf +6,9% angezogen (der höchste Wert seit Dezember) und die Anlageinvestitionen haben es erstmals in diesem Jahr in positives Terrain geschafft (+0,8%). Die September-Zahlen deuten darauf hin, dass die konjunkturelle Erholung anhält und vom verarbeitenden Sektor getragen wird. Dies ist grundsätzlich positiv für die Metalle. Sollte China zudem nächste Woche bei der Präsentation des neuen 5-Jahresplans für 2021-2025 weitere konjunkturunterstützende Maßnahmen wie zum Beispiel Infrastrukturprogramme bekannt geben, dürften die Metalle auch hiervon profitieren. Heute startet die LME Week, die normalerweise das größte Branchentreffen des Jahres ist und viele Teilnehmer nach London lockt. Dieses Jahr finden die Veranstaltungen coronabedingt jedoch nur virtuell und in reduzierter Form statt, so dass wir keine großen Impulse davon erwarten. Mehr Aufmerksamkeit dürften die neuen Schätzungen zur Marktlage der International Copper Study Group und der International Lead and Zinc Study Group erhalten.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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