Rohstoffe

Gold profitiert von neuer Verunsicherung

Energie: Langsamerer Anstieg der US-Ölproduktion voraus

Lag der Brentölpreis noch vor einer Woche bei fast 72 USD, handelt er aktuell nur knapp über einem 6-Wochentief bei gut 64 USD je Barrel. Für den rapiden Stimmungswechsel ist vor allem die Einsicht der Marktteilnehmer entscheidend, dass trotz der freiwilligen Produktionseinschränkung der OPEC+ die Versorgungslage am globalen Ölmarkt in Abwesenheit großer Produktions- und Transportunterbrechungen sehr gut bleibt. Das dürfte sich auch so schnell nicht ändern. Die US-Ölproduktion dürfte 2020 laut aktueller Schätzung der US-Energiebehörde im Jahresdurchschnitt bei 13,3 Mio. Barrel pro Tag liegen und damit rund 1 Mio. Barrel täglich höher als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf den starken Anstieg in der zweiten Hälfte 2019 zurückzuführen. Die Dynamik lässt aber in diesem Jahr deutlich nach. 2021 sollte die Produktion auf durchschnittlich 13,7 Mio. Barrel täglich steigen und per Ende 2021 erstmals die Marke von 14 Mio. Barrel täglich erreichen. Die nachlassende Bohraktivität und steigende Erschließungskosten dürften zu einer Verlangsamung der Produktionsausweitung führen. Dennoch sollten die USA ihre Rolle als Grenzanbieter behalten, wobei bei stärkeren Preisanstiegen die Produktion schneller steigen würde.

API-Lagerdaten sorgen für Preisdruck am Ölmarkt

Zum gestrigen Preisrückgang dürften auch die API-Zahlen zu den US-Lagerbeständen von Rohöl und Ölprodukten beigetragen haben, vor allem ein stärker als erwarteter Anstieg der Rohölvorräte um 1,1 Mio. Barrel. Bei den heute zur Veröffentlichung anstehenden DOE-Zahlen wird laut Bloomberg-Umfrage mit einem Aufbau bei Rohöl um knapp 400 Tsd. Barrel, bei Mitteldestillaten um 2 Mio. Barrel und bei Benzin sogar um 3,4 Mio. Barrel gerechnet.

An der geopolitischen Front sollte der Markt neben dem Mittleren Osten auch die Entwicklung in Libyen im Auge behalten. Hier hat sich die Lage wohl wieder verschärft, nachdem der abtrünnige General Haftar die unterschriftsreife Vereinbarung über eine dauerhafte Waffenruhe in Libyen hat platzen lassen. Dies birgt Risiken einer weiteren Eskalation des Konflikts, wobei die Auseinandersetzungen bislang kaum Einfluss auf die libysche Ölproduktion hatten. Diese ist seit knapp einem Jahr mehr oder weniger stabil bei 1,1-1,2 Mio. Barrel täglich.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU3THV Long Brent Oil Future Faktor: 5
CU54XX Short Brent Oil Future Faktor: -5
CU3THU Long WTI Oil Future Faktor: 5
CU54X3 Short WTI Oil Future Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold profitiert von neuer Verunsicherung, Palladium mit neuem Rekordhoch

Gold hat seine Korrektur vorerst beendet und steigt heute Morgen auf gut 1.550 USD je Feinunze. Es ist damit 5 USD teurer als gestern. Gold in Euro nähert sich wieder der Marke von 1.400 EUR je Feinunze. Die neu aufgekommene Verunsicherung der Marktteilnehmer im Hinblick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China (siehe Industriemetalle unten) führt offenbar zu einer höheren Nachfrage nach Gold. Gestern gab es allerdings nochmals Abflüsse aus den Gold-ETFs. Diese summieren sich seit Jahresbeginn mittlerweile auf knapp 14 Tonnen. Auch Silber legt heute Morgen wieder etwas zu und verteuert sich auf 17,9 USD je Feinunze. Es bleibt dabei aber hinter Gold zurück, so dass das Gold/Silber-Verhältnis auf 87 steigt. Im Vergleich zu Gold hat Silber derzeit noch weniger Unterstützung seitens der Investmentnachfrage. Denn die Bestände der von Bloomberg erfassten Silber-ETFs sind seit Jahresbeginn bereits um 214 Tonnen gefallen. Eine robuste Investmentnachfrage ist unseres Erachtens aber notwendig, um den physischen Angebotsüberschuss am globalen Silbermarkt aufzunehmen. Die im letzten Jahr überdurchschnittlich hohen Zuflüsse in die Silber-ETFs werden sich in diesem Jahr wohl nicht wiederholen. Platin nähert sich wieder der Marke von 1.000 USD je Feinunze. Die größte Aufmerksamkeit bekommt aber einmal mehr Palladium, das seine Rekordjagd fortsetzt. Heute Morgen überspringt es erstmals die Marke von 2.200 USD je Feinunze. Der starke Preisanstieg ist unseres Erachtens schon lange nicht mehr gerechtfertigt. Mit jedem weiteren Anstieg wird die Blase größer. Die Preisdifferenz zwischen Palladium und Platin hat sich mittlerweile auf rund 1.220 USD je Feinunze ausgeweitet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold Future Faktor: 10
CU3THG Short Gold Future Faktor: -10
CU0E6W Long Silver Future Faktor: 5
CJ7RLV Short Silver Future Faktor: -5
CU0E6Y Long Palladium Future Faktor: 5
CU3THB Short Palladium Future Faktor: -5
CU0E6X Long Platinum Future Faktor: 5
CJ7RL7 Short Platinum Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Dämpfer vor Unterzeichnung des (Teil-)Handelsabkommens

Heute um 17:30 Uhr MEZ soll es soweit sein: Dann beginnt gemäß Datenkalender des Weißen Hauses in Washington die Unterzeichnungszeremonie für das „Phase-1-Abkommen“ im Handelsstreit zwischen den USA und China. Bisher sind nur wenige Einzelheiten bekannt. Die Marktteilnehmer warten gespannt darauf, welche Zugeständnisse vereinbart wurden und ob diese für beide Seiten zufriedenstellend und dauerhaft tragbar sind. Unmittelbar nach der Unterzeichnung sollen die Verhandlungen für ein „Phase-2-Abkommen“ beginnen, die wir für wesentlich schwieriger halten. Über Nacht ist ein Bericht durchgesickert, wonach die jetzt noch existierenden US-Zölle auf chinesische Güter bis nach der US-Präsidentschaftswahl im November bestehen bleiben sollen. Dies drückt etwas auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Kupfer ist daher unter 6.300 USD je Tonne zurückgefallen.

China hat 2019 weniger Aluminium und Stahl exportiert

Wie wir gestern schon an dieser Stelle geschrieben haben, sind im Dezember sowohl die chinesischen Importe als auch Exporte spürbar gestiegen. In Bezug auf Rohstoffe gibt es hier bislang Daten zum Beispiel für Aluminium und Stahl. Daten der Zollbehörde zufolge hat China im letzten Monat 478 Tsd. Tonnen Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert, die größte Menge seit Juli. Im Gesamtjahr 2019 blieben die Exporte hinter dem Rekordwert des Vorjahres zurück, da die Aluminiumproduktion wohl gefallen ist. Daten hierzu werden am Freitag veröffentlicht. In diesem Jahr wird sich das Bild wahrscheinlich wandeln, da der Aluminiummarkt in China auf einen Überschuss hinsteuert und die Schmelzen daher wohl versuchen werden, mehr Aluminium zu exportieren. Die Stahlexporte lagen 2019 ebenfalls unter ihrem Vorjahreswert. Sie waren insbesondere im vierten Quartal verhalten. Dies dürfte einer Erholung der Stahlpreise in China geschuldet sein, im Zuge derer es für die Stahlproduzenten attraktiver war, mehr Stahl auf dem heimischen Markt zu verkaufen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper Future Faktor: -5
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